Karl Steinocher (Widerstandskämpfer): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20. Mai 2012, 12:08 Uhr

Karl Steinocher senior (* 10. Juni 1894 in Krumau, Böhmen [Tschechoslowakei, heute Tschechien], † 16. Mai 1945 auf der Festung Hohenasperg bei Ludwigsburg) war ein Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus.
Leben
Zunächst verlief sein Leben eher bürgerlich. Steinocher gehörte dem altkatholischen Glauben an, war verheiratet und hatte drei Kinder, darunter Karl Steinocher junior. Karl Steinocher senior arbeitete als Eisenbahner im Fahrdienst, Schaffner und Zugführer.
Politischer Werdegang
Steinocher war Mitglieder der SPÖ, des Republikanischen Schutzbundes, sowie der Freien Gewerkschaft, wo er als Vertrauensmann der Eisenbahner galt und, ab Februar 1934 Mitglied der illegalen Revolutionären Sozialisten Österreichs (RSÖ). 1941 trat Steinocher KPÖ-Gruppe Reichsbahn bei.
Verhaftung und Tod
Infolgedessen wurde er am 26. Februar 1942 verhaftet, nachdem die Gestapo zuvor die RSÖ und KPÖ zerschlagen hatte. Am 15. August 1942, noch vor seiner Verurteilung, wurde er vom Gefangenenhaus Salzburg ins Zuchthaus Landsberg am Lech überstellt. Am 27. November 1942 wurde Steinocher vom Oberlandesgericht in Wien zu sieben Jahren Zuchhaus verurteilt. Jedoch trat er diese Strafe nie an. Später wurde er in die Zuchthäuser Straubing und Amberg, sowie die Festung Hohenasperg bei Ludwigsburg verlegt. Dort verstarb Steinocher, nur wenige Tage nach Kriegsende, am 16. Mai 1945 an den Haftfolgen an Lungentuberkulose.
Familie
Karl Steinocher wohnte mit seiner Ehefrau Therese, geborene Bruckbauer, und den drei Söhnen bis 1932 in Bischofshofen. Dann übersiedelte die Familie nach Salzburg-Itzling (damals zur Gemeinde Gnigl gehörend) und seit August 1934 in der Bucklreuthstraße 13. Die Witwe Therese (Resi) starb 1990 in Salzburg. Der jüngste Sohn, Karl Steinocher jun. war Eisenbahner, Gewerkschafter, SPÖ-Politiker (Gemeinderat, Landtag, Bundesrat), Landesparteiobmann der SPÖ und Landeshauptmann-Stellvertreter.
Stolperstein
In der Bucklreuthstraße Nr. 13 befindet sich ein Stolperstein für Karl Steinocher sen.