Franz Brunner
Franz Brunner (* 1941) ist pensionierter Malermeister und ehemaliger Gemeindearchivar der Oberpinzgauer Marktgemeinde Neukirchen am Großvenediger.
Aus seinem Leben
Zum Archivarischen kam Brunner durch seinen Malerberuf. "Durch meinen Beruf bin ich viel herumgekommen und habe Fotos und viele Meinungen gehört. Diese habe ich gesammelt und dann archiviert." Um 2005 übernahm er die Betreuung des Archivs von Neukirchen. Eigentlich wollte er all die Unterlagen an das Salzburger Landesarchiv abgeben, doch dann arbeitete er alles selber auf. Nach 16 Jahren übergab er seinem Nachfolger.[1]
Franz Brunner erzählt am liebsten Geschichten über die Menschen von früher. Von alten Briefen, die er transkribiert hat. Briefe, die etwa vom Respekt gegenüber höhergestellten Personen Zeugnis ablegen oder auch Klatsch und Tratsch weitergeben. "Da habe ich zum Beispiel Dinge von der eigenen Verwandtschaft erfahren, die ich nicht gewusst habe. Dass die Großonkel Wilderer gewesen sind zum Beispiel. So wie viele andere auch früher."
Besonders angetan haben es ihm die Menschen, die sich in der Weiterentwicklung der Gemeinde engagierten. Vor allem auch, weil die Umstände oft enorm schwierig waren. Mit Hochachtung sprach er etwa von den Leistungen des Fremdenverkehrspioniers Albert Schett (* 1847, † 1933).
Veröffentlichung
- Brunner, Franz und Stefan Unterwurzacher: 874 Jahre Neukirchen am Großvenediger. Streiflichter aus Geschichte und Gegenwart. Der Versuch einer geschichtlichen Dorfdokumentation. Salzburger Kameradschaftsbund, Neukirchen 2003.
Quelle
- Salzburger Nachrichten, 23. Juni 2021: Ein "Bankerl-Hoagascht" zur Archivübergabe in Neukirchen (Christa Nothdurfter)
Einzelnachweis
| Vorgänger |
Gemeindearchivar von Neukirchen am Großvenediger 2005?–2021 |
Nachfolger |