Stadtpfarrkirche St. Erhard: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 8. August 2013, 12:05 Uhr
Die Pfarrkirche St. Erhard befindet sich in Salzburg-Nonntal.
Geschichte
Die gotische Erhardkapelle wird zuerst 1404 erwähnt und gehörte ursprünglich zum Stift Nonnberg. Das neben der Kapelle bestehende „Siechenhaus“ für Pest- und Aussatzkranke wurde 1310 gestiftet. Die Kapelle war mit dem nächstliegenden Krankenhaus verbunden und so zuerst wesentlich als Spitalskirche genutzt. Sie war bereits dem hl. Erhard, dem wundertätigen Patron der Kranken und Armen, geweiht. Die Kapelle hatte sich zuletzt als recht baufällig (und zudem „unmodern“) erwiesen.
Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau nahm dem Stift Nonnberg die Kirche weg und schenkte sie dem Domkapitel, das hierher sein Domkapitelspital St. Johann in Stubenberg übersiedelte.
Das Salzburger Domkapitel beschloss am 5. April 1684 und am 31. März 1685 einen kompletten Neubau der Kirche. Von 1685 bis 1689 wurde dann unter Erzbischof Max Gandolf von Kuenburg vom Architekten Giovanni Gaspare Zuccalli die heutige Erhardkirche im Stil des italienischen Barock erbaut. Der Beginn der Bauarbeiten erfolgte am 2. April 1685 mit dem Abbruch der alten Kapelle. Allerdings erst nachdem 12 Messen zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit und zum Trost der armen Seelen gefeiert worden waren. Am 8. Oktober legte man dann in einer zinnernen Kapsel einen vergoldeten Gedächtnispfennig aus Silber unter den ersten Stein. Am 3. Mai 1689 folgte die Weihe des barocken Gotteshauses durch Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein.
Die Kirche besitzt eine beherrschende Tambourkuppel mit aufgesetzter Laterne, die von schlankeren Seitentürmen mit einem der Kuppel ähnelnden Helmaufsatz umrahmt wird. Das Eingangsportal ist als Portikus mit einer zweiflügeligen Treppe gestaltet und gleicht so entfernt einem herrschaftlichen Renaissanceschloss. Innen sind die prächtige hölzerne Kanzel von 1727 und vor allem der Hochaltar mit seinen beiden Seitenaltären zu erwähnen.
Gegenüber der Pfarrkirche befindet sich die Stocker W. Fleischhauer GmbH.
Quellen
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974
- Christoph Mayrhofer, Günther Rohrer (Hg.) Tausend Jahre Salzburger Münzrecht, Schriften des Vereins Freunde der Salzburger Geschichte, Sonderpublikation Nr. 2, 1996, Artikel der vergoldete Gedächtnispfennig zur Grundsteinlegung der St. Erhardkirche in Nonntal im Jahre 1686