Stockhaus (Fronfeste): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Gerhard Ammerer]] und [[Harald Waitzbauer]] schreiben in ihrem Buch [[Wege zum Bier - 600 Jahre Braukultur]], dass das ''Kalte Brauhaus am Kai'' '''neben''' dem bestehenden Kaltenhausener Lager (oder auch Ausschank) vom Fürsterzbischof eingerichtet wurde. Die zweite Quelle<ref>''525 Jahre Hofbräu Kaltenhausen 1475 - 2000'', [[Herwig Steinkellner]], [[Alexander Prenninger]], Herausgeber [[Hofbräu Kaltenhausen]]</ref> erwähnt eine solche Trennung nicht. Später wurde aus dem Haus die [[Bräuhauskaserne]]. | [[Gerhard Ammerer]] und [[Harald Waitzbauer]] schreiben in ihrem Buch [[Wege zum Bier - 600 Jahre Braukultur]], dass das ''Kalte Brauhaus am Kai'' '''neben''' dem bestehenden Kaltenhausener Lager (oder auch Ausschank) vom Fürsterzbischof eingerichtet wurde. Die zweite Quelle<ref>''525 Jahre Hofbräu Kaltenhausen 1475 - 2000'', [[Herwig Steinkellner]], [[Alexander Prenninger]], Herausgeber [[Hofbräu Kaltenhausen]]</ref> erwähnt eine solche Trennung nicht. Später wurde aus dem Haus die [[Bräuhauskaserne]]. | ||
Version vom 26. März 2018, 20:39 Uhr
Die Fronfeste, auch Stockhaus, oder Criminalhaus genannt, stand im Süden des heutigen Kajetanerplatz im Kaiviertel in der Altstadt von Salzburg, umfasst aber auch Teile des heutigen Justizgebäudes. Dieses Gefängnis für Schwerverbrecher musste 1907 dem Bau des Justizgebäudes weichen.
Geschichte
Der Bau wurde 1562 von Fürsterzbischof Johann Jakob Kuen von Belasy begonnen. 1590 unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und nochmals 1648 unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron erweitert, diente es seit 1562 auch unter dem Namen Kriminalhaus am Theatinerplatz als Gefängnis. An der Hauptfassade, die in Richtung Kaigasse ausgerichtet war, befand sich das Lodron'sche Wappen und später eine Tafel, die von König Maximilian I. Joseph von Bayern 1812 angebracht wurde. Damals wurde es immer noch als Gefängnis benutzt. Das Gebäude wurde 1906/1907 für den Bau des Salzburger Landesgerichtsgebäudes und für die Erweiterung des Kajetanerplatzes abgerissen.
Gegenüber dem Stockhaus
Dem Stockhaus gegenüber befand sich am Theatinerplatz (Kajetanerplatz) nonnbergseitig bis 1704 das Salzburger Hofbräuhaus, das später zum Kalten Brauhaus am Kai umgebaut wurde. In der Gebäudechronik von 1885 Zillner - Geschichte der Stadt Salzburg (1. Band, S. 289) wird dieses Haus als "Kajetanerplatz 2 bezeichnet. Schon unter Hans Elsenheimer, der Stadtrichter und Bürgermeister von Salzburg, Abgeordneter zum Landtag und Begründer des Hofbräus Kaltenhausen war, muss es an dieser Stelle ein Gebäude gegeben haben. Denn 1496 verkaufte Hans Elsenheimer III. 1498 das Haus um 1 500 Gulden an Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach, der darin das Kalte Brauhaus am Kai einrichtete, das eines der Salzburger Hofbräuhäuser war.
Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer schreiben in ihrem Buch Wege zum Bier - 600 Jahre Braukultur, dass das Kalte Brauhaus am Kai neben dem bestehenden Kaltenhausener Lager (oder auch Ausschank) vom Fürsterzbischof eingerichtet wurde. Die zweite Quelle[1] erwähnt eine solche Trennung nicht. Später wurde aus dem Haus die Bräuhauskaserne.
Bildlink
- Franz Kulstrunk, "Blick auf Salzburg", um 1900, Öl auf Karton, 50,5 x 75 cm (ergänze: „Blick auf das Stockhaus am Ende der Kaigasse")
- Demolierung der Fronfeste, 1909, Quelle ÖNB
Quellen
- Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918, Salzburger Museum Carolino Augusteum, Wolfram Morath (Herausgeber), 2000, ISBN 3-901014-68-3
- 525 Jahre Hofbräu Kaltenhausen 1475 - 2000, Herwig Steinkellner, Alexander Prenninger, Herausgeber Hofbräu Kaltenhausen
- Buch Wege zum Bier - 600 Jahre Braukultur
- ↑ 525 Jahre Hofbräu Kaltenhausen 1475 - 2000, Herwig Steinkellner, Alexander Prenninger, Herausgeber Hofbräu Kaltenhausen