Schach-Landesverband Salzburg
Der Schach-Landesverband Salzburg (SLV), gegründet 24.8.1950, ist ein Sport-Fachverband (rechtlich ein Verein).
== Der Salzburger Schach-Landesverband (SLV)==
Mitglieder des SLV sind die 29 Schachvereine (Klubs) und Schachsektionen von Sportvereinen im Bundesland Salzburg und angrenzenden Regionen von Oberösterreich (Stand 2013).
Auch viele Spieler aus dem angrenzenden bayrischen Rupertiwinkel sowie Gastspieler (bzw. sogenannte Legionäre) wirken im Verband mit.
Der Verband organisiert und koordiniert mit den Vereinen das Spielgeschehen, insbesondere die Mannschaftswettkämpfe, Einzellandesmeisterschaften und Entsendungen im Bundesland Salzburg.
Es gibt das
1) klassische Turnierschach (Standardschach),
2) Schnellschach- und
3) Blitzschach als Formen des Nah(kampf)schach.
4) Für das seltenere (Problem-) Kompositionsschach und
5) das Fernschach werden meist ergänzend Computerprogramme und Internet eingesetzt (Formen des Hybridschach).
Bei den Mannschaftswettkämpfen wird in Leistungsklassen und Regionen, von der 2. Klasse bis zur Bundesliga-A (vor 2003 als Staatsliga bezeichnet) gespielt.
Schach wird von der LSO (Landessportorganisation) und BSO (Bundessportorganisation), wie auch international in mehr als 90 Staaten, als Sport anerkannt.
Die psychische Wettkampfkomponente unter zeitlichem Druck ist dabei sehr hoch anzusetzen.
International sind bereits 186 Föderationen/Staaten in der FIDE (Weltschachverband) vertreten. 34 Länder in Amerika, 52 Asien, 45 Afrika, 55 in Europa. (Stand 1/2015, Quelle: FIDE)
Im Schach erfolgt die Spielestärkemessung einerseits in
1) Graden (FIDE-internationale und ÖSB-nationale)
Internationale: GM, IM, FM und CM
Nationale: NM und MK (ein FM = zugleich auch NM) und
2) andererseits in Elo, bzw. FIDE Rating.
Wobei es auch da nationale und internationale FIDE-Ratingzahlen gibt (die ständig aktualisiert werden).
Mit Stand 1/2013 hat der SLV 1 716 registrierte, davon 769 aktive Meisterschaftsspieler mit nationaler Elozahl. Für die aktiv Registrierten werden auch Abgaben an den ÖSB entrichtet.
Spitzenschach: Insbesondere die Spielgemeinschaften und Klubs SIR (Salzburg-Süd-Inter-Royal), ASK, Mozart-1910, Schwarzach und Ranshofen sind (meistens) Bundesliga Vereine. (BL-A und B).
Schach ist an sich interdisziplinär und beinhaltet sowohl sportliche, künstlerische, kulturelle, wie wissenschaftliche Attribute. Neben der gesellschaftlichen und sozialen Komponente eines geselligen Klublebens.
Gespielt wurde Schach privat und in Spielzirkeln seit dem Mittelalter, auch zur Mozart-zeit und später in den Kaffeehäusern gelegentlich immer schon. Die Spielregeln sind auch einem hohen Teil der Bevölkerung bekannt.
Erst die erhöhte Mobilität, der zunehmende Wettkampfcharakter, formale Strukturen der Zeitkontrolle und Turnierformen, führten dann historisch aber erst zu juristischen und sportlichen Organisationsformen bis zum jetzigen Spitzen-Schachsport.
Schon vor über 100 Jahren wurde Schach aber immer schon auch in den Sportzeitungen gebracht.
Kurze Geschichte des Schachspiels in Salzburg
Frühe Zeiten
Die Schachspielszene, neben Würfel... im Codex Buranus aus dem Spätmittelalter, bzw. die Lieder der carmina burana um 1320 dürften nach der Forschung im großen Salzburger Metropolitanumkreis entstanden sein (in Seckau, Seggau oder Brixen).
Vielleicht ein gewisser mitteleuropäischer Reflex auf das Buch der Spiele (ohne Titel, bzw. libros de los juegos) von 1284 (1321 altspanische Zeit) von König Alfons X., El Sabio (dem Weisen) in Sevilla, im christlichen Spanien, in dem viele alte arabische Mansuben, aber auch schon einige europäische Neuerungen verarbeitet werden.
Oder die offene Frage, ob das Strategiespiel nicht weit früher schon über Italien, die räuberischen Wikinger, oder über Byzanz nach Mitteleuropa kam.
Natürlich war (ist) auch das Schach-Buch (belehrendes Traktat) von Jacobus de Cessollis "über die Sitten der Menschen und den Pflichten der Vornehmen und Niederen durch das Schachspiel" aus dem Spätmittelalter in Salzburg vorhanden. Im Schatz-Durchhaus in der Getreidegasse wurden bei Bauarbeiten einige Holz-Schachfiguren aus dem 16./17. Jhd. gefunden (SN 20.4.1996, Salzburg Mueum). Das Festungsmuseum zeigt ein altes Spielbrett. Auch zur Mozart Zeit wird in Salzburg Schach gespielt (siehe: chessbase Artikel). Im weiteren geht es aber nur um organisiertes Turnierschach, Klubschach, und wird somit ein Zeitsprung vollzogen.
1868-1910 Vom Schach-Kaffeehaus zum modernen Turnier
Im Oktober 1868 wird in Salzburg ein Schachklub mit etlichen "tüchtigen Spielern" in Salzburger und Linzer Zeitungen erwähnt, der im Cafe Baldauf sein Lokal haben werde.
Zwischen Jänner 1869 und März 1879 sind in der Stadt Salzburg dann drei kleine Stadtturniere im Café Baldauf am Platzl, bei der Linzer Gasse und Nachfolger Cafe´s, dokumentiert.
Sieger 1873: der Fotograph Ludwig Hardtmuth (1826-1875).
Winter 1878-1879 Baumeister Josef Christoph (1842-1913). Quelle: Chronik der SSG
Dann folgt eine organisatorische oder Quellen-Lücke.
Das Schachspiel in der Stadt Salzburg verlagert sich nach dem Bahnbau 1860, dem der Westbahn1875 und der aufkommenden wirtschaftlich-industriellen Entwicklung in ein im Frühjahr 1876 neu errichtetes Café Koller (später Krimmel) in der Neustadt an der Westbahnstrasse 2, der heutigen Rainerstraße. Vielleicht war dieses nach dem damals berühmten Dragoner-Offizier Koller benannt? Das Nachfolger-Cafe des Baldauf (1868) am Platz hieß aber ebenfalls ab 1881 Cafe´Koller, was leicht zu Verwechslungen führen könnte.
<br
In den Cafés trifft sich das Bürgertum, höhere Beamte, Gewerbetreibende, Künstler. Zeitungslesen, Billard und Spiele prägen diese Kultur. Ab 1903 wird das Cafe´ nach dem neuen Pächter Krimmel genannt.
Alfred Polgar prägt später in Wien die Theorie dieser Kaffeehausgesellschaften, deren innerste Weltanschaung es eben ist, die Welt nicht anzuschauen.
Die Arbeiterschaft und Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch um´s Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel. In Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln; aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen),... Nur gibt es dazu wenig Aufzeichnungen.
Schach wurde gelegentlich in Gasthäusen, Kantinen oder Arbeiterheimen, aber eher lose gespielt.
Ab 1909 gab es zB. in Wien einen eigenen Arbeiterschachklub (zB. 1914 auch im Ottakringer Arbeiterheim (AZ).
Auch in anderen Sportarten gibt es viele gute Hobbysportler, die aber doch keinem Meisterschaftsbetrieb beitreten wollen.
Wenngleich sich aus der Geschichte des Schach zeigt, dass viele der stärksten Spieler aus einfachen Verhältnissen stammen, Schach auch realtiv bildungs-unabhängig ist, es auch einer sehr speziellen analytischen Begabung (und wie bei jedem Sport) vor allem intensiven Trainings und guter Nerven unter hohem Druck bedarf. Wie zB. auch Stefan Zweig in seiner Schachnovelle ausführt.
Vergleich: Bei den übrigen Sportvereinen gibt es die ersten Organisierten früh im 19. Jhd. bei den Turnern und Athlethen, Wettkämpfe bei den Ruderern, der noble Pferdesport. Dann folgt Leichtathletik. Um 1905 bilden sich zB. etliche Schiklubs im Pongau/Pinzgau, um Gäste ausbilden zu können. Landhockey folgt, und erst nach dem ersten Weltkrieg entwickelt sich langsam der organisierte Fußballsport. Das damals häufige Feldhandball hat sich zum harten Hallensport mutiert.
Es herrschte auch um diese Zeit noch die 6 Tage Arbeitswoche, mit dem Ziel einer 48 Stundenwoche. Die Freizeit war demnach bei einer ca. 60 Stunden Abeitswoche dem normalen Volk noch sehr begrenzt. Zudem herrschten noch weitgehende Armut in großen Teilen der Bevölkerung und teils triste Wohnverhältnisse.
1910: Gründung der Salzburger Schachgesellschaft
Im Frühjahr 1910, im Jahr des Weltmeisterschafts-Kampfes zwischen dem Deutschen Dr. Emanuel Lasker und dem Österreicher Carl Schlechter, erfolgte die gründende Versammlung der Salzburger Schachgesellschaft am 30.4.1910 im Hotel Mirabell. (Nichtuntersagungsbescheid am 27.3.1910). Nach anderer Quelle im Hotel Mozart.
Das Proponentenkommitee der Interessierten traf sich jedenfalls zuvor schon am 3.3.1910 im Café Krimmel.
Quelle: Sportliche Rundschau Nr. 97, S 8, vom 30.4.1910.
§ 1 der Vereinsstatuten: "Der Zeck der Gesellschaft ist, Schachfreunden (Herren und Damen) einen Vereinigungspunkt und Gelegenheit zur Übung und sachgemäßen Fortbildung im Schachspiele zu bieten und..".
Klubabend war jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr. Wobei man die Hälfte der Mitglieder dort aber fast täglich im Cafe´sah.
Der Meisterspieler, Staatsbahn Ing. Josef Hrdina (1882-1914), sowie die Schach-Senioren, Baumeister Joseph Christoph (1842-1913), Salzburger Gemeinderat von 1897-1909, der Sieger des kleinen Stadtturniers von 1878/79, und der Bahninspektor Adolf Mehrer (1853-) sind die drei Initatoren und wurden am 21.6.1912 bei der Versammlung im Mozartstübchen des Stieglkeller Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft.
Sie erhielten Ehrendiplome, vom Salzburger Maler Prof. Franz Kulstrunk gestaltet.
Quelle: SVBL 26.6.1912.
Der "Mehrer des Schach´s, als gewisse graue Eminenz, wurde erster Salzburger Obmann. Er kam aber schon ab 1912 beruflich nach Wien, Meister Josef Hrdina wurde von der Bahn nach Tirol versetzt, wo er dann Innsbrucker Klubmeister wurde.
Ab 1912 wurde Ernst Lechner, der spätere Präsident der Finanzlandesdirektion, Obmann der Salzburger Schachgesellschaft. Lechner hatte 1881 schon in Salzburg gemeinsam mit dem Literaten Hermann Bahr und Reininghaus (Brauerei), maturiert und war wohl neben dem Senior BM Christoph einer der frühen Spieler des Cafe´ Krimmel Ende des 19. Jahrhundert. Neben dem jungen Beamten Alois Laschensky, dessen Vater, dem Musiker beim Dommusikverein Christian Laschensky, dem Beamten Heinrich Ullrich, oder dem Architekten Franz Drobny.
Einige Lehrer (Amannshauser, Barth,...), Schuldirektoren, Beamte, auch Bahn- und Postbeamte, Gewerbetreibende, Dachdeckermeister Otto Kunstmann,.. ein Adjunkt, Primarius, einige Offiziere, der Fotograph Carl P. Wagner, der aber bald nach Innsbruck ging. Morawetz, Kuhn, Juristen .., Landesrat Dr. Tischlinger, …finden sich berufsmäßig in der Mitgliederliste ab 1910 und den ersten Jahren aus anfangs 1910 31 Personen. Im folgenden Jahr 1911 37, das bis 1923 auf 120 Spieler anstieg.
Vielleicht stärkere Spieler aus dem Arbeiterstand hätten sich damals die teuren Standes-Cafes und hohe Klubgebühren aber gar nicht leisten können. Von denen wurde noch eher lose in Gasthäusern gespielt.
Am 12. Juni 1910 finden im Salzburger Gasthaus zur Rose Mannschafts-Vergleichskämpfe gegen das bayrische Traunstein und im Febr. 1911 der Retourkampf gegen die Klubs Traunstein und [[Trostberg] statt. 50 Zuseher und Kiebitze sind dabei. Auch 2 Frauen nehmen bereits teil.
Die damals in München weilenden Berufsspieler, Großmeister Rudolf Spielmann, S. Schapiro, Hans Fahrni und S. Alapin werden dazu engagiert.
Salzburg siegt am 12. Juni 1910 auf den 18 Brettern 12:6, verliert im Retourkampf im Febr. 1911 aber gegen die mit guten Münchnern verstärkten Chiemgauer 7,5:9.5
Gegen diese benachbarten Bayern wird oftmals bis in die 1960er gekämpft, waren auch bahnmäßig günstig erreichbar.
Auch einige Mal wurde anfangs gegen Wels gekämpft, so lange es in Salzburg noch keine anderen Klubs gibt.
Damals wurden auch gern Korrespondenz-(Beratungs)-Schachpartien zwischen Schachgesellschaften von Städten gespielt. So 1910/11 Salzburg gegen Innsbruck 2:2.
1911: Bayrischer Meister: Der Initator der SGS, der Meisterspieler und Eisenbahner Ing. Josef Hrdina (1882-1914) erringt am 23.7.1911 sogar die bayrische Meisterwürde am 3. bayrischen Schachkongress (17.-23.7. 1911) in München. Wobei er für das bayrische Traunstein spielt und erhält den Münchener Prinzregenten Ehrenpreis.
Am 27.10.1913 gibt der Weltmeister, Weltenbürger und Philosoph Dr. Emanuel Lasker in Salzburg ein Simultan auf 25 Bretter (20 =4-1) und hält Vorträge im Kurhaus.
Nach dem Krieg kommen 1919 GM Richard Reti, in den 1920ern folgen die Spitzenspieler Vidmar, Grünfeld, der junge Tiroler Erich Eliskases. Es waren wohl die von Prof. Vidmar so postulierten goldenen Schachzeiten.
GM Richard Reti überrascht am 27.3.1927 mit einem Blind-Simultan Spiel an 10 Bretter.
Die Schachgesellschaft hatte damals mit dem Hotelier und Politiker Karl Irresberger auch einen großen Förderer, der diese Gastspieler gratis nächtigen ließ.
Ab Oktober 1923 wird das Café Mozart in der SalzburgerGetreidegasse nach mehreren Wechseln (zuvor das Cafe Corso) ein Schachcafé mit zB. 1923 über 120 Mitgliedern und Sitz der Schachgesellschaft.
Aktuell wird dort noch von einigen täglich spätnachmittags, außer am Wochenende, oder bei zu starkem Touristenansturm, gespielt.
Stadtmeister und offizielle Landesmeister 1910-1939 (anfangs als Klubmeister, bzw. Sieger im Winterturnier der Salzburger Schachgesellschaft)
1910/1911 Heinrich Wolfrum (21 Teilnehmer; Rechnungsrat)
1911/1912 Carl P. Wagner (Fotograph)
1912/1913 Alois Laschenky (Beamter)
1913/1914 Alois Laschensky
1914/1915 Dr. Josef Frank (Magistratskonzipist,+5.1923)
1920/1921 Wilhelm Ullrich
1921/1922 Franz Motzko
1922/1923 Franz Motzko
1925 1. offizieller Landesmeister: August Maggi (ATSV-Bischofshofen)
1928 Erich Flir
1931 LM Karl Mayer
1932 Dipl. Ing. Erich Flir
1933 LM R. Wallaschek
1935 LM Walter Kolneder
1936 Stadtmeister Karl Mayer
1937 LM Willhelm David
1939 LM Karl Mayer
Anmerkung: Die folgenden Salzburger Einzel-Landesmeister sind im online Archiv der SLV-Homepage abgebildet.
Motzko: Stärkster Spieler der Salzburger Schachgesellschaft Anfang der 1920er Jahre und international angesehen, war der aus Teschen zugewanderte Bauunternehmer, Schachtheoretiker, Korrespondenzschachspieler und Problemkomponist Franz Motzko (* 1868, † 1929); Motzko Variante im Offenen Spanier.
Nach dem 1. Weltkrieg: Landes-Vergleichskämpfe mit OÖ
1921: 1. Wettkampf gegen Oberösterreich
Am 23. Okt. 1921 gab es in Vöcklabruck den ersten Wettkampf gegen Oberösterreich auf 16 Bretter (Linzer Tagespost v. 25.10.1921)
1923 existiert eine kleine Schachgruppe, dem ATSV nahe, in Bischofshofen, mit den Eisenbahnern August Maggi und Jakobek, die auch am 9. Mai 1926 am zweiten Vergleichskampf Salzburg gegen OÖ in Vöcklabruck auf 14 Bretter teilnehmen. Alle anderen waren von der Schachgesellschaft.
1926: gibt es ein lokales 17-rundiges Turnier beim sogenannten "Athletik-Sportklub" (unklar, ob der SAK 1914, oder doch die Vorwärts-Maxglaner oder Itzlinger Arbeiter "Athleten“ gemeint waren), das der Zöllner Kahler gewinnt. Ein Gregor Wagner ist 1926 für die Organisation des Arbeiterschach in Salzburg zuständig.
Quellen: Mozart Chronik, AZ, Ehn, Michael: Das politische Spiel. Venedig 1997
'1926: Die Salzburger Auswahl beim 2. Wettkampf gegen OÖ am 9.6.1926:
August Maggi (ATSV Bischofshofen), Wilhelm Ullrich, Franz Motzko, Hopfinger, Alois Laschenky, der Student Erich Flir, Hofrat Dr. Baldi, Dr. Hlawatschek, Dr. Oskar Günther, der Eisenbahner Jakobek (Bischofshofen), Czaika, Dr. Trubik, Kulm,..(Major Kirchtaler hatte 1921 teilgenommen).
Zu Pfingsten 1926 gibt es in Salzburg den Wettkampf Wien gegen die Bundesländer, wo von Salzburg Maggi, Ullrich und Kuhn mitwirkten. Wien dominierte klar (Quelle: WSZ)
1929: Beim erneuten Schachwettkampf in Attnang gegen OÖ am 17.4.1929:
Erich Flir, Alois Laschensky, Wilhelm Ullrich, Linnerth, Pagler, Dr. Günther, Czaika, Hopfinger, Karl Mayr, Otto Kunstmann, Koberz, Brünner, Siegel, Kucher, Dr. Hlawatschek, Kaltner, Schwarz. Die Salzburger siegen gegen den Linzer SV 9:8.
GM Grünfeld gibt am 21.5. ein Simultan.
1931: Freundschaftskampf in Linz: 6:6. Durchschnittlich waren 30 Spieler täglich im Mozart.
1933 u. 1935 Eliskases in Salzburg.
1926 und 1930er: Salzburger Stadtteile und Bezirke
Diese Klubs in den Salzburger Stadtteilen, bzw. Umlandgemeinden, Schachklub Lehen gegründet 1933, Maxglan gegründet 1934, Itzling 1935.
Einige Jahre zuvor wurde aber in Maxglan und vor allem im damals noch selbständigen Arbeiter-und Eisenbahnerort Itzling-Gnigl bereits in losen Spielzirkeln, bzw. im Rahmen des ATSV (Arbeiterturn- und Sportverein) gespielt.
Auch ein Schachzirkel, zumindest Anfang der 1930er, in St. Johann im Pongau im damaligen Cafe´Moser, und später beim Taxenbacherwirt an der Wagreinerstrasse, folgen, mit den späteren Pongauer Spielern Andraske, Rechberger, Leitner, Holleis,..
Im November 1909 wird sogar schon in Tamsweg im Lungau eine Schachvereinsgründung beim Gast-und Kaffeehaus Brandl mit vielen Spielern zeitungsmäßig erwähnt (Obmann Dr. Franz Schierl). Im Jan. 1912 findet bereits in Hallein mit 7 TN (oder Runden?) ein kleines lokales Turnier statt.
Künstler und Schachspiel:
Der weltbekannte Literat Stefan Zweig (1881-1942) spielte gelegentlich in den 1920ern im Cafe´Bazar. Als konkretes Mitglied der Schachgesellschaft scheint er aber nicht auf. Stefan Zweig hatte auch "die seelische Superiorität des Besiegten" stark interessiert.
(in: Die Welt von Gestern). Die Niederlage soll nicht nur ertragen, sondern gemeistert werden.
Der Eisenbahner-Literat Georg Eberl hatte die Sechsmeisterturniere im Kriegsjahr Juni 1942 mit Weltmeister A. Aljechin besucht und nach dem Krieg darüber literarisch berichtet. In späteren Zeiten spielen etwa der Maler Alfred Deggendorfer (1899-1975, bei Maxglan und Mozart) intensiver. An Musikern schon Leopold Mozart, der ab 1737 in Salzburg studiert hatte, sowie auch seine Tochter Anna-Maria (Nannerl), spätere von Berchtold zu.... gelegentlich bei schlechtem Wetter.
Die Pianisten Friedrich Gulda, wenn er mal in Salzburg war und Allessandro Misciasci, wohl der Beste (und eifrigste) der Künstlerriege, oder der Bratschist P. Langgartner, der ansonst die Viola Bastarda geigt.
Der frühere Bergsteiger und bekannte Alpinist Wolfgang Axt ist zudem als guter Pongauer Ligaspieler erwähnenswert.
1925: Erster Salzburger Landesmeister
Erster Salzburger Landesmeister, damals noch ohne offiziellem Landesverband, aber von der Schachgesellschaft so ausgeschrieben, weil es auch ausserhalb der Schachgesellschaft in der Stadt gute Spieler im Lande gab, wurde im November 1925 im Café Mozart- zur Überraschung der Stadt-Salzburger- der Bischofshofner Eisenbahner August Maggi (1885-1973). Als "homum novum" (neuer Mensch) in der Presse bezeichnet. A. Maggi, der von der Grazer Schachgesellschaft her kam, spielt dann auch 1926 gegen den (geteilten) österreichischen Staatsmeister, den Wiener Siegfried R. Wolf, immerhin ein beachtliches remis (WSZ 1926).br />
Frühe gute Spieler:
1910 bis in die 1940er sind die Beamten, Alois Laschensky (1880-1945), Sohn des Musikers vom Dommusikverein, Christian Laschensky, der auch schon Ende des 19. Jhd. gespielt haben dürfte) und Wilhelm Ullrich, der Unternehmer Franz Motzko (1868-1929), der Bischofshofener Eisenbahner August Maggi, Walter Kolneder und in den 1930ern Karl Mayr wohl die besten heimischen Spieler.
1933 wird der damalige Salzburger Landesmeister Richard Wallaschek (vom Welser Arbeiterschachklub) 4. bei der österreichischen Staatsmeisterschaft, im folgenden Jahr 1934 sogar Dritter.
Ab 1928 kam stud. Erich Flir, in späteren Jahren einer der Besten, als "Zugroaster" von Tirol nach Salzburg und wirkte weit über seinen 80er in der Liga. Sein Vater Walter Flir (1881-1957) war Meisterspieler, als Jüngster einer der Mitbegründer des Innsbrucker ISK (1904), sogar Bayrischer Meister zu Kulmbach 1920 und Trainingspartner des späteren Weltklassespielers Erich Eliskases.
1929 und 1932 fanden anläßlich des 25-jährigen Jubiläums des Linzer Schachvereines, neben dem Wettkampf zwischen dem (späterem) GM Erich Eliskases gegen Rudolf Spielmann (dem letzten Ritter des Königsgambits), Vergleichskämpfe der Salzburger mit dem Linzer Schachverein auf 17 Bretter statt.
Quelle: Linzer Tagespost v. 17.4.1929, bzw. 9/1932, mit Auflistung der Spieler.
So wurde bei den Ansprachen 1929 die Not der damaligen Profi-Schachmeister beklagt und eine Schach-Notgemeinschaft gefordert.
Im Nov.1935 erfolgte erneut ein Vergleichskampf der Salzburger gegen Wels.
1936: Erste Mannschaftsmeisterschaft:
In der ersten Republik begann in Salzburg ab 1936 die Meisterschaft zwischen den damaligen drei Vereinen in der Stadt Salzburg. Organisiert durch eine Arbeitsgemeinschaft.
Ergebnis 1936:
1. SK Itzling (9,5)
2. Salzburger Schachgesellschaft (8,5)
3. SK Maxglan (6)
Die Itzlinger mit Kurt Berger, Leeb, Lehner, Reinegger, Weilguni,..siegten. Die SG stellte allerdings nur die zweite Garnitur auf. Der SK Lehen (1936) nahm noch nicht daran teil.
Dann begannen erst nach dem Krieg wieder ab 8.Oktober 1950 die Mannschaftskämpfe.
Im Ständestaat wurden die früheren Arbeiterturn-und Sportvereine (ASV, ATSV,..), die teils schon kleine inoffizielle Schachsektionen hatten, wie die Itzling-Gnigler und Maxlaner, im Jahr 1934 aufgelöst, und anschließend bis 1936 teils neu als eigene Schachvereine gegründet.
1937: Wettkampf Salzburg geg. Steyr 9,5:5,5
Der Salzburger Landesverband
Anfangs schließt sich 1910 die neue Salzburger Schachgesellschaft (wie auch der Innsbrucker SK, gegründet Febr. 1904) dem Deutschen Schachbund an. Am 3. September 1921 dann dem neu gegründeten Österreichischen Schachverband.
Quelle: Wiener Sporttagblatt v. 9.9.1921.
Dieser ÖSV wurde, nach mehreren Versuchen in der früheren Monarchie um 1890, aber erst nach dem 1. Weltkrieg, am 12. Dezember 1920 gegründet (Österreichischer Schachverein). In der Zeit der Monarchie gab es nur einen gemeinsamen Heeres-Schachverein.
Wegen der zunehmenden politischen Spannungen in dieser Zeit waren auch nicht alle österreichischen Schachvereine im ÖSV dabei. 1925 gründeten die Arbeiterschachvereine, ausgehend von Wien, zudem ihren eigenen Verband und spalteten sich ab.
1921 wurde jedenfalls von Salzburg neben dem ÖSV auch dem Bayrischen Schachbund bis 1924 (bzw. 1926, andere Quelle) beigetreten.
1921 in Regensburg und 1922/23 nahmen Salzburger Spieler an dessen Bewerben (Bayrische Meisterschaft 1922 in Innsbruck) teil.
Auch erfolgte wieder ein Austritt aus dem ÖSV. In der Salzburger Schachgesellschaft wurde in den nächsten Jahren mehrfach der Wechsel diskutiert, im Spielausschuss zwar beschlossen, dann doch nicht umgesetzt.
Es waren nur teils politische Überlegungen maßgeblich. Es hatte ja auch seine Vorteile, weil man so doch an den nahen bayrischen Bewerben (Einzelmeisterschaft) mitspielen konnte.
Erst 1927 wurde nach 1921 letztlich dem damals umstrukturierten österreichischen Verband (ÖSV) beigetreten.
In der ersten Republik gab es noch keinen Salzburger Landesverband. Dieser wurde 1927 von der SG zwar angedacht, aber dann wurde diese Koordinationsfunktion Mitte der 1930er mittels einer Arbeitsgemeinschaft der drei Vereine, der Schachgesellschaft, SK Maxglan und SK Itzling erledigt.
Im Frühjahr 1946 wurde nach dem Weltkrieg eine Eingabe an die Besatzungsmacht gerichtet, das Schach-Vereinsleben wieder aufnehmen zu dürfen. Am 18.11.1946 kommt es dann im Cafe´Mozart wieder zu einer Generalversammlung.
Am 1. Juli 1947 wird nach dem Zweiten Weltkrieg, während der US-amerikanischen Besatzungszeit, vorerst die inoffizielle Landesgruppe Salzburg gegründet, mit dem Vorsitzenden Heinz Kraupner, und erfolgte der Beitritt zum neu geschaffenenen ÖSB.
Der Materialstand war gleich null. Das Mozart war vorher noch ein Offizierscasino, das Cafe Posthof arg bombenbeschädigt. Dennoch findet bereits 1946/47 eine Stadtmeisterschaft statt, die Dr. Walchshofer gewinnt. Etliche Spieler sind umgekommen oder noch in Kriegsgefangenschaft. Einige displaced people, auch Volksdeutsche aus dem Osten, fülllen widerum die entstandenen Lücken.
Der Salzburger Landesverband wird dann offiziell am 24.8.1950, anfangs mit sechs Mitgliedern (Vereinen, bzw. Sportsektionen) gegründet.
Erster Salzburger Schachklub 1910 - Mozart
Salzburger Schachgesellschaft-Posthof
ASV-Amateure-Itzling (1951 ATSV, dann ESV, aus diesen wurde dann im Dez. 1955 der ASK),
Schachverein Bischofshofen (1950)
Schachverein Holzwerke St. Johann im Pongau (1950)
Schach-Sektion des Sportklubs Zell am See
Schon im folgenden Jahr 1951 wurde in 2 Klassen mit 9 Mannschaften zu je 8 Brettern gespielt.
Bekannte Schachzirkel, aber noch nicht Vereine, gab es damals zudem schon in Hallein, Radstadt, Schwarzach, Saalfelden (Bericht von Präs. HR Ritter v. Hoch beim ersten Landestag im Febr. 1951).
Die Zeller hatten sich aber bald wieder verabschiedet und folgte später dafür der Werksport-und Kulturverein Kaprun aus dem Pinzgau.
Seit 7. Oktober 1950 läuft die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft.
Schach in den 1940ern
Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im Cafe´Posthof statt.
Im Juni 1942 und Juni 1943 organisierte dieser welt-bedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell. Mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin und dem WM-Titel Aspiranten, dem Esten Paul Keres. Offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Ablenkung und Normalität suggerieren zu können. Auch die anderen KdF Reichsschachturniere, die es bis 1944 gab, erfolgten unter dem Zeichen der geistigen und kulturellen Truppenbetreuung.
Die hohen Erwartungen von Keres wurden aber von Aljechin noch stark gedämpft.(Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jügeren Keres, der aber doch erst in den 1950ern am stärksten war, von 1935 bis 1943 war 9:5).
Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug im Juni 1942 sogar den 50-jährigen WM Aljechin (1892-1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die linientreue Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schach´s feierte. Im Juni 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr am 2. Turnier teil. Parallell dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter ns. deutscher Führung mit dessen Verbündeten und einigen Unabhängigen gegründet, um die Nachkriegsordnung schon zu gestalten, der mit Kriegsende aber erlosch.
Der damals anwesende deutsche Meister Brinkmann aus dem Altreich, der über die Ziele des großdeutschen Schachbundes im Hotel Mirabell und seiner Tätigkeit in der HJ reverierte, gab ein Simultan, wobei er gar 14 Partien verlor, 8 remisierte und 15 gewann. Er entkam daher noch hauchdünn der Blamage.
Das Internationale Turnier Bad Gastein 1948
1948, vom 25. Mai bis 20. Jun. fand, eigentlich unglaublich, nur drei Jahre nach dem Krieg, im Kurort Bad Gastein bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundic gewann, vor dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem Ungarn Pal Benkö. Dazu gibt es zB. eine österreichische Sonderbriefmarke, bzw. Stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner.
Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek.
Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien.
1949 wurde in Salzburg Stadt ein lokales WM-Aljechin-Erinnerungsturnier abgehalten (wie auch später 1992 eines in Salzburg-Gnigl, veranstaltet von SC Inter Salzburg, zum 50jährigen Turniersieg von Aljechin, bzw. zu seinem 100. Geburtstag).
Sieger 1949: Dr. Hans Geiger, 2. Hopfinger 3. Dr. Walchshofer 4. Romanenko 5. Ing. Gerhard Bruckner.
Der frühere, weitgehend sozialdemokratische Itzlinger Schachklub der 1930er wurde Ende der 1940er wieder als anfangs (inoffizielle?) Schach-Sektion des ATSV erweckt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 die Wiedergründung des ATSV-Itzling, neben Fußball auch mit anderen Sportarten. 1946 pachtete der ATSV ein Grundstück an der Plainstraße (das heutige Anton Kronreif Sportzentrum), bei dessen Kantine später der Schachklub ASK in den 1970ern spielte.
1948: Umbenennung in Amateursportvereinigung (ASV).
Mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt-und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach Kanada auswanderte) und hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof.
Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler,....
1951 führten die Amateure in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel, Anfang der 1950er gegen Hallein
Bis diese Schachgruppe/Sektion schließlich 1955 im neu gegründeten Schachklub ASK mündete.
Entwicklung ab den 1950ern, viele Vereinsgründungen
1950 Am 11.1.1950 teilte sich die Salzburger Schachgesellschaft in die Spielstätten und Vereine Café Posthof und Café Mozart (Erster Salzburger Schachklub 1910-(später erfolgte der Zusatz: "Mozart").
1950: Die SK´s Bischofshofen , St. Johann und die Schachsektion des Sportklubs Zell a.See werden (nach Vorgängern) 1950 gegründet. Der Halleiner Schachklub Jan. 1954, es wird aber auch dort schon einige Jahre zuvor gespielt (Chronik des SK Hallein).
Schon 1950/51 gibt es vielfache Vergleichskämpfe insbesondere von Mozart gegen Venedig, Rom, Schachring-Zürich, auf 25 Bretter gegen Traunstein (mit Chiemgauern verstärkt), in Bad-Gastein gegen den Kärntner Meister ESV-Admira-Villach und Wels.
1953/1954 erfolgen Teilnahme von Mozart am europäischen Mitropa-und Westropa Cup mit guten Ergebnissen.
DI Erich Flir, Walter Wöll von Mozart und Georg Berner (Amateure Itzling) sind in den 1950er-1960ern wohl die besten Spieler. In der Zeit von 1953-1956 wurde Mozart 2x zweiter bei den österr. Vereinsstaatsmeisterschaften. Damals war Hietzing in Ö die Nr. 1.
1954/1955: Im Jan. 1954 wird der SK Hallein, im Dezember 1955 der ASK als Arbeiterschachklub von Kurt Berger u.a. gegründet, der aber quasi ein Nachfolger des früheren Itzlinger Klubs (1935), bzw. der ASV-Amateuere, ATSV, ESV-Sektion war, aber auch einige Spieler der früheren Lehener-und Maxglaner Vereine der 1930er umfasste.
Die ASKler sehen sich aber mehr als Nachfolger der Maxglaner und residieren nun nach dem früheren Sternbrau in Maxglan, Mittwochs im Violett (nach dem früheren Wastlwirt nun im Salzburg Austria Fußballer-Lokal).
Der ASK, nun der "Allgemeine Schachklub", hat heute ein sehr lebendiges Klubleben, zumal sich doch viele Spieler in das Internet und zum Notebook verzogen haben.
Im Pinzgau führte damals der Kultur-und Werksportklub Kaprun (1948), mit seinem Vorkämpfer Weikl. Auch der oö. 1. SK Bad Ischl (1936) spielte ab 1959 lange Zeit beim Salzburger Verband, Oberndorf-Laufen gründete sich 1959.
1958 wird Karl Schatzl, der Oberkellner vom Cafe´Glockenspiel, der aber beim Verein Posthof spielt, Landesmeister (dazu gibt es zB. einen amüsanten Artikel vom Salzburger Literaten Walter Müller im SN-online-Archiv).
Am 19. Juli 1959 findet in Seekirchen ein schönes Schachfest mit 8er-Mannschaften und 30-Minuten Kurzzeit-Partien statt.
Ab 1966 gab es, ausgehend vom Schachklub Freilassing, Grenzlandturniere.
1969/70 Die Landesliga wird eingeführt. Bis dahin wurde nur in einer ersten und 2. Klasse gespielt.
1973 folgten die neuen Bewerbe Landes-Blitzmeisterschaft und Landescup.
Quelle: ASK Chronik.
1974: Der Salzburg-Pongauer Maler und Grafiker Stefan Schneider (1908-1980) wird FIDE Internationaler Meister (IM) im scharfsinnigen Problemkompositionsschach (damals noch ohne Computerunterstützung, mit etwa 300 Problemkompositionen).
In den 1970ern bis Anfang der 1980er prägen die vielen guten Mozartler wie ÖM Walter Klimitschek und die Ranshofner Staatsligaspieler IM Arne Dür (aus Tirol), J. Ager, oder ÖM Prameshuber das Salzburger Schach. Um nur einige zu nennen.
1975 Mozart wird 2. bei den österreichischen Vereins-Staatsmeisterschaften (Vorgänger der Staats-und Bundeliga), nach Hietzing Wien und siegt im 1. österr. Cup.
Der engagierte Werksportverein-ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen (1998 umgegründet).
Obmann Wolfgang Hackbarth wollte der damals wohl sehr starken VÖST-Linz ausweichen und witterte in Salzburg offenbar mehr Beute. Zudem war es auch leichter erreichbar. Er hatte großen Anteil an der Gründung der Staatsliga (nun Bundesliga).
Im Café Mozart wird in den 1970/1980ern vor allem täglich Blitzschach gespielt (zB. W. Löffler, Peterwagner, Flir´s, Hamberger, oder die "berüchtigten" Cafehaus-Blitzer, Peter Moser, Seb. Kopp,...) und Partien analysiert.
Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy-und Penthousegirl Brigitta C., die sogar sehr beachtliche 1840 nat. Elo und den WMK Titel errang.
Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Cafe Mozart zum Spiel und sponserten bei den Blitzturnieren schöne Preise. Durch die Ausdünnung des Gewerbes und die internationalen Ketten hat sich das nun etwas verflüchtigt.
Der ASK oder Süd hatten immer ein sehr gutes Klubleben.
Im Turnierschach entwickelt sich weltweit ab den 1970ern das Elosystem, eine Messung der Spielstärke, die nun in Variationen für andere Sportarten herangezogen wird.
GM Paul Keres kam 1970 erneut nach Salzburg. Der frühere Weltklassespieler GM Salo Flohr gab in den 1970ern 2 Simultanvorstellungen.
Zur Zeit von Verbandspräsident Karl Groiss und Landesspielleiter Erich Schneider (1938-1992), bzw. in der Zeit von Weltmeister Bobby Fischer, kam es in den 1970-1980er Jahren zu einigen neuen Vereinsgründungen und starker Aufwärtsentwicklung.
Der ESV-Bischofshofen (1967) mit dem jungen Josef Klinger (dem späteren Großmeister), das 4x um 1980 Landescup-Finalist und Westligameister war, SC Inter-Salzburg (1973), Salzburg Süd (1979),....
1985 Der 18jährige Josef Klinger wird Herren Staatsmeister.
In den 80/90ern wirkte der USK-Uttendorf hervorragend in der Westliga (spätere Bundesliga-B) mit seinen Spitzen Hahn und Feichtner. Der Landesverband flog 1978 nach Ägypten und folgend mit 50 Leuten zu einem Freundschaftskampf und Ausflug nach Moskau.
Kombibewerbe: Die Vereine Mattighofen u. Radstadt organisieren schöne Mannschafts-Blitz, bzw. Kurzzeit-Turniere. Seekirchen schon im Juli 1959 einen Fußball-Kegel-Schachbewerb.
Die drei Stadtvereine: ASK, Inter und Mozart in den 1970-8Oern Fußball-Schach Kombibewerbe. Bad Ischl Schach-Schirennen. Also kam auch der Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz.
Vom Herbst 1984 bis 1996 gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes in Lehen, in der Strubergasse, das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex WM Michael Tal eingeweiht wurde. Betriebsmeisterschaften und Turniere wurden dort abgehalten. Zuletzt wurde allerdings mehr gewürfelt, bis es mangels Geld für Investitionen eingestellt wurde.
Salzburger Open: DI Gerhard Herndl gibt die Halleiner Schachzeitung, mit Robert Rettenbacher die Verbandszeitung SIS heraus und organisierte ab 1986 das Halleiner Schach-Open. Dieses setzte sich durchgehend im Werfen(-Tenneck) und Schwarzacher Open fort.
1992, 2.-4. 10. wird im Gnigler Kultur-und Vereinsheim ein vom Klub Inter Salzburg (Fischer/Hager/Endthaler) organisiertes 1. Intern. Salzburg Stadt- Schachopen mit 20.000 DM -Preisfonds (1 Stunde/40 Züge/int. Elowertung) im Rahmen der Mephisto-Grand-Prix Serie der ehemaligen Müchner Schachcomputerfirma abgehalten. 180 Teilnehmer
1.IM Valentin Arbakov (Russ) Elo 2345 8,5 Punkte, 2. GM Alexander Woitkiewicz (Pol) 2530 7,5
3. GM Romuald Mainka (D) 2550 7, 4. IM Bjarke Kristensen (Dän)2370 7, 5. IM Ralf Hess (D) 2345 7.
Quellen: Salzburg Krone und Staatsliga-Topchess. Hrsg.: Alexander Fauland und Hannes Krawagna.
Mit dem Manager DI Johann Fischer kam Inter Salzburg von 1990-1997 zu Sternstunden in der Staatsliga. So spielt 1993 der spätere Weltmeister Wladimir Kramnik (damals aber schon Nr. 1 der Weltrangliste) für Inter Salzburg drei Partien in der österreichischen Staatsliga bei der Schachgala im Hotel Europa mit 300 Zusehern und Mitwirkenden im Rahmenprogramm.
Die Staatsligabroschüre wird von Inter herausgegeben.
1996: Inter Salzburg wurde dritter in der Staatsliga A.
1996: Wettstreit: Mensch gegen Maschine im MCA. Salzburger Auswahl gegen Mephisto-Computer.
1996/97:' Das MMM– Turnier von Salzburg-Süd.
Vom 3.10.1996-20.3.1997 veranstaltete Salzburg-Süd unter Obmann Prof. Willi Sauberer das mit 20.000.- öS gut dotierte MMM Turnier: 1000 Jahre Salzburger Münz-Markt-und Mautrecht. Ein 9-Rundenturnier der 10 eingeladenen Salzburger Spitzen.
1. FM Reinhard Hanel (2340) 7, 2. FM Franz Hager (2240) 6,5, 3. Klaus Jürgens (D)(2185) 6, 4. MK Herbert Gottsmann (2170) 5, 5. Christoph Dölzlmüller (2170) 4,5, 6.-8. Franz Waggerl (2230), Hermann Hamberger (2205), MK Arthur Hinteregger (2140)je 4, Nico de Jongh (NL) (2110) 3, Christoph Löffler (oZ) 2. Anmerkung: internat. Elo.
1992: Jörg Kraschl Jugendstaatsmeister U-18
1997: Franz Waggerl ASKÖ-Bundesmeister
1999:Jubiläum-Schnellschachturnier: 20 Jahre Süd/25 Jahre Inter. 50.000.- ös Preisfonds.
Organisiert von Prof. Willi Sauberer, Turnierleiter: Arnold Endthaler.
1. GM Istvan Farago (Ungarn)
Die früheren Salzburger Stadtmeisterschaften wurden vom ASK gemeinsam mit deren Klubmeisterschaft organisiert und waren immer lokal recht gut besetzt. Leider hat der ASK seinen Bewerb davon abgekoppelt, wodurch sich eine Schwächung des Turnier-Angebotes für junge und gute Spieler ergeben hat.
Ab Mitte der 1980er Jahre lösen die vielfachen Möglichkeiten an immer mehr entstehenden Open-Turnieren spielen zu können, die früher üblichen Länderkämpfe, (1978-1983 noch gegen OÖ, Kärnten und Stmk.), weitgehend ab.
Dafür organisierten AK/ÖGB mit dem Verband ab 1982 für über 10 Jahre im Schachhaus die Betriebs-Schachmeisterschaften, die öfters die ambitionierten Post Spieler gewannen. Auch die SGKK, AK, Baufirmen, Bank Austria, oder die Salzburg-Krone,... nahmen etwa mit guten Mannschaften daran teil.
2000/1und 2001/2002:
Inter-Salzburg/Süd (später SIR genannt) gewinnt 2x die Bundesliga B-Mitte.<br
2003 Eva Moser wird Großmeisterin bei den Frauen
2006:Die Tamswegerin Eva Moser wird österr. Staatsmeisterin der Allgemeinen Klasse, siegt im Turnier von Augsburg, wird IM der allgem. Klasse, und erzielt eine GM-Norm.
2016: Der neue SLV-Präsident MAS Rudolf Berti und Kassier Günter Vorreiter, organisieren in St. Johann i.P. mit dem bewährten DI Gerhard Herndl hervorragend die österreichischen Staatsmeisterschaften.
Anmerkungen: Die Computer-und Internetisierung verödete zwar einige Klubleben, erhöhte aber widerum den Wissensstand gigantisch.
Schach steht in der Freizeit-und Fitnessgesellschaft in hoher Konkurrenz mit vielen Spielen und Programmen, bietet aber dem hobbymäßigen Gelegenheitsspieler, wie auch wie dem geselligen Klubmenschen, oder sportlich engagiertem Kämpfer, doch so einiges.
In der Verbandszeitung SIS, den Mozart Kurzchroniken, der beachtlichen Chronik des SC Neumarkt mit allen Daten zu den einzelnen Vereinsgründungen (Hrsg.: Dr. Martin Egger, 2015), der ASK-Klubzeitung und der 60-Jahre ASK-Chronik (v. R. Redtenbacher) sind im SLV- Internet-Archiv die weitere historische Entwicklung, die Verbands-Funktionäre, insbesondere die Einzel-und Mannschafts-Landesmeisterschaften, oder CUP-Bewerbe abgebildet.
== Einige gute Salzburger Spieler ==
1.Stärkster Salzburger Spieler war bisher Josef Klinger (jun.) aus St. Johann im Pongau, der 1985 den IM Titel (Internationaler Meister) und 1988 sogar den Grad eines IGM (Internationaler Großmeister) errungen hat.
Seine besten Erfolge (2520 Elo 7/1990, 1982, im Alter von 15 Jahren österreichischer Jugendstaatsmeister, Dritter der Jugendweltmeisterschaft 1985, im Alter von 18 Jahren 1985 und abermals 1993 österreichischer Staatsmeister (bei nur 2 Teilnahmen 2 Siege), mehrere große internationale Turniersiege, drei Mal in Zürich, Berlin, Biel, Bad Wörishofen, Werfen,...) errang er Mitte der 1980er- Anfang der 1990er Jahre, verlegte sich dann aber auf das Pokern.
2. Die geborene und dort aufgewachsene Tamswegerin IM Eva Moser, spätere Kärnterin, Grazerin, ist IM (Internationale Meisterin) der allgemeinen Klasse, mit ca. 2445 ELO (und seit 2003 WGM bei den Frauen).
2006 wird sie sogar österreichische Staatsmeister(in) der allgemeinen Klasse. Eva Moser hat allerdings noch nie beim Salzburger-LV gespielt.
3. Zudem hat Salzburg etliche FM, nationale Meister, CM und MKs hervorgebracht.
4. Frühere (historische) Spieler vor Einführung der Elozahlen können zeithistorisch vergleichend leider mangels damaliger ELO Wertung nicht angeführt werden.
Dass zB. A. Maggi 1926 gegen ÖM SR Wolf, oder der St. Johanner Andraske 1951 gegen den Wiener ÖM Leo Watzl remisiert haben, oder der Itzlinger G. Berner 1951 den Wiener ÖM Leinweber schlug, zeigt, dass auch die unbekannten historischen Salzburger Spieler schon respektvoll gewirkt hatten.
Wenngleich natürlich lange die Wiener Meisterschule in Österreich führend war.
Derzeit ist Graz das Zentrum des österreichischen Spitzenschachs, wo sich etwa 50% der Spitze und Semiprofis angesiedelt haben.
Computer, Internet und Softwareentwicklung haben Training, Analysemöglichkeit, Wissen und Tempo revolutionert und internationalisiert.
Weltweit ist infolge der Technik eine starke Verjüngung und Verbreiterung der Spitze, aber auch eine starke Internationalisierung des Schach (insbesondere nach Ost und Fernost) feststellbar.
Menschliches Genie ist hingegen immer noch nicht programmierbar.
Aufgrund des sehr hohen Trainings-Zeitaufwandes und der doch geringen finanziellen Aussichten, bleibt Schach im Westen zumeist doch nur ein schönes und interessantes Hobby.
Die österreichischen GM Mathias Ragger (Top 50 der Welt), oder IM Eva Moser sind da sehr seltene Ausnahmetalente.
International und auch in Österreich hat das inzwischen sehr gute junge Frauen-Spitzenschach stark zugenommen, während das Hobby-Breitenschach der Männer im mittleren Alter hingegen doch stagniert. Hier machen sich der Fitnesstrend, beruflicher Druck, oder sonstige PC-Spiele, bzw. Internet bemerkbar.
Titelträger und historisch höchste Elozahlen
der im Salzburger Landesverband, der über das Bundesland Salzburg hinaus reicht, geborenen, bzw. wohnhaften Spieler, also ohne Legionäre.:
Anmerkung: GM, IM, FM und CM sind internationale FIDE-Titel, eigentlich Grade (des Weltschachverbandes), ähnlich zB. im Go, oder den Kampfsportarten Judo, Karate,.. mit Gürtel- und Dan-Graden.
NM und MK sind österreichisch-nationale Titel (durch ÖSB vergeben).
(Anmerkung: Ein FM ist zB. zugleich auch NM.
Für den FM wurden früher 30 Partien über einer Ratingzahl von 2300 verlangt, nun ab 2300. CM ab 2200).
FIDE Rating
Elo sind ein mathematisches Ratingsystem (Fide Rating), eine Spielstärkemessung, die nun auch mit Modifikationen bei diversen anderen Sportarten verwendet wird. Bei Neueinsteigern, Jugendlichen, oder wenig Partien ergeben sich höhere Schwankungsbreiten und Unschärfen. Die internationale ELO lag früher (und teils jetzt noch) beim selben Spieler/in aber meist höher als die nationale Elo, weil nur Turnierspieler ab höheren Stärken erfasst waren. Die Absenkung der Einstiegszahlen und Berechnungsänderungen brachten nun gewisse Annäherungen.
Kritik: Allerdings ist durch die nun zu niedrigen Einstiegszahlen bei der Jugend, die oft schon stärker spielt, als sie Rating hat, als auch die Computerisierung, eine Deflationierung der nationalen und intern. Ratingzahlen bei vielen bisherigen Spielern merkbar, weil die zumeist im selben Pott spielen. (Gegenüber einer steigenden Zahl (Inflationierung) bei den internationalen Semi-und Profis.)
FIDE Grade (mit historisch höchsten internationalen Elo):
GM: Josef Klinger (2520, 7/1990, inaktiv)
IM Eva Moser (zudem WGM), Elo ca. 2445. 1982 geboren und aufgewachsen in Tamsweg. Sie hat allerdings noch nie im Salzburger Landesverband gespielt.
FM: Dr. med. Reinhard Hanel (2380, 7/95), Dr. techn. Harald Herndl (2375 7/98, inakt.), Jörg Kraschl (2360, 1/96, 1992: Jugendstaatsmeister U-18, inktiv), Dr. jur. Franz Hager (2340, 7/1985, inakt.), Engelbert Schöppl (2325), Dipl. Ing. Johann Fischer (2315, 1989/90, inakt.), Alman Durakovic (2310, Liste 2015, BIH (Bosnien), wohnhaft Salzburg)
CM: Arthur Hinteregger (2241, Liste 2001), Herbert Gottsmann, RA Mag. Robert Scheiblmaier (2226, Liste 2002), Johann Mayerhofer (2215, 2011).
Anmerkung: Hartmuth Schiner (2231), Liste 2015, Panajotov Radoslav (2267), Bulgarien- Klub Thalgau-Mondsee und Juro Ljubic (Cro, Schwarzach) würden zwar die Voraussetzungen erfüllen, aber bislang fehlender Antrag.
Nationale Grade des ÖSB
NM (Nationale Meister, früher ÖM):
Josef Ager (2330, Liste: 1998)
Dr. med. Walter Klimitschek (Staatsligaspieler in den 1970ern, inaktiv)
Heinz Peterwagner (2243, Liste 2003)
Wolfgang Hackbarth (Staatsligaspieler Mitte der 1970-1980er)
Ulrich Fössmeier (ist eigentlich Deutscher, 2310, ihm wurde vom ÖSB der M verliehen)
MK (Nationale Meisterkandidaten):
Juro Ljubic (CRO; 2291, Liste 2002. Von der ELO auch CM, aber fehlender Antrag); Siegfried Teufl (2258, Liste 2000), Christoph Löffler (2186), Gerhard Spiesberger, Dr jur. Harald Hicker (2174, Liste 2001, starker Spieler seit den 1960ern), Dr. Gerhard Mikenda (Bad Ischl, nun beim LVOÖ), Johann Fischbacher (LM 1978, inakt.), Wolfgang Schwaninger (der frühere Salzburger wurde in Wien MK, wie auch seine Gattin Ulrike), Georg Prüll.
WMK: aktive:
Eva Wunderl (zudem geprüfte Schiedsrichterin),
Christa Hackbarth (beide ca. 1900 ELO).
Kompositionsschach:
IM Stefan Schneider (24.4.1908-12/1980). 1974 wurde der Pongauer Maler und Grafiker FIDE-Internationaler Meister im Problemkompositionsschach (damals noch ohne Computerunterstützung mit ca. 300 beachtlichen Problemen).
Fernschach (ICCF Titel):
IM Max Aigmüller(+), 1995 Fernschach-Europameister.
IM Fritz Fleischanderl
(Beide hatten damals ihre Titel mit noch weit schwächerer Computerunterstützung erkämpft).
Anmerkungen:
Von den jüngeren Spitzen sind die Frank Brüder die aktivsten und zählen zum sehr guten Nachwuchs. Die 2150er Mathias Marchhart, Thomas Mroz, R. Azad, wie auch sonst viele gute Junge sind derzeit leider fast alle berufs-und studienbedingt, bzw. aus geänderten Freizeit-Prioritäten weitgehend inaktiv. Mit den Franks, Jakob, Prodinger, Kliegl, Fanninger, usw.,...kommen einige gute Junge nach.
Zudem haben aufgrund der Grenzlagen immer schon viele sehr gute bayrische-und deutsche Spieler in Salzburg mitgespielt: Seit den 1970ern schon, der bayrische Meister, IM Klaus Klundt (Deutscher Seniorenmeister), in den 90ern die GM Klaus Bischoff (Deutscher Meister 2013 und 2015), Stefan Kindermann, Gerald Hertneck, aktuell Hans-Joachim Hecht etwa, ...Dietrich König, Uli Fössmeier, Martin Stielfried, Andreas Lickleder. Aktuell der Freilassinger Bernhard Besner, Arnulf Westermeier..,oder auch schon langjährig, die Wiener FM Dr.Klaus Opl und Peter Roth, oder früher der steir. IM Georg Danner. Der ung. GM Peter Leko in seinen Jugendjahren bei Ranshofen. Der SC Neumarkt verstärkt sich mit Kärntnern und dem vielfachen Turniersieger FM Guido Kaspret, die Schwarzacher mit kroatischen GMs. Insbesondere Ranshofen und Ach Burghausen haben aufgrund der Grenzlage viele "Grenzgänger" in ihren Reihen.
Die aktuellen, bzw. aktiven Spitzenspieler:siehe: FIDE, Elolisten und Mannschaftsaufstellungen der SLV-Homepage.
News 2015
Im Jugendschach der Mädchen konnte Magdalena Mörwald für Salzburg bereits 6! goldene Jugend-Staatsmeistertitel erringen (zuletzt 2015 in der U-12), ihre Schwester Miriam wurde Dritte der U-14 (2015). Jugendtitel auch für Flora Haidenberger.
WMK Eva Wunderl ist Spielerin in der Frauen-Bundesliga.
Turniere
Jährlich finden im Sommer internationale Turniere im Bundesland statt:
- das Schwarzacher Open,
- das Wallersee Open in Neumarkt am Wallersee
- sowie die Seniorenstaatsmeisterschaften in Maria Alm am Steinernen Meer
Vereine (Sektionen) des Schach-Landesverbandes Salzburg
Stadt Salzburg und Umgebung
- Allgemeiner Schachklub Salzburg (ASK)
- 1. Salzburger Schachclub 1910, Mozart
- Schachklub Salzburg-Süd (Die Stadtvereine Süd-, Inter und Royal spielen unter der Spielgemeinschaft SIR)
- Schachklub Royal Salzburg (SIR)
- SC Inter Salzburg (Spielgemeinschaft SIR)
- Schulschach AG Österreich
- Heeres-Sport-Verein Wals Sektion Schach
- Sportunion Bergheim Sektion Schach
- Kroatischer Schachverein SK "Pjesak"
- (Postsportverein/Sektion Schach spielt beim ASK)
Flachgau und Tennengau
- Halleiner Schachklub
- Schachklub Golling
- Schachfreunde Rif
- Schachvereinigung Oberndorf-Laufen
- Union-Schachclub Seekirchen
- Schachclub Neumarkt
- Schachfreunde Mattighofen
- Naturfreunde Raiffeisen Mondseeland Sektion Schach
- Museumsverein Obertrum am See
- WSV-ATSV Ranshofen Schach
- SPORTUNION Raiba Hochburg-Ach Sektion Schach
(Bad Ischl spielt nun beim Landesverband Oberösterreich.)
Pongau und Pinzgau
- Sportverein Schwarzach im Pongau Sektion Schach
- Sportverein Konkordiahütte - Tenneck Sektion Schach
- Schachclub ASKÖ Radstadt
- Sportclub Taxenbach Sektion Schach
- Union Billard- und Schachclub Bruck Sektion Schach
- Union Sportclub Uttendorf Sektion Schach
- Heeres-Sportverein Saalfelden Sektion Schach
- Schachklub Zell am See
- Pinzgauer Schachsenioren
Die Einzel-und Mannschafts-Landesmeister (auch vergangener Zeiten) finden sich unter "Archiv" auf der Homepage des SLV.
Aktuell: zB.: Jugend Einzel-Landesmeisterschaft 2015
Knaben und Mädchen U/8 bis U/18 in Bergheim - Mehrzweckhalle von 14. bis 15. Februar 2015
U/18 Burschen: 1. Frank Jeremias (Neumarkt, 1850) 5 (13,5) und Jakob Tobias (Royal, 1849) 5 (13,5), 3. Rienessel Lukas (Oberndorf/Laufen, 1395) 2,
U/18, U/16 und U/14 Mädchen gemeinsam: 1. Haidenberger Flora (Neumarkt, 1524) 3,5, 2. Kraft Lena (Beste U/16 - Neumarkt, 1444) 2,5, 3. Augustin Natascha (Royal, 1413) 0.
U/16 Burschen: 1. Loreth Viktor (Oberndorf/Laufen, 1762) 2, 2. Hebeth Kevin (Ranshofen, 1194) 0.
U/14 Burschen: 1. Kipman Felix (Hallein, 1102) 9, 2. Schneeweis Elias (Ranshofen, 1320) 8, 3. Falk Fabian (Ranshofen, 1076) 7, 50), 8. Augusta Tobias (Neumarkt, 856) 3 (5,50), 9. Königstorfer Jonas (Neumarkt, 932) 1½, 10. Köckerbauer Alexander (Ranshofen, 0) 1.
U/12 Burschen: 1. Fanninger Leon (Oberndorf/Laufen, 1332) 8½, 2. Lauer Falk (Ranshofen, 1426) 7 (48), 3. Loreth Thomas (Oberndorf/Laufen, 1209) 7 (45),
U/12 und U/10 Mädchen gemeinsam: 1. Küng Lea (Neumarkt, 1017) 5,5, 2. Eichler Melanie (Neumarkt, 867) 3, 3. Azad Katrina (Royal, 892) 2,5, 4. Stadler Eva (Beste U/10 - Ranshofen, 800) 1.
U/10 Burschen: 1. Elsässer Daniel (Oberndorf/Laufen, 1133) 6, 2. Kipman Filip (Hallein, 987) 5, 3. Ferner Tobias (Bergheim, 861) 4,
U/8 Burschen: 1. Burgstaller Bastian (Neumarkt) 3, 2. Küng Simon (Neumarkt) 1.
U/8 Mädchen: 1. Horn Sarah (Royal) 3, 2. Eichler Lara (Neumarkt) 1.
Weblinks
www.chess.at ÖSB, nationales ELO Rating
www.fide.com (Weltschachverband, internationales ELO-Rating)
www.chess-results.com/ Tunier- und Spielersuche
www.chessbase.de tägliche internationale Schachnachrichten
Quellen
- Homepage des SLV
- Schach Aktiv, das österreichische Schachmagazin (monatlich) und frühere Wiener Schachzeitung.
- Salzburger Sportjahrbuch des Landes
- wikipedia /Schach/ Bundesliga /Österreich (Ergebnisse seit 1975/ Detailergebnisse seit 1991)
- SIS (Salzburger Verbandszeitung), Halleiner Schachzeitung,
- Schachvereins Chroniken:
Rettenbacher, Robert: 50 Jahre-ASK Chronik. 2005.
Dies, Rudolf: 80 Jahre-Mozart. 1990, nach der Chronik von "Mattl" (Mathias) Röhrenbacher.
Dr. Egger, Martin (Hrsg): Chronik SC Neumarkt. 2015.
Dr. Scheichl, Eduard Reithofer, Kurt Wallner,u.a.: Chronik des SK Hallein.
Chronik des SK Oberndorf-Laufen
Eder, Herbert, u.a.: 40-Jahre Schachfreunde Mattighofen. 2001.
Grundner, Alois: Online Chronik und Blog des USK-Uttendorf.
inoff. Chronik SK Seekirchen (von Fink u.a.).
Myslik: Chronik des SK Hietzing.
- Österreichische Schachrundschau. Organ des (ehemaligen) österreichischen Schachverbandes. In: Wiener Sonntagsblatt. 9.9.1921.
- Schach-Sonntag, auch "Der Sonntag". Mitteilungsecke des (ehemaligen) Linzer Abeiterschachklubs. Hrsg.: Gottfried Eibensteiner
- Süddeutsche Schachblätter 1907/1908
- Hans u.Barbara Holländer: Schachpartie. Durch Zeiten und Welten. 369 Seiten, 350 Fotos. 2005. Zur allgemeinen Schach-Kulturgeschichte.
- Institut für Spielforschung u. Spielpädagogik der Hochschule Mozarteum Salzburg. Katalog: Spielbücher und Grafik des 16.-18. Jhd.(Manfred Zollinger, G.G. Bauer).
- Sauberer, Willi: Schach-Lang-Läufer (2013), LIT Verlag.
- Sauberer, Willi: 20 Jahre weiß und schwarz. Schachklub Salzburg-Süd 1979-1999. Salzburg 1999.
- Bruns, Edward: Das Schachspiel als Phänomen der Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. 2003. LIT Verlag.
- 65 Jahre Schachnovelle. Marginalia. Randbemerkungen zur Geschichte und Kultur des Schachspiels, Bd 1, 2007 ( Hrsg. Susanna Poldauf, A.Saremba).