Roeslerstammia erxlebella: Unterschied zwischen den Versionen
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Über die Biologie der Art liegen aus Salzburg keine Angaben vor. Die Raupen minieren jung in den Blättern von Linden-Arten (''Tilia'' sp.), wo sie charakteristische Gangminen erzeugen. Später leben sie frei an den Blättern. Eine Beurteilung der Bestands- und damit Gefährdungssituation in Salzburg ist auf Basis der wenigen Daten nicht möglich. Außerdem wurde ''R. erxlebella'' bisher nicht gezielt gesucht und ist damit möglicherweise der faunistischen Erfassung an anderen Fundorten entgangen. | Über die Biologie der Art liegen aus Salzburg keine Angaben vor. Die Raupen minieren jung in den Blättern von Linden-Arten (''Tilia'' sp.), wo sie charakteristische Gangminen erzeugen. Später leben sie frei an den Blättern. Eine Beurteilung der Bestands- und damit Gefährdungssituation in Salzburg ist auf Basis der wenigen Daten nicht möglich. Außerdem wurde ''R. erxlebella'' bisher nicht gezielt gesucht und ist damit möglicherweise der faunistischen Erfassung an anderen Fundorten entgangen. | ||
Version vom 20. Februar 2025, 10:14 Uhr
Roeslerstammia erxlebella (Alucita erxlebella Fabricius, 1787: 256) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Roeslerstammiidae.
Diagnose
Gegenüber anderen einfarbig bronzeglänzenden Arten unterscheidet sich R. erxlebella am einfachsten durch die relativ langen, im 3. Viertel weiß beschuppten Fühler. Ggegenüber Roeslerstammia pronubella sind die Labialpalpen überwiegend gelb, höchstens das Endglied außen etwas bräunlich (bei R. pronubella außen überwiegend erzbraun). Außerdem sind bei R. pronubella in der ersten Generation die Hfl. innen meist mehr oder weniger gelblich aufgehellt (bei R. erxlebella immmer bis zur Basis braun). Die Raupen unterscheiden sich durch ihre Nahrungspflanzen: -Raupen leben an Linden (Tilia sp., jene von R. pronubella an Carpinus betulus.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
R. erxlebella wurde bisher erst wenige Male aus Salzburg gemeldet, wobei alle Funde aus dem Bereich der Stadt Salzburg stammen (aus Aigen, vom Mönchsberg und vom Rainberg, sowie aus Kasern; Zone Ia nach Embacher et al. 2024, siehe auch Kurz & Kurz 2025). Die beiden ersten Angaben durch Mitterberger (1909) liegen allerdings schon mehr als 100 Jahre zurück, und auch der bisher letzte Fund von Mairhuber aus Kasern datiert vom 15.05.1972. Entsprechend den Fundorten ist auch die Höhenverbreitung nur von 435 bis 475 m dokumentiert. Lebensraum der Art sind vermutlich trockenwarme und sonnige Ränder von Laubmischwäldern, doch liegen hierzu keine belegten Angaben vor. Die Imagines fliegen im Mai, sowie im Juli und August (Kurz & Kurz 2012).
Nachbarfaunen
Huemer (2013) meldet die Art aus allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von Nord- und Osttirol. Klimesch (1991) gib R. erxlebella aus allen drei Landesteilen von Oberösterreich an. Auch in Bayern wurde die Art rezent in allen vier Naturräumen festgestellt (Haslberger & Segerer 2016).
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie der Art liegen aus Salzburg keine Angaben vor. Die Raupen minieren jung in den Blättern von Linden-Arten (Tilia sp.), wo sie charakteristische Gangminen erzeugen. Später leben sie frei an den Blättern. Eine Beurteilung der Bestands- und damit Gefährdungssituation in Salzburg ist auf Basis der wenigen Daten nicht möglich. Außerdem wurde R. erxlebella bisher nicht gezielt gesucht und ist damit möglicherweise der faunistischen Erfassung an anderen Fundorten entgangen.
Weiterführende Informationen
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Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2012: Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 24 März 2012].
- Mitterberger, K. 1909: Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.
- ↑ siehe Phänologie