Paul Fürst

Aus SALZBURGWIKI
Version vom 29. April 2026, 21:10 Uhr von Peter Krackowizer (Diskussion | Beiträge) (Kategorie(n) korrigiert)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Paul Fürst

Paul Fürst (* 12. August 1856 in Sierning, Österreich ob der Enns; † 14. Februar 1941 in der Stadt Salzburg) war Konditor.

Mozartkugel

Die nach vorherrschender Meinung als "Original" bezeichnete Salzburger Mozartkugel wurde nach eigenen Angaben von Paul Fürst 1890 erfunden. Er gründete 1884 die Salzburger Konditorei Fürst, die heute im Besitz seines Ururenkels Martin Fürst ist.

Leben

Paul Fürst wurde als Sohn von Johann Fürst, Bader, gebürtig aus Dinkelsbühl in Bayern, und Josefine Rehle, gebürtig aus Salzburg, in Sierning geboren. Seine Eltern starben ziemlich früh und Paul wuchs bei seinem Onkel Paul Weibhauser in Salzburg auf, der eine Konditorei im Haus Brodgasse 13 besaß. Er sammelte in seinen ersten Berufsjahren viele Erfahrungen als Konditor in Wien, Budapest, Paris und Nizza.

Im Jahre 1884 gründete Paul Fürst im Haus Brodgasse 13 dann seine Konditorei, die in Salzburg bald sehr beliebt wurde. Der Großvater von Paul Fürst, Vinzenz Rehle, hatte dieses Haus (Brodgasse 13) im Jahre 1830 erworben. Zeitweise diente es als Hofbäckerhaus, obwohl Vinzenz Rehle Hofglasermeister war. Der Schwiegersohn Rehles und gleichzeitig der angeheiratete Onkel Fürsts, Paul Weibhauser, eröffnete in diesem Haus schließlich eine Konditorei, in der er seinen Neffen Paul ausbildete. Eine weitere Ausbildung erhielt Fürst von Rudolf Baumann im Café Tomaselli.[1]

Paul Fürst soll dann im Jahre 1890 die – seine – Salzburger Mozartkugel erfunden haben, die im Jahre 1905 in Paris auf der internationalen Gewerbeausstellung – angeblich, Quellen fehlen bislang dazu – mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Wegen des Erfolges der Mozartkugel kamen bald weitere Produkte mit dem Namen "Mozartkugel" von anderen Konditoren auf den Markt. Der Name "Mozartkugel" ist allerdings rechtlich nicht geschützt, da Paul Fürst seine Erfindung nicht hat patentieren lassen.

Paul Fürst starb in Salzburg und wurde auf dem Kommunalfriedhof begraben. Da sich die Familiengruft der Familie Fürst auf dem Friedhof von St. Peter befindet, erinnert dort eine Gedenktafel an ihn.

Bildergalerie

Bild 1: Eröffnungsanzeige von Conditor Paul Fürst Ende 1884.
Bild 2: Gedenktafel für Paul Fürst am Haus Brodgasse Nr. 13.

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Paul Fürst"

Einzelnachweis

  1. Ammerer, Gerhard: "Mozart und die Mozarkugel. Eine Praline, die Geschichte schrieb." Eigenverlag, April 2026