Ungarischer Krieg

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Im Ungarischen Krieg der Jahre 1479 bis 1490 standen die Habsburger – Kaiser Friedrich III. sowie sein Sohn Maximilian I. – im Kampf mit dem König von Ungarn und Böhmen, Matthias Corvinus.

In diesen Krieg wurde das Erzstift Salzburg auf folgende Weise hineingezogen:
Der Salzburger Erzbischof Bernhard von Rohr hatte 1478 dem Kaiser zugesagt, zu Gunsten dessen Parteigängers, des Erzbischofs von Gran[1] Johann Beckenschlager, auf sein Amt als Erzbischof zu verzichten; er wurde aber vom Salzburger Domkapitel umgestimmt. Kaiser Friedrich anerkannte den Widerruf nicht und trieb so den Fürsterzbischof dazu, ein Bündnis mit dem damaligen Hauptgegner des Kaisers, dem Ungarnkönig einzugehen; im Schutzvertrag von 1479 wurden Matthias Corvinus die Salzburger Burgen in KärntenGmünd, Friesach und Althofen – und der SteiermarkDeutschlandsberg, Pettau und Rann – eingeräumt.

Im Zuge des Krieges wurden viele Salzburger Orte nördlich des Pass Lueg von kaiserlichen Truppen besetzt. Die Bürger der Stadt Salzburg stellten sich auf die Seite des Kaisers, der ihnen im Salzburger Ratsbrief (1481) besondere Rechte zugestand, die von den Erzbischöfen wiederholt verwehrt worden waren.

Lange Zeit war freilich das Kriegsglück auf der Seite der Ungarn, wenngleich sie Salzburg nicht schützen konnten und auch der Lungau zeitweise zum Kriegsschauplatz wurde. Im Jahr 1490 aber starb Matthias Corvinus, wodurch sich das Blatt zugunsten der Habsburger wendete. Der zwischen Österreich und Ungarn am 7. November 1490 geschlossene Friede bedeutete für das Erzstift Salzburg den endgültigen Verlust von Pettau und Rann.

Fußnoten

  1. Gran, ungarisch Esztergom, ist eine nordungarische Stadt an der Donau, Sitz des Erzbischofs von Gran und Primas von Ungarn.

Quellen