Dahlica klimeschi: Unterschied zwischen den Versionen
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Von mehreren Stellen der Salzburger [[Kalkhochalpen]] liegen Sackfunde vor, die wir zu ''D. klimeschi'' stellen. Die Fundstellen liegen im Bereich des [[Göllstock]]s (Rossfeld), des [[Hochkönig]]s (zwischen Arthurhaus und Mitterfeldalm), sowie des [[Tennengebirge]]s (Tauernscharte, Werfenerhütte) in einer Höhe von 1 400 bis 2 100 [[m ü. A.]] ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024) und gehören alle zur Zone II nach Embacher et al. (2024). Vermutlich ebenfalls hierher gehört eine mehr als 100 Jahre alte Angabe von ''Solenobia inconspicuella'' von Mitterberger (1909) von der Oberen Rositten am [[Untersberg]]. Lebensraum der Tiere sind Felsabbrüche und Felsblöcke im Karbonatgestein. Die Entwicklung der Art ist vermutlich zweijährig, doch liegen zur [[Glossar Biologie#P|Phänologie]] keine ausreichenden Daten vor. Die Imagines erscheinen je nach der Höhenlage von April bis Anfang Juni. | Von mehreren Stellen der Salzburger [[Kalkhochalpen]] liegen Sackfunde vor, die wir zu ''D. klimeschi'' stellen. Die Fundstellen liegen im Bereich des [[Göllstock]]s (Rossfeld), des [[Hochkönig]]s (zwischen Arthurhaus und Mitterfeldalm), sowie des [[Tennengebirge]]s (Tauernscharte, Werfenerhütte) in einer Höhe von 1 400 bis 2 100 [[m ü. A.]] ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2024) und gehören alle zur Zone II nach Embacher et al. (2024). Vermutlich ebenfalls hierher gehört eine mehr als 100 Jahre alte Angabe von ''Solenobia inconspicuella'' von Mitterberger (1909) von der Oberen Rositten am [[Untersberg]]. Lebensraum der Tiere sind Felsabbrüche und Felsblöcke im Karbonatgestein. Die Entwicklung der Art ist vermutlich zweijährig, doch liegen zur [[Glossar Biologie#P|Phänologie]] keine ausreichenden Daten vor. Die Imagines erscheinen je nach der Höhenlage von April bis Anfang Juni. | ||
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==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
Version vom 14. Dezember 2024, 09:30 Uhr
Dahlica klimeschi (Solenobia klimeschi Sieder, 1953: 118-119) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Psychidae.
Diagnose
Wie in der Gattung Dahlica üblich, sind die Imagines nur an Hand mikroskopisch-statistischer Merkmale sicher bestimmbar. Die Männchen besitzen jedenfalls sehr schmale Deckschuppen am Vorderflügel, eine Epiphyse fehlt. Die Säcke sind von jenen der Dahlica lichenella und Siederia pineti nicht zu unterscheiden. Allerdings wurde die Art in Salzburg bisher nur oberhalb von etwa 1550 m gefunden, wo die beiden anderen Arten nicht vorkommen.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
Von mehreren Stellen der Salzburger Kalkhochalpen liegen Sackfunde vor, die wir zu D. klimeschi stellen. Die Fundstellen liegen im Bereich des Göllstocks (Rossfeld), des Hochkönigs (zwischen Arthurhaus und Mitterfeldalm), sowie des Tennengebirges (Tauernscharte, Werfenerhütte) in einer Höhe von 1 400 bis 2 100 m ü. A. (Kurz & Kurz 2024) und gehören alle zur Zone II nach Embacher et al. (2024). Vermutlich ebenfalls hierher gehört eine mehr als 100 Jahre alte Angabe von Solenobia inconspicuella von Mitterberger (1909) von der Oberen Rositten am Untersberg. Lebensraum der Tiere sind Felsabbrüche und Felsblöcke im Karbonatgestein. Die Entwicklung der Art ist vermutlich zweijährig, doch liegen zur Phänologie keine ausreichenden Daten vor. Die Imagines erscheinen je nach der Höhenlage von April bis Anfang Juni.
Nachbarfaunen
Nach Huemer (2013) fehlt die Art in Österreich in Vorarlberg, Wien und dem Burgenland, in Nordtirol wird stattdessen Dahlica generosensis angegeben. In Oberösterreich kommt D. klimeschi nur im Alpengebiet vor, am Traunstein allerdings bereits ab einer Höhe von 450 m (Kusdas & Reichl 1974). Aus Bayern liegt nur eine zweifelhafte Angabe aus dem Alpengebiet vor (Haslberger & Segerer 2016).
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie der Art ist in Salzburg nichts bekannt. Wie bei den verwandten Arten dürften die Weibchen aber frühmorgens schlüpfen und auf die bereits am Abend oder in der Nacht geschlüpften Männchen warten. Die Raupen ernähren sich vermutlich von Steinflechten und spinnen ihre Säcke zur Verpuppung in Spalten und unter Überhängen der Felsen an. Mangels ausreichender Daten kann zur Gefährdung der Art im Land keine Aussage getroffen werden.
Weiterführende Informationen
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Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2011. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 11 Mai 2011].
- Mitterberger, K. 1909: Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: (1909), S. 195-552.
- ↑ siehe Phänologie