Schloss Blühnbach

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Version vom 20. Januar 2011, 18:52 Uhr von Elisabeth Höll (Diskussion | Beiträge) (Ergänzung Schlosskapelle)
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Schloss Blühnbach liegt im Blühnbachtal westlich von Werfen im Pongau.

Geschichte

Das Schloss Blühnbach wurde zwischen 1603 und 1607 unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau anstelle eines alten Herrenhauses aus dem 16. Jahrhundert erbaut. Erzbischof Markus Sittikus ließ Wild aus diesem Jagdrevier in den Zoo Hellbrunn bringen und sein Nachfolger, Erzbischof Paris Graf Lodron nutzte Schloss Blühnbach und das Jagdrevier zu ausgelassenen Jagdgesellschaften.

Unter Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand wurde das Schloss ab 1910 mehrmals umgebaut sowie ein zweites Stockwerk errichtet.

Heute befindet sich die mächtige Anlage in Privatbesitz. Nach dem Tod des Krupp-Erben Arndt von Bohlen und Halbach, in dessen Familienbesitz sich Schloss Blühnbach befand, wurde das Anwesen im Jahre 1988 an den amerikanischen Industriellen Frederick R. Koch verkauft.

Das Schloss ist nicht zu besichtigen, dennoch auch von außen, umgeben vom Hagengebirge und dem Hochkönig, ein Erlebnis.

Schlosskapelle

Etwas nördlich des Schlosses liegt die ursprünglich Unserer Lieben Frau geweihte Schlosskapelle. Sie wurde 1610 ebenso wie das Schloss unter Wolf Dietrich von Raitenau errichtet. In den Jahren 1910 bis 1920 erfolgte ein Um- und Erweiterungsbau im neugotischen Stil. Die Pläne zum Umbau lieferte der Wiener Dombaumeisters Ludwig Simon. Aufgrund des Patroziniumswechsels wurde die Kapelle nun dem Hl. Rupert geweiht. Die bemerkenswerte Inneneinrichtung wurde von Erzherzog Franz Ferdinand größtenteils im Kunsthandel erworben. Besonders zu erwähnen ist der aus Böhmen stammende spätgotische Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert. Die Kapelle ist wie das Schloss nicht öffentlich zugänglich.

Quellen

  • www.salzburg.gv.at
  • Kirchenführer der Pfarre Werfen
  • Von Schloss zu Schloss in Österreich, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien

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