Endothenia oblongana: Unterschied zwischen den Versionen
MK (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt) |
K |
||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | ||
| − | ''E. oblongana'' wurde vor mehr als 100 Jahren mehrmals durch Mitterberger (1909) im Gebiet der [[Stadt Salzburg]] nachgewiesen (Zone Ia nach Embacher et al. 2011). Seither gelangen nur mehr zwei Funde im Land, das erste Mal durch Fritz Mairhuber im Jahr 1965 auf der [[Gaisberg]]spitze ([[Nördliche Kalkalpen]], Zone II) und 2015 durch Gernot Embacher im Weidmoos bei [[Lamprechtshausen]] ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]], Zone I). Die Fundmeldungen verteilen sich somit auf einen Höhenbereich von rund 400 - | + | ''E. oblongana'' wurde vor mehr als 100 Jahren mehrmals durch Mitterberger (1909) im Gebiet der [[Stadt Salzburg]] nachgewiesen (Zone Ia nach Embacher et al. 2011). Seither gelangen nur mehr zwei Funde im Land, das erste Mal durch Fritz Mairhuber im Jahr 1965 auf der [[Gaisberg]]spitze ([[Nördliche Kalkalpen]], Zone II) und 2015 durch Gernot Embacher im [[Weidmoos]] bei [[Lamprechtshausen]] ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]], Zone I). Die Fundmeldungen verteilen sich somit auf einen Höhenbereich von rund 400 - 1 300 [[m ü. A.]] (Kurz & Kurz 2015). Der Fund vom Weidmoos gelang auf einem renaturierten Hoch[[moor]], weitere Details zum Lebensraum in Salzburg sind nicht bekannt. Für Mitteleuropa nennt Razowski (2001) offene, trockene Biotope, meist Rasen und Wiesen als Lebensraum. Die Tiere fliegen in Salzburg in einer Generation pro Jahr von Juni bis September. |
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
| Zeile 17: | Zeile 17: | ||
== Weitere Bilder == | == Weitere Bilder == | ||
{{Commonscat|Endothenia oblongana}} | {{Commonscat|Endothenia oblongana}} | ||
| − | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
{{Quelle Embacher et al.}} | {{Quelle Embacher et al.}} | ||
Version vom 16. Januar 2016, 10:43 Uhr
Endothenia oblongana (Tortrix oblongana Haworth, 1811) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Tortricidae.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie
E. oblongana wurde vor mehr als 100 Jahren mehrmals durch Mitterberger (1909) im Gebiet der Stadt Salzburg nachgewiesen (Zone Ia nach Embacher et al. 2011). Seither gelangen nur mehr zwei Funde im Land, das erste Mal durch Fritz Mairhuber im Jahr 1965 auf der Gaisbergspitze (Nördliche Kalkalpen, Zone II) und 2015 durch Gernot Embacher im Weidmoos bei Lamprechtshausen (Alpenvorland und Flyschzone, Zone I). Die Fundmeldungen verteilen sich somit auf einen Höhenbereich von rund 400 - 1 300 m ü. A. (Kurz & Kurz 2015). Der Fund vom Weidmoos gelang auf einem renaturierten Hochmoor, weitere Details zum Lebensraum in Salzburg sind nicht bekannt. Für Mitteleuropa nennt Razowski (2001) offene, trockene Biotope, meist Rasen und Wiesen als Lebensraum. Die Tiere fliegen in Salzburg in einer Generation pro Jahr von Juni bis September.
Biologie und Gefährdung
Über die Lebensweise der Imagines und die Entwicklungsstadien ist aus Salzburg nichts bekannt. Nach Razowski (2001) fressen die Raupen in den Samenkapseln und Wurzeln von Cirsium (Kratzdisteln), Centaurea nigra (Schwarze Flockenblume), Dipsacus (Karde), Sabiosa (Skabiose), Plantago (Wegerich) oder Stachys (Ziest). Mangels Daten zu Lebensraum und Lebensweise ist zur Zeit keine Aussage über eine mögliche Gefährdung der Art im Land möglich.
Weiterführende Informationen
|
Projekt: Fauna und Flora von Salzburg
Weitere Bilder
Endothenia oblongana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2015. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 07 Dezember 2015].
- Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.
- Razowski, J. 2001. Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung-Verbreitung-Flugstandort-Lebensweise der Raupen. Hrsgb. Frantisek Slamka, Bratislava, 319 pp.