Bertha Gräfin Kuenburg-Stolberg
Maria Bertha Gräfin Küenburg-Stolberg (* 21. Juni 1845 Schloss Söder (Niedersachsen), † 22. September 1924 Salzburg-Morzg) war eine Salzburger Schriftstellerin.
Leben
Bertha war eine Tochter des Grafen Andreas von Stolberg zu Stolberg und Enkelin des Schriftstellers Friedrich Leopold Grafen von Stolberg zu Stolberg, mütterlicherseits Enkelin der Julietta Gräfin Gallenberg geb. Gräfin Guicciardi, welcher Ludwig van Beethoven seine berühmte Mondschein-Sonate gewidmet hatte.
Mit 17 Jahren heiratete Bertha den Grafen Hugo von Lamberg (* 1833, † 1884), späteren Landeshauptmann von Salzburg, der auch als Dichter hervortrat. Ihm schenkte sie fünf Kinder.
Nach dem Tode ihres Gatten gaben fünf von diesem hinterlassene, noch ungedruckte Gedichte ihr die Anregung, eine Erzählung dazu zu schreiben, um die Gedichte zur verdienten Geltung zu bringen. Diese Erzählung, erschienen unter dem Titel „Über d' Gangsteigln!“, war der Anfang ihres eigenen literarischen Schaffens, das mundartlich gefärbte Heimatdichtung im Jäger- und Wildschützenmilieu und hochsprachliche Dichtung voll Empfindsamkeit umfasste.
Im Jahre 1888 heiratete Gräfin Bertha Lamberg Walter Grafen von Küenburg, Landesgerichtsrat, später Landesgerichtspräsident in Salzburg.
Werke
- Über d' Gangsteigln! Erzählung aus dem Hochgebirge. Berlin (Verlag Mitscher & Röstell) 1892.
- Moni und Mirzl. Eine Geschichte vom Hochkönig. Innsbruck (A. Edlinger) 1896.
- Der Bergteufel. Oberbayerisches Volksstück. 1898.
- Vision am Nordseestrand. 1914.
Quellen
- Österreichisches Biographischen Lexikon, Band 4 S. 326, Eintrag Kuenburg, Maria Bertha Gfn. von; …
- Sophie Pataky, Lexikon deutscher Frauen der Feder, 1. Band S. 462 f., Eintrag Kuenburg-Stolberg, Gräfin Bertha. Berlin 1898.