Pferdeschwemme (Hofmarstallschwemme)

Die Marstallschwemme, eine der beiden erhaltenen Salzburger Pferdeschwemmen, wurde im Zuge der Neugestaltung des Hofmarstalles durch Johann Bernhard Fischer von Erlach angelegt. Sie befindet sich in der Salzburger Altstadt unmittelbar neben dem Sigmundstor. In der Bevölkerung wird diese Schwemme in Unkenntnis einer zweiten Pferdeschwemme oft schlicht als "Pferdeschwemme" bezeichnet.
Geschichte
Erzbischof Johann Ernst Graf Thun ließ 1696 hier eine zum hochfürstlichen Pferdemarstall gehörende Schwemme (Bad) für die Pferde errichten. Da aber zwischen der Pferdeschwemme und dem Mönchsberg schon das Magazinsgebäude für den Marstall stand, wurde die Pferdeschwemme mit einer eigenen Rückwand versehen. Die Schauwand mit den kunstvollen Pferdefresken stammt in der Erstanlage ebenfalls aus der Zeit Fischer von Erlachs und wurde von diesem in dieser Form geplan. Neu gestaltet wurden diese Fresken unter Erzbischof Firmian. Ende des 19. Jahrhundertwaren die Fresken übertüncht. Diese Fresken des Salzburg Barockmalers Franz Anton Ebner wurden 1928 wieder freigelegt und Fehlstellen anhand der erhaltenen Entwürfe rekonstruiert.
Der Rossebändiger, ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd bändigend, befindet sich in der Mitte der Schwemme. Diese Skulptur wurde von Bernhard Michael Mandl geschaffen. Die aus Marmor bestehende, besonders hochwertige Skulptur mit ihrem hohen Maß an Dynamik war ursprünglich auf den Hofmarstall hin ausgerichtet. 1732 wurde diese Pferdeschwemme unter Erzbischof Firmian in seine heutige Gestalt gebracht. Sein Wappen ziert den damals noch prunkvoller neu gestalteten Sockel der Skulptur.
Quellen
- Beitrag Altstadt von Salzburg
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974