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Textersetzung - „Stadtbefestigung der Stadt Salzburg“ durch „Befestigung der Stadt Salzburg“
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Bereits ab dem [[15. Jahrhundert]] scheint geschichtlichen Aufzeichnungen zufolge in Salzburg das Thema von der Verwendung von „unbankmäßigen Fleisch“ auf. Es handelte sich um den Vertrieb von minderwertigem, aber nicht gesundheitsschädlichem Fleisch, das in der Fleischbeschau als „bedingt tauglich“ eingestuft wurde. Die Berichte hatten ihren Grund, denn die Fleischversorgung unterlag auch in Salzburg stets einer aufmerksamen Kontrolle, weil man um die Gefahren wusste - die bis zur Entstehung von Seuchen reichten - wenn man hier zu wenig Sorgfalt walten gelassen hätte.  
 
Bereits ab dem [[15. Jahrhundert]] scheint geschichtlichen Aufzeichnungen zufolge in Salzburg das Thema von der Verwendung von „unbankmäßigen Fleisch“ auf. Es handelte sich um den Vertrieb von minderwertigem, aber nicht gesundheitsschädlichem Fleisch, das in der Fleischbeschau als „bedingt tauglich“ eingestuft wurde. Die Berichte hatten ihren Grund, denn die Fleischversorgung unterlag auch in Salzburg stets einer aufmerksamen Kontrolle, weil man um die Gefahren wusste - die bis zur Entstehung von Seuchen reichten - wenn man hier zu wenig Sorgfalt walten gelassen hätte.  
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Im Jahr [[1616]] wurden für die auswärtigen Metzger “freie Bänke hergerichtet“ und es wird angenommen, dass es sich um die sogenannte „Rote Hütte“ handelte, in der die Möglichkeit bestand, neben bei den etablierten Metzgern auch von auswärtigen Metzgern Fleisch zu bekommen. Dabei war festgelegt, dass das Fleisch gegenüber den bodenständigen Metzgern verbilligt abgegeben werden musste. Die Rote Hütte musste außerhalb der [[Stadtbefestigung der Stadt Salzburg|Stadtmauern]] liegen und befand sich zuerst beim heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz|Hanuschplatz]]. In der Roten Hütte fanden auch Schlachtungen statt. Im Jahr [[1799]] wurden dort 798 Großtiere, 1521 Kälber, 355 Kleintiere und 150 Schweine geschlachtet. Einen Teil der Schlachtabfälle wurde durch den dortigen [[Almkanal|Kanal]] mit Wasserschwall entsorgt. Wegen des Übelgeruches hatte es offensichtlich öfters Ärgernis gegeben.  
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Im Jahr [[1616]] wurden für die auswärtigen Metzger “freie Bänke hergerichtet“ und es wird angenommen, dass es sich um die sogenannte „Rote Hütte“ handelte, in der die Möglichkeit bestand, neben bei den etablierten Metzgern auch von auswärtigen Metzgern Fleisch zu bekommen. Dabei war festgelegt, dass das Fleisch gegenüber den bodenständigen Metzgern verbilligt abgegeben werden musste. Die Rote Hütte musste außerhalb der [[Befestigung der Stadt Salzburg|Stadtmauern]] liegen und befand sich zuerst beim heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz|Hanuschplatz]]. In der Roten Hütte fanden auch Schlachtungen statt. Im Jahr [[1799]] wurden dort 798 Großtiere, 1521 Kälber, 355 Kleintiere und 150 Schweine geschlachtet. Einen Teil der Schlachtabfälle wurde durch den dortigen [[Almkanal|Kanal]] mit Wasserschwall entsorgt. Wegen des Übelgeruches hatte es offensichtlich öfters Ärgernis gegeben.  
    
Die Position der auswärtigen Metzger war nicht zuletzt auch dadurch gestärkt, weil sie an ihren Höfen am Lande vor der Stadt einen größeren Lebendviehvorrat angelegt hatten, was von der Stadtregierung zur Versorgungssicherheit sehr wertgeschätzt wurde. Im Gegensatz zu heute gab es damals noch keine Kühlhäuser.  
 
Die Position der auswärtigen Metzger war nicht zuletzt auch dadurch gestärkt, weil sie an ihren Höfen am Lande vor der Stadt einen größeren Lebendviehvorrat angelegt hatten, was von der Stadtregierung zur Versorgungssicherheit sehr wertgeschätzt wurde. Im Gegensatz zu heute gab es damals noch keine Kühlhäuser.