Domkapitlisches Spital St. Erhard

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Ehemaliges Erhardspital (Frauentrakt) in der Nonntaler Hauptstraße 14.

Das domkapitlische Spital St. Erhard[1] war ein Spital in Nonntal in der Stadt Salzburg. Das Gebäude zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt.

Geschichte

Das Erhardspital war das im Kern seit 1310 bestehende Frauensiechenhaus (Nonntaler Hauptstraße 14), das die Äbtissin Margaretha I. von Gehing für notleidende Klosterangehörige errichten ließ. Ein weiteres Gebäude wurde als Spital im Nonntal (Nonntaler Hauptstraße 12) erwähnt. Haus Nr. 14 war um 1600 desolat.

Als Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau das Domkapitelspital St. Johann in Stubenberg an der Kaigasse abbrechen ließ, um Platz für seinen geplanten Groß-Dom zu bekommen, schenkte er am 20. Jänner 1603 dem Domkapitel die Pfarrkirche St. Erhard in Nonntal samt nebenstehendem Gebäude. Dieses beherbergte das schon bestehende Erhardspital für Dienstboten (nur für Frauen) und gehörte bis dahin der Benediktinerinnenabtei Nonnberg. Dort wurde das neue Domkapitelspital eingerichtet. Der Männertrakt wurde 1678/79 aufgrund eines Vermächtnisses eines Salzburger Domdechanten in die heutige Form gebracht (siehe Gedenktafel am Haus Nonntaler Hauptstraße 12). So befanden sich dann links und rechts der Erhardkirche der Männer- und der Frauentrakt.

 
Ehemaliges Erhardspital (Männertrakt) in der Nonntaler Hauptstraße 12.

Das Erhardspital wurde 1898 geschlossen.[2] [3]. Die Bewohner übersiedelten in die städtischen Vereinigten Versorgungsanstalten in der Riedenburg, heute Seniorenwohnhaus Nonntal.

Gedenktafel

Die Inschrift der Gedenktafel lautet:

Dises Haüß ist von ainem Hochwürdigem Thümb Cavitler:er Anno 1677 Zü dessen Evitaff alda ershäufft: und im volgend, sein 1678 Jahr in Gegenweittige Formb erhebt worden

Die Inschrift ist bezogen auf Wilhelm Reichsfreiherr von Fürstenberg.

Quellen

Einzelnachweise

Zeitfolge