Großherzog Ferdinand III. von Toskana (* 6. Mai 1769 Florenz, Italien, † 16. Juni 1824 ) war von 1803 bis 1805 Kurfürst von Salzburg.

Leben

Ferdinand wurde als Sohn von Kaiser Leopold II. und Maria Ludovika in Florenz, Italien geboren und war ein Bruder von Kaiser Franz II.

1791 bis 1799 setzte Ferdinand als Großherzog von Toskana die ererbte Neutralitätspolitik fort, blieb aber erfolglos. Schon 1801 spürte er die Auswirkungen der Französischen Revolution. Er verließ das Land, obwohl er bei den Toskanern sehr beliebt gewesen war – er nahm nämlich einige Reformen der Französischen Revolution vorweg. Dadurch waren die Toskaner nicht wirklich in Revolutionsstimmung. Er wurde von den Franzosen vertrieben und ging nach Wien.

Von 1803 bis 1805 war er Kurfürst von Salzburg, wo er im (erst viel später) so genannten „Toskanatrakt“ der Alten Residenz wohnte (heute Teil der Universität). Am 29. April 1803 zog Friedrich III. in Salzburg ein. Sein Kurfürstentum umfasste Salzburg, Berchtesgaden, Passau und Eichstätt (beide Bayern). 1804 besuchte ihn sein Bruder, Kaiser Franz, für sieben Tage in Salzburg.

Ferdinand III. wurde dann aber 1805 von Salzburg von den einfallenden Franzosen vertrieben. Als Entschädigung erhielt er Würzburg als Großherzogtum, wo er ebenfalls nur kurz regierte (1807 - 1814). Durch den Wiener Kongress erhielt er die Toskana wieder zugesprochen.

Verheiratet war Ferdinand mit Marie Louise von Neapel-Sizilien, mit der er sechs Kinder hatte, darunter Großherzog Leopold II. Die zweite Ehe mit Maria Anna von Sachsen blieb kinderlos.

Ferdinand war naturwissenschaftlich interessiert und musisch, aber unmilitärisch. Trotzdem er zeitlebens zurückhaltend war, konnte er doch beim Verfolgen seiner Ansprüche sehr beharrlich sein.

Quellen