Aiglhof: Unterschied zwischen den Versionen

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K (Aiglhofsiedlung von Aiglhof (Gut) getrennt, da das eine ein Wohngebiet ist und das andere ein historisches Gebäude,)
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Der '''Aiglhof''' (auch Lindhof) ist ein ehemaliger Adelssitz im Stadtteil [[Mülln]] in [[Salzburg]] und zählt zu den[[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]]
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[[File:Aiglhof mit Gartenbaudenkmälern.JPG|thumb|Aiglhof mit Gartenbaudenkmälern]]
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[[File:Aiglhof Wirtschaftsgebäude.JPG|thumb|Aiglhof Wirtschaftsgebäude]]Der '''Aiglhof''' (auch Lindhof) ist ein ehemaliger Adelssitz im Stadtteil [[Mülln]] in [[Salzburg]] und zählt zu den[[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]]
  
 
== Allgemeines ==
 
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==Aiglhof (Landsitz)==
 
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Erstmals tauchte der alte Hof im [[14. Jahrhundert]] auf, als die Herren von [[Kuchl]] das Lehen [[1377]] samt den umgebenden Gründen an [[Paul Köllerer]] (Köllrer) verkauften. Paul Köllerer seinerseits schenkte den Hof seiner Tochter anlässlich deren Vermählung mit Georg Aigl, der der alten Salzburger Patrizierfamilie "Aygl zu Lind" entstammte. [[1511]] erwarb der damalige [[Salzburger Hofkanzler|Hofkanzler]] [[Wolfgang Pachhaimer|Pachaimer]] das Anwesen, das im Zuge der [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkriege]] im Jahr [[1525]] schwer beschädigt wurde. [[1588]] kaufte die bekannte Familie [[Thenn]] den Hof und [[1592]] Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. [[1596]] ging der Hof in das Eigentum des Münzmeisters [[Christoph Geizkofler]] über. Im Jahr [[1600]] wechselte der Hof in den Besitz des [[Domprobst]]es [[Michael von Wolkenstein]]. Nach dessen Tod [[1604]] sicherte sich Abt [[Martin Hattinger]] für St. Peter das ritterlehenbare Gut. Seit damals
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Erstmals tauchte der alte Hof im [[14. Jahrhundert]] auf, als die Herren von [[Kuchl]] das Lehen [[1377]] samt den umgebenden Gründen an [[Paul Köllerer]] (Köllrer) verkauften. Paul Köllerer seinerseits schenkte den Hof seiner Tochter anlässlich deren Vermählung mit Georg Aigl, der der alten Salzburger Patrizierfamilie "Aygl zu Lind" entstammte. [[1511]] erwarb der damalige [[Salzburger Hofkanzler|Hofkanzler]] [[Wolfgang Pachhaimer|Pachaimer]] das Anwesen, das im Zuge der [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkriege]] im Jahr [[1525]] schwer beschädigt wurde. [[1588]] kaufte die bekannte Familie [[Thenn]] den Hof und [[1592]] [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. [[1596]] ging der Hof in das Eigentum des Münzmeisters [[Christoph Geizkofler]] über. Im Jahr [[1600]] wechselte der Hof in den Besitz des [[Domprobst]]es [[Michael von Wolkenstein]]. Nach dessen Tod [[1604]] sicherte sich [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Martin Hattinger]] für St. Peter das ritterlehenbare Gut.  
steht der Adelssitz bis heute ständig im Eigentum des [[Erzstift St. Peter|Stiftes St. Peter]]. Unter Abt Hattinger entstanden die ältesten Teile des Schlosses und die Umfassungsmauer. Von [[1796]] bis [[1799]] ließ Abt [[Dominikus Hagenauer]] den Aiglhof erneuern und erweitern. Dabei ließ er auch die dortige Schlosskapelle mit dem Altarblatt von [[Martin Johann Schmidt]] (Kremser Schmidt) erbauen, welches die Begegnung Christi mit dem ungläubigen Thomas darstellt. Rechts von der Stiege befindet sich eine Steintafel mit drei Wappen, dem des Abtes Hattinger, dem Stiftswappen von St. Peter und dem Abtwappen von Dominkus von Hagenauer. Heute ist in dem Gebäude eine Gärtnerei des Stiftes St. Peter untergebracht.
 
  
==Aiglhofsiedlung==
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Seit damals steht der Adelssitz bis heute ständig im Eigentum des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Stiftes St. Peter]]. Unter Abt Hattinger entstanden die ältesten Teile des Schlosses und die Umfassungsmauer. Von [[1796]] bis [[1799]] ließ Abt [[Dominikus Hagenauer]] den Aiglhof erneuern und erweitern. Dabei ließ er auch die dortige Schlosskapelle mit dem Altarblatt von [[Martin Johann Schmidt]] (Kremser Schmidt) erbauen, welches die Begegnung Christi mit dem ungläubigen Thomas darstellt. Rechts von der Stiege befindet sich eine Steintafel mit drei Wappen, dem des Abtes Hattinger, dem Stiftswappen von St. Peter und dem Abtwappen von Dominkus von Hagenauer.  
===Lage===
 
Die Aiglhofsiedlung liegt in [[Maxglan#Neu-Maxglan|Neu-Maxglan]] und entstand am Rand zum Stadtteil [[Mülln]] auf den wesentlich zu [[Maxglan]] gehörigen Aiglhoffeldern. Die Siedlung wird zusammen mit den angrenzenden, dicht verbauten Gebieten von Mülln und [[Lehen]] vielfach bereits als eigener kleiner Stadtteil wahrgenommen und von der Bevölkerung vereinfacht "Aiglhof" genannt. Der Name leitet sich von dem sich bereits in Mülln befindlichen Aiglhof - auch Lindhof genannt - ab. Westlich des Aiglhofes beginnt der Stadtteil Lehen, nördlich liegt Mülln, östlich der Stadtteil [[Riedenburg]]. Innerhalb Maxglans grenzt das Gebiet an [[Burgfried]].
 
  
Geprägt wird das dicht bebaute Wohngebiet von der [[Aiglhofstraße]] samt der Aiglhofkreuzung und der [[Innsbrucker Bundesstraße]], die nach der [[Ignaz-Harrer-Straße]] in Lehen als die Straße mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in der Landeshauptstadt gilt. An öffentlichen Einrichtungen befinden sich hier die [[Sonderschule Aiglhof I]] und im nahen Mülln die [[Mülln#Müllner Volksschule|Volksschule]] sowie das [[Salzburger Landeskrankenhaus]].
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Heute sind in dem Gebäude eine Gärtnerei des Stiftes St. Peter sowie die [[Stifts- und Salzachmühle St. Peter]] untergebracht.
 
 
===Geschichte===
 
Die Verbauung der Aiglhoffelder wurde bereits [[1927]] in der damals noch eigenständigen Gemeinde Maxglan konkret geplant. Das preisgekrönte Siegerprojekt des Architekten [[Lois Welzenbacher]] ([[1889]]-[[1955]]) sah die Errichtung von 8.000 Wohnungen vor, konnte aus Geldmangel aber nicht verwirklicht werden. Zu der in Salzburg herrschenden Wohnungsnot kam nach dem [[Anschluss]] Österreichs an das Deutsche Reich noch der Bedarf an Unterkünften für die Umsiedler aus [[Südtirol]] und für die Offiziere des Wehrkreis-Generalkommandos XVIII hinzu. Im Rahmen eines neuen Aiglhof-Siedlungsprojektes entstanden bis [[1941]] drei Siedlungen, die Südtiroler Siedlung (heute Aiglhof I), die Siedlung Hötzendorfstraße-Römergasse-Radetzkystraße (Aiglhof 2) und die direkt an die Aiglhofstraße grenzende, eigentliche Aiglhofsiedlung (Aiglhof 3).
 
 
 
Die Straßen im Aiglhof wurden größtenteils nach Generälen und Admirälen der Österreichischen Monarchie, wie z.B. Franz Conrad von Hötzendorf, Wilhelm von Tegetthoff, Eduard von Böhm-Ermolli und Viktor Graf Dankl von Krasnik benannt.
 
 
 
Im Haus [[Radetzkystraße]] 10 wohnte nach [[1945]] der Schriftsteller [[Thomas Bernhard]].
 
 
 
===Nahverkehr===
 
Die Aiglhofsiedlung ist mit den [[Stadtbus|StadtBus]]-Linien {{Symbol-Obuslinie|2|#0072BC}} und {{Symbol-Obuslinie|4|#FFCB05}} sowie den Autobuslinien 20, 24 und 28 erreichbar. Mit der Inbetriebnahme der Station [[Salzburg Aiglhof (Haltestelle)|Salzburg Aiglhof]] im Bereich der Unterführung der [[Rudolf-Biebl-Straße]] wurde der dicht verbaute Stadtteil im Jahr [[2009]] an das Netz der [[S-Bahn Salzburg|Salzburger S-Bahn]] angeschlossen. Die Züge der Linien {{Symbol-S-Bahn|S2|#0673BB}} und {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} halten dort im 15-Minuten-Takt und erreichen den [[Salzburger Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] in wenigen Minuten.
 
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==
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* [https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/552714_417354121614791_100000206191704_1755476_651580090_n.jpg historische Aufnahme]
 
* [https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/552714_417354121614791_100000206191704_1755476_651580090_n.jpg historische Aufnahme]
  
{{Bezirke Stadt Salzburg}}
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Mülln]]
 
[[Kategorie:Mülln]]

Version vom 25. Mai 2015, 09:30 Uhr

Aiglhof mit Gartenbaudenkmälern
Aiglhof Wirtschaftsgebäude

Der Aiglhof (auch Lindhof) ist ein ehemaliger Adelssitz im Stadtteil Mülln in Salzburg und zählt zu dendenkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg

Allgemeines

Nach ihm benannt wurde die Aiglhofsiedlung im angrenzenden Stadtteil Maxglan. Der Name Aiglhof findet umgangssprachlich heute ebenso für den Siedlungsraum der Aiglhofsiedlung und der angrenzenden Wohn- und Krankenhausbauten in den umliegenden Stadtteilen Lehen und Mülln Verwendung. Vielfach wird dieses Gebiet heute von der Bevölkerung bereits als eigener kleiner Stadtteil aufgefasst.

Aiglhof (Landsitz)

Erstmals tauchte der alte Hof im 14. Jahrhundert auf, als die Herren von Kuchl das Lehen 1377 samt den umgebenden Gründen an Paul Köllerer (Köllrer) verkauften. Paul Köllerer seinerseits schenkte den Hof seiner Tochter anlässlich deren Vermählung mit Georg Aigl, der der alten Salzburger Patrizierfamilie "Aygl zu Lind" entstammte. 1511 erwarb der damalige Hofkanzler Pachaimer das Anwesen, das im Zuge der Bauernkriege im Jahr 1525 schwer beschädigt wurde. 1588 kaufte die bekannte Familie Thenn den Hof und 1592 Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. 1596 ging der Hof in das Eigentum des Münzmeisters Christoph Geizkofler über. Im Jahr 1600 wechselte der Hof in den Besitz des Domprobstes Michael von Wolkenstein. Nach dessen Tod 1604 sicherte sich Abt Martin Hattinger für St. Peter das ritterlehenbare Gut.

Seit damals steht der Adelssitz bis heute ständig im Eigentum des Stiftes St. Peter. Unter Abt Hattinger entstanden die ältesten Teile des Schlosses und die Umfassungsmauer. Von 1796 bis 1799 ließ Abt Dominikus Hagenauer den Aiglhof erneuern und erweitern. Dabei ließ er auch die dortige Schlosskapelle mit dem Altarblatt von Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt) erbauen, welches die Begegnung Christi mit dem ungläubigen Thomas darstellt. Rechts von der Stiege befindet sich eine Steintafel mit drei Wappen, dem des Abtes Hattinger, dem Stiftswappen von St. Peter und dem Abtwappen von Dominkus von Hagenauer.

Heute sind in dem Gebäude eine Gärtnerei des Stiftes St. Peter sowie die Stifts- und Salzachmühle St. Peter untergebracht.

Quellen

Weblinks