Salzburger Pressverein

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Der Salzburger Pressverein wurde am 9. Dezember 1908 zu dem Zweck gegründet, der katholischen Presse in Salzburg eine geregelte Entwicklung zu sichern.

Der Pressverein darf derzeit maximal zwanzig Mitglieder haben, die Hälfte davon stammen aus der ÖVP, die anderen Hälfte sind der katholischen Kirche zuzurechnen.

Geschichte

Kanonikus Josef Lahnsteiner gründete 1904 einen kleinen Verein zur Förderung der katholischen Presse und machte sich daran, Abonnenten und Inserenten für die Tageszeitung Salzburger Chronik zu gewinnen. Auf seinen Vorschlag wurde auch der in Thalgau geborene Kanonikus Daniel Etter nach Salzburg berufen, um den Stellenwert der katholischen Presse zu heben.

Aus diesem Verein ging dann der Salzburger Pressverein hervor, der am 16. Dezember 1908 die Herausgabe der katholischen Salzburger Chronik übernimmt. Am 1. Oktober 1910 wird die Zaunrith'sche Buchdruckerei in der Bergstraße 12 gekauft, Emil Funder mit der technischen Leitung der Druckerei betraut. Hier werden die Salzburger Chronik und die Wochenzeitung Salzburger Volksbote gedruckt.

Der Pressverein modernisierte die Druckerei in den folgenden Jahren mehrmals, 1929 wurde ein 600 m² großer Maschinenraum in Betrieb genommen. 1937 übernimmt Max Dasch, der spätere Mitherausgeber der Salzburger Nachrichten, die Geschäftsführung des Salzburger Pressverein. Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten verlor der Pressverein die Kontrolle über die Druckerei.

1948 wurde die jetzt Salzburger Druckerei betitelte Firma wieder an den Pressverein zurückgegeben. Bereits seit 1947 schien der Pressverein als Eigentümer und Herausgeber des Chronik Nachfolgers Salzburger Volkszeitung auf. 1963 erwarb man mit dem Verlag Anton Pustet Salzburgs älteste Druckerei. Die Druckerei wurde 2002 geschlossen, der Verlag besteht aber nach wie vor als erfolgreicher Publikumsverlag. Ebenso zum Pressverein gehört mit dem Verlag der Salzburger Druckerei ein Schulbuchverlag.

Im Dezember 2007 kündigte der Obmann des Pressvereins Wilfried Haertl an, den zweiten Standort der Salzburger Druckerei in Elsbethen an die Moser Holding in Innsbruck verkauft zu haben und für den Standort Bergstraße einen strategischen Partner zu suchen. Andernfalls müsse der Innenstadt Standort aufgegeben werden.

Quellen

  • Waltraud Jakob: Salzburger Zeitungsgeschichte. Salzburg Dokumentationen Band 39, Landespressebüro 1979
  • Salzburger Nachrichten