Blühnbachkapelle von Unserer Lieben Frau

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Die Blühnbachkapelle von Unserer Lieben Frau ist der Vorgänger der Schlosskapelle des Schlosses Blühnbach in der Pongauer Marktgemeinde Werfen.

Geschichte

Die Kapelle entstand höchstwahrscheinlich mit dem von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau erbauten Schloss um 1610. Besondere Förderer der Kapelle waren, wie Dürlinger in seinem „Pongau“ anführt, der Jäger- und Unterwaldmeister Anton Thannhauser in Werfen und der Gestütmeister Franz Bruckmoser. Nach der Beschränkung des landesfürstlichen Gestüts unter Erzbischof Hieronymus, schließlich deren gänzlicher Auflösung, verlor auch die Kapelle an Bedeutung. Nachdem die Eigenschaft einer „königlichen Kapelle“ bereits erloschen war, wurde 1842 die Verwaltung ihres Vermögens der Kumulativ – Vogtei überlassen. [1]

Schlosskappelle

Hauptartikel Schlosskapelle Blühnbach.

Unter Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, der das Schloss mit all seinen Besitzungen 1905 erwarb, welches früher im Eigentum des fürstlichen Geschlechts Rohan waren und später im Besitz der Familie Auersperg, bei der der Thronfolger oft zu Gast weilte, wurde eine neue Schlosskapelle errichtet.

Am 4. Oktober 1912, dem Namenstage des Herrn Erzherzogs- Thronfolgers Franz Ferdinand, nahm der Jesuitenpater Eduard Fischer die feierliche Einweihung der neuerbauten und geschmackvoll eingerichteten Schlosskapelle vor. [2]

Die neue Kapelle ist ein stilvoller Bau, dessen innere Architektur reich ist an Marmorschmuck und wertvollen Bildwerken. Der Bau passt sich in die Landschaft der Gegend sehr schön ein und sollte damals eines der schönsten Gotteshäuser des Kronlandes bilden.

Der Thronfolger ließ sich extra für seine restaurierte Kapelle (noch vor der neugebauten Schlosskapelle) im Jagdschloss Blühnbach eine neue silberne Monstranz nach dem Muster des zur Verfügung gestellten Originalstückes aus der Schatzkammer des Salzburger Domkapitels anfertigen. Das Originalstück ist eine wertvolle, eigenartige geformte und mit großen Edelsteinen gezierte goldene Monstranz, auf der die Jahreszahl 1596 und der Name des damaligen Erzbischofs Markus Sitticus ersichtlich ist. Ein Meisterstück der Goldschmiedekunst. Die Arbeiten wurden in der Werkstätte vom Gold- und Silberarbeiter Anton Koppenwallner ausgeführt. [3]

Quelle

Einzelnachweise

  1. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 12. April 1885, Seite 2
  2. ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 4. Oktober 1912, Seite 7
  3. ANNO, (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 13. März 1909, Seite 4