Bierjodlgasse
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| Bierjodlgasse | |
| Länge: | ca. 100 m |
| Startpunkt: | Festungsgasse |
| Endpunkt: | Herrengasse |
| Karte: | Googlemaps |
Die Bierjodlgasse ist eine Straße in der Salzburger Altstadt.
Verlauf
Die Bierjodlgasse führt von der Festungsgasse am Fuß des Festungsbergs zur Herrengasse und ist etwa 100 Meter lang.
Name
Der Name der Gasse ist abgeleitet von einem Eckhaus am Ende der Gasse, dem Gasthaus "Zum weißen Kreuz", Bierjodlgasse Nr. 6, Ecke Herrengasse 8.
Das Eckhaus wurde 1376 erstmals erwähnt. Die alte Bierzapferei hieß schon 1742 "Bierjodlhaus". Jodl[1] kommt von Jodok, Georg, Jakob oder Stier und war vermutlich der Spitzname für den Wirt Matthias Grill (1719–1754). Im 18. Jahrhundert übertrug sich der Name des Wirtshauses dann auf die Gasse.
Die Bierjodlgasse, manchmal früher auch Bierjodlwirtsgasse, ist in den historischen Hausverzeichnissen mehrfach angeführt: 1808 als "Bierjodlwirtshaus" des Mathias Wänzler, der es von 1804 bis 1813 besaß, 1816 "Wirtshaus zur Goldenen Schlange" und 1858 "Gasthaus zum weißen Kreuz" (Besitzer Franz Kobernauser).
Ein formeller Beschluss zur Namensgebung ist nicht dokumentiert.
Gebäude
- Nr. 4. und 6. : Das frühere Haus Nr. 195 bestand aus einem Haupt- und Nebenhaus. 1713 heißt es Caldonerziehhaus samt Stöckl, 1719 gehört es dem Domkapitel und heißt Beichtvaterhaus. 1800 kauft es ein gewisser Steiner, der Kastenknecht (Kastenknechthaus), 1889 wird das Stöckl (Nebenhaus) abgetrennt und verkauft.
Bilder
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Quellen
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006
- Josef Eder: "Die Herren und Bierjodlgasse" ANNO, Salzburger Volksblatt, 10. Dezember 1923, Seite 6
- Franz Valentin Zillner in Geschichte der Stadt Salzburg (Buch I.), Seite 311, Herrengasse 8
Fußnoten
- ↑ ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 31. August 1929, Seite 10, zur Wortbedeutung