UNESCO Biosphärenpark Lungauer und Kärntner Nockberge
Der Lungau ist zusammen mit den Kärntner Nockbergen eine UNESCO Biosphärenpark Lungauer und Kärntner Nockberge.
Auszeichnung
Am 11. Juli 2012 erhielt der Lungau gemeinsam mit den Kärntner Nockbergen die UNESCO-Auszeichung Biosphärenpark Modellregion für nachhaltige Entwicklung verliehen. Damit ist man nun einer von weltweit 598 Biosphärenparks in 117 Ländern. In Österreich gibt es nun sieben Biosphärenparks (Stand Sommer 2012).
Allgemeines
Der Mauterndorfer Bürgermeister Wolfgang Eder, war als Obmann des Regionalverbandes Lungau gemeinsam mit Geschäftsführer Josef Fanninger der maßgeblichen Motor des Biosphärenparks im Lungau. Die Idee eines "Biosphärenparks Lungau" hat bereits Geschichte und geht auf die private Initiative einiger engagierter Lungauer Persönlichkeiten zurück.
Nach insgesamt achtjährigen intensiven Vorarbeiten gab es am 11. Juli in Paris, Frankreich, die langersehnte positive Nachricht. Unter dem Vorsitz der Ägypterin Boshra Salem wurde die länderübergreifende Einreichung von Lungau und Kärntner Nockbergen positiv beurteilt. Unter den insgesamt 20 neu aufgenommenen Gebieten befinden sich unter anderem die spanische Kanaren-Insel La Gomera, das Flussbett der Dordogne in Frankreich oder die Flussauen Mur-Drau-Donau.
Um als Biosphärenpark anerkannt zu werden, müssen gewisse Kriterien erfüllt werden. So muss ein Biosphärenpark zu mindestens fünf Prozent aus Kernzone (Naturschutzgebiet) und zu mindestens 20 Prozent aus Pflegezone (Landschaftsschutzgebiet) bestehen. Der Rest ist Entwicklungszone, in der sich die Wirtschaft weiterentwickeln kann. Im Lungau liegen alle Skigebiete in dieser Entwicklungszone, damit hier die Weiterentwicklung in diesem für den Lungau wichtigen Bereich aktiv betrieben werden kann.
Zukunft
Bereits im Jahr 2013 ist eine "Summer School der Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) geplant. Es gibt bereits erste Gespräche mit der Universität für Bodenkultur in Wien, der Technischen Universität Graz und der Universität Salzburg (Stand Sommer 2012). Zu einer geplanten Tagung 2013 wollen auch 120 Pilze-Experten in den Lungau kommen.
Biosphärenpark Arbeitsgruppen
Für die "Regionale Agenda" zum Biosphärenpark Lungau wurden Kernarbeitsgruppen gebildet, denen folgende Personen angehören: Wirtschaft: Wirtschaftskammer-Obmann Wolfgang Pfeifenberger und Unternehmerin Sonja Sagmeister; Landwirtschaft: BBK-Sekretär Andreas Kaiser und Hans Gappmayer (Kämpferbauer, Tamsweg); Fremdenverkehr: Andrea Moser-Dengg (Ferienregion), Herbert Bliem (Abenteuer Biosphäre); Bildung: Volksschul-Direktorin Vroni Pfeifenberger; Kultur: Elisabeth Strauß (LKV): Jugend: Eva- Maria Rauter (Akzente Salzburg), Chancengleichheit: Heidi Fuchs (Lungauer Frauen Netzwerk); Nachhaltigkeit: Peter Pagitsch (Abfallwirtschaftsverband); Koordination und Begleitung: SPES Zukunftsakademie, Josef Fanninger, Jasmin Pickl, Stefan Fanninger (Biosphärenparkmanagement);
Quellen
- "Salzburger Woche", Ausgabe "Lungauer Nachrichten", 19. und 26. Juli 2012