Dom zu den Hll. Rupert und Virgil: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 8. Mai 2007, 13:39 Uhr
Der Salzburger Dom ist das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg, der dem Heiligen Rupert und Virgil geweiht ist.
Geschichte
Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von 767 bis 774 unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des 8. Jahrhunderts war. Er wurde 1139 mit zwei hohen Kirchtürmen versehen. 1167 brannte der Dom ab. Darauf wurde der noch stattlichere Konradinische Dom errichtet, die damals größte Basilika nördlich der Alpen.
Als der Dom bei einem Brand 1598 schwer beschädigt wurde, ließ Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ihn abreißen um einen noch größeren zu bauen. Dazu ließ er auch Teile der mittelalterlichen Stadt abreißen, die heute als Plätze rund um den Dom geblieben sind.
Sein Nachfolger Markus Sittikus entfernte aber die fertiggestellten ersten Fundamente und begann mit einem kleineren Dombauwerk. Dieser Dombau (von Dombaumeister Santino Solari geplant) konnte 1628 unter Paris Lodron eingeweiht werden.
Die geschlossene Marmorfassade des Hauptfassade mit ihren beiderseitigen achteckigen Kirchtürmen und den vier Marmorfiguren bei den Eingängen blickt zum allseits umschlossenen Domplatz.
Nach dem zweiten Weltkrieg fand nach nahezu 15jähriger Wiederaufbauzeit am 1. Mai 1959 der erste Gottesdienst, abgehalten vom damaligen Erzbischof Andreas Rohracher, statt.
Salzburger Domkapitel
Domplatz
Der allseitig geschlossene Platz vor der Domfassade ist durch Arkaden, den von Giovanni Antonio Darios errichteten "Dombögen" mit dem Residenzplatz und dem Kapitelplatz, sowie mit weiteren Arkaden mit der Franziskanergasse verbunden. Südseitig schließt der Konventtraktes des Stiftes St. Peter an, nordseitig die Alte Residenz.
Die Mariensäule 1776 bis 1771 wurde von Wolfgang Hagenauer und Johann Baptist Hagenauer aus Blei eine auf einem Wolkenberg und einer Weltkugel thronende Statue der Maria Immaculata errichtet, die an den vier Seiten von je einer allegorischen Figur (Engel, Teufel, Wahrheit und Kirche) umgeben ist. An den Sockelwänden finden sich Büste und Wappen des Erbauers, Erzbischof Sigmund Graf Schrattenbach und weitere allegorische Darstellungen. Tafeln erklären hier auch den Zusammenhang der Figuren. Die Marienstatue wird im Blick von den Arkaden der Franziskanergasse mit der - schon früher angebrachten Krone bekrönt, die von zwei Engeln getragen auf der Domfassade angebracht ist.
Am Domplatz vor der Domfassade finden im Rahmen der Salzburger Festspiele seit 1920 alljährlich die Aufführungen des "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal statt.
Quelle
- Beitrag aus Altstadt von Salzburg