Kaiviertel

Aus SALZBURGWIKI
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Das Kaiviertel umfasst das Gebiet in der südöstlichen Altstadt von Salzburg zwischen Salzach, Mozartplatz, Kaigasse und Kajetanerplatz

Entstehung

Das Kaiviertel entwickelte sich entlang des einstigen Hauptstraßenzuges vom Domplatz über den Kajetanerplatz über das Erentrudistor (später Kajetanertor) nach Hallein und Berchtesgaden.

Name

Der Name Kai soll von Uferschutzbauten abgeleitet worden sein. Damit die Salzach nicht die Ufer auswaschen konnte, hat man diese mit einm Flechtwerk aus Reisig versehen, das man Gehag oder Gehai nannte. Aus diesen Worten entwickelte sich Kai.

Kaigasse

Hauptartikel: Kaigasse

Die Kaigasse war die wichtigste Straße des Viertels, an der auch die Höfe der Domherren standen.

Die Kaigasse setzt sich aus mehreren mittelalterlichen Gassen zusammen und wurde ab dem 12. Jahrhundert allmählich bebaut. Der verwinkelte Straßenzug ergibt sich auch aus einer römischen Tempelanlage (den Göttern Asclepios, Hygieia und Kybele geweiht) die einst zwischen den heutigen Gassen Kaigasse und Krotachgasse stand und dessen Grundmauern 1945 - 1955 und 1987 ergraben wurden.

Das älteste Kino von Salzburg, das Mozartkino ist in der Kaigasse zu finden. Das vorspringende Haus Nr. 4 ist aus der ehemaligen Salvatorkirche hervorgegangen, im Haus Nr. 8 war das Gasthaus "Zum Weißen Roß", wo 1541 der große Arzt und Naturforscher Theophrastus Paracelsus starb; das Haus Nr. 20 (Ecke Herrengasse) aus der ehemaligen Nicolaikirche. Das Haus Nr. 12 ist die ehemalige Domdechantei, in dessen quadratischen Innenhof heute der Traklbrunnen steht, den Toni Schneider-Manzell 1957 geschaffen hat.

Am Ende der Kaigasse, in Richtung Nonntal, liegen die Kajetanerkirche und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, sowie das Justizgebäude.

Pfeifergasse

In der Pfeifergasse, am Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz, findet sich das Wohnhaus des Komponisten und Organisten Paul Hofhaimer. Auch Paracelsus lebte in einem Haus an diesem Platz für einige Jahre.

Papagenoplatz

Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer 1944. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den 1960 die Salzburger Bildhauerin Hilde Heger geschaffen hat.

Chiemseehof

Im "Chiemseehof", ehemals Sitz der Bischöfe von Chiemsee ist heute der Sitz der Salzburger Landesregierung.


Quellen