Phyllocnistis xenia: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 23. September 2025, 16:01 Uhr
Phyllocnistis xenia M. Hering, 1936: 369 ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Gracillariidae (Miniermotten oder Blatt-Tütenmotten).
Diagnose
Imagines von P. xenia sind von jenen der Phyllocnistis labyrinthella nicht mit Sicherheit zu unterscheiden. Die Minen an [Populus alba]] (und Populus x canescens?) sind aber neben der verschiedenen Nahrungspflanze durch die breitere grünliche Kotspur von P. labyrinthella eindeutig unterscheidbar. Aus diesem Grund wird P. xenia im Allgemeinen heute als eigenständige Art aufgefasst, auch wenn das letzte Wort hier noch nicht gesprochen sein dürfte (siehe auch Huemer 2013: 210).
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
P. xenia wurde erst am 28.10.2011 zum ersten Mal in Salzburg festgestellt und ist daher in der Liste von Embacher et al. (2011) noch nicht verzeichnet. Der Autor fand an diesem Tag eine bereits ausgewaschene Mine auf der Blattoberseite einer jungen Weißpappel in der Nähe der Überfuhr in der Stadt Salzburg im Gehölzstreifen am linken Salzachufer. Im August 2018 wurde dann wenige hundert Meter weiter nördlich frische Minen, sowie auch einige Puppen an Weißpappel gefunden. Aus einer der mitgenommenen Puppen wurde allerdings keine Imago erhalten. Die beiden bisher bekannten Fundorte liegen in rund 420 bis 425 m Höhe (Kurz & Kurz 2021).
Biologie und Gefährdung
Die Raupen von P. xenia fressen nahezu ausschließlich an der Weißpappel (Populus alba), was den Hauptunterschied zu Phyllocnistis labyrinthella ausmacht. Die Raupen der letzteren Art fressen fast ausschließlich an den Blättern von Populus tremula, der Zitterpappel. Beide Arten erzeugen an den Blättern ihrer Nahrungspflanzen sehr lange und auffallend silberweiße, vielfach gewundene Gangminen mit dunkler Mittellinie, die sowohl auf der Ober- wie auch auf der Unterseite verlaufen können. Diese dunkle Kotspur ist bei P. labyrinthella fein und schwarz, bei P. xenia aber breiter und grünlich. An denselben Weißpappelbüschen, an denen 2018 die Minen von P. xenia gefunden wurden, traten auch Fraßspuren von Phyllonorycter comparella und Stigmella assimilella auf, allerdings niemals auf demselben Blatt. Weitere geeignete Lebensräume würden sich in Salzburg sonst nur in den Auwaldresten an der Salzach nörlich der Stadt Salzburg, sowie am Unterlauf der Saalach finden, sodass die Art als bedroht angesehen werden muss.
Weiterführende Informationen
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Weitere Bilder
Phyllocnistis xenia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & Kurz, M. E. 2000–2021. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 16 Dezember 2021].
- ↑ siehe Phänologie