Montanmuseum Altböckstein
Das Montanmuseum Altböckstein wurde von Hofrat Peter Sika gegründet und befindet sich im Ort Böckstein.
Lage und Beschreibung
Das Montanmuseum ist in den beiden Gebäuden "Salzstadl" und "Säumerstall" untergebracht, sie sind Teil einer in Böckstein stehenden geschlossenen, barocken Wohn- und Werkssiedlung aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Sie beherbergte einstmals die Aufbereitungsanlagen der im Radhausberg-Revier gewonnenen Gold- und Silbererze.
1977 konnte sie vor dem Abriss bewahrt werden und wurde völlig restauriert. Der baufällige "Salzstadl" wurde 1979/1980 vom Verein Montandenkmal Altböckstein instandgesetzt und zu einem Bergbaumuseum umgestaltet.
Inhalt des Museum
- ein Schaustollen
- Arbeitsgeräte des Bergmanns
- Bohrtechnik einst und jetzt
- Lade- und Fördermittel
- Brauchtum und Tracht sowie zahlreiche Bilder und Karten über das bergmännische Geschehen in diesem Raum.
Die Erzaufbereitungsanlage im umgebauten "Säumerstall" wurde im Herbst 1993 eröffnet. Mit Plänen die aus dem 19. Jahrhundert, wurde eine funktionstüchtige Anlage mit Wasserrad - Pocher - Stoßherd und Amalgamierwerk (Goldmühle) errichtet, sie soll vermitteln, wie einstmals in Altböckstein die Erze zerkleinert und konzentriert wurden. Wie die Erzgewinnung nach dem Verfahren der Schwimmaufbereitung (Flotation) funktioniert, zeigen zwei Flotationszellen. In den Vitrinen wird Anschauungsmaterial und bergbaubezogene Bodenfunde zur Geschichte des Gasteiner Bergbaus von 1749-1944 geboten. Utensilien der Saumtierhaltung sind im Stiegenhaus aufgestellt.
Außerdem gibt es eine über 1000 Bände umfassende Museumsbibliothek, mit Büchern über Montangeschichte und Edelmetallbergbau. Eine Anschlussmöglickeit zum internationalen Leihverkehr ist gegeben. Der 5½-stündige Peter-Sika-Weg vom hinteren Nassfeld über Schiedeck und Hieronymus-Haus zur Mautstelle der Gasteiner Alpenstraße, der vorbei an montanhistorischen Baulichkeiten verläuft wird vom Verein instandgehalten.
Quelle
- salzburg.gv.at