Mozart Kinderorchester: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Textersetzung - „„“ durch „"“)
K (Textersetzung - „““ durch „"“)
 
Zeile 7: Zeile 7:
 
Eine Kick-off-Veranstaltung gewährte im Juni 2012 erste Eindrücke dieses Projekts. Im Februar [[2013]] stellten sich die 43 Musiker im Alter zwischen 7 und 12 Jahren, die aus umliegenden Musikschulen im [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger Land]] und im [[Bayern|Bayrische]]n Umland rekrutiert worden waren, im Rahmen der [[Mozartwoche]] in zwei Konzerten erstmals der Öffentlichkeit. Das erste Konzert fand am [[3. Februar]] 2013 im Großen Saal der Stiftung Mozarteum statt. Es wurde von [[Christoph Koncz]], damals Violinist der [[Wiener Philharmoniker]], und [[Marc Minkowski]], dem Künstlerischen Leiter der Mozartwoche, dirigiert. Es umfasste Symphonien von [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]] und Johann Christian Bach, ein Mozart-Klavierkonzert mit der 12-jährigen Pianistin Marie Sophie Decker Hauzel sowie die Uraufführung eines Werks von Johannes Maria Staud.  
 
Eine Kick-off-Veranstaltung gewährte im Juni 2012 erste Eindrücke dieses Projekts. Im Februar [[2013]] stellten sich die 43 Musiker im Alter zwischen 7 und 12 Jahren, die aus umliegenden Musikschulen im [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger Land]] und im [[Bayern|Bayrische]]n Umland rekrutiert worden waren, im Rahmen der [[Mozartwoche]] in zwei Konzerten erstmals der Öffentlichkeit. Das erste Konzert fand am [[3. Februar]] 2013 im Großen Saal der Stiftung Mozarteum statt. Es wurde von [[Christoph Koncz]], damals Violinist der [[Wiener Philharmoniker]], und [[Marc Minkowski]], dem Künstlerischen Leiter der Mozartwoche, dirigiert. Es umfasste Symphonien von [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]] und Johann Christian Bach, ein Mozart-Klavierkonzert mit der 12-jährigen Pianistin Marie Sophie Decker Hauzel sowie die Uraufführung eines Werks von Johannes Maria Staud.  
  
Im Festspielsommer desselben Jahres trat das Orchester gemeinsam mit dem Orquesta Sinfónica Nacional Infantil de Venezuela ("El Sistema“) auf. Bei einer öffentlichen Probe spielte an je einem Pult je ein Kind aus jedem der beiden Orchester und konnte so die grenzüberschreitende Wirkung von Musik unmittelbar erfahren.
+
Im Festspielsommer desselben Jahres trat das Orchester gemeinsam mit dem Orquesta Sinfónica Nacional Infantil de Venezuela ("El Sistema") auf. Bei einer öffentlichen Probe spielte an je einem Pult je ein Kind aus jedem der beiden Orchester und konnte so die grenzüberschreitende Wirkung von Musik unmittelbar erfahren.
  
In der Mozartwoche [[2014]] brachte das Orchester Symphonien von Carl Philipp Emanuel Bach und Wolfgang Amadé Mozart sowie "Darf ich…“ von Arvo Pärt zu Gehör. Im Rahmen der [[Salzburger Festspiele 2014]] wurde in der [[Kollegienkirche]] Mozarts Spatzenmesse aufgeführt, gemeinsam mit dem ''Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor''.
+
In der Mozartwoche [[2014]] brachte das Orchester Symphonien von Carl Philipp Emanuel Bach und Wolfgang Amadé Mozart sowie "Darf ich…" von Arvo Pärt zu Gehör. Im Rahmen der [[Salzburger Festspiele 2014]] wurde in der [[Kollegienkirche]] Mozarts Spatzenmesse aufgeführt, gemeinsam mit dem ''Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor''.
  
 
im Februar [[2015]] konzertierte das Orchester erstmals mit dem Superar-Chor (der Verein Superar, der 2010 vom Wiener Konzerthaus, den Wiener Sängerknaben und der Caritas der Erzdiözese Wien als zentraleuropäisches Musikprojekt gegründet worden war, fördert das aktive Singen, Tanzen und Musizieren von Kindern und Jugendlichen). Gegeben wurden Werke von Mozart, Elliott Carter und [[Franz Schubert]]. Als Erzählerin begleitete [[Sunnyi Melles]].
 
im Februar [[2015]] konzertierte das Orchester erstmals mit dem Superar-Chor (der Verein Superar, der 2010 vom Wiener Konzerthaus, den Wiener Sängerknaben und der Caritas der Erzdiözese Wien als zentraleuropäisches Musikprojekt gegründet worden war, fördert das aktive Singen, Tanzen und Musizieren von Kindern und Jugendlichen). Gegeben wurden Werke von Mozart, Elliott Carter und [[Franz Schubert]]. Als Erzählerin begleitete [[Sunnyi Melles]].
Zeile 16: Zeile 16:
  
 
=== Das Jubiläumsjahr 2023 ===
 
=== Das Jubiläumsjahr 2023 ===
Im Jahr [[2023]] konnte das Orchester den 10. Jahrestag seines ersten Konzerts feiern. Doch die Zukunft war ungewiss. Das Projekt werde aus finanziellen Gründen eingestellt, sagte [[Rainer Heneis]], Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum. Die wirtschaftliche Situation der Stiftung sei angespannt. Das Orchester koste 150 000 Euro pro Jahr, das sei die Hälfte des für Kinderprojekte verfügbaren Budgets. Ausbildung sei keine Kernkompetenz der Stiftung, man müsse Stimmgruppenbetreuer einkaufen. Künftig wolle man stattdessen Kammerensembles fördern und jungen Musikern in Managementkursen "die Tür zur Berufslaufbahn öffnen“.  
+
Im Jahr [[2023]] konnte das Orchester den 10. Jahrestag seines ersten Konzerts feiern. Doch die Zukunft war ungewiss. Das Projekt werde aus finanziellen Gründen eingestellt, sagte [[Rainer Heneis]], Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum. Die wirtschaftliche Situation der Stiftung sei angespannt. Das Orchester koste 150 000 Euro pro Jahr, das sei die Hälfte des für Kinderprojekte verfügbaren Budgets. Ausbildung sei keine Kernkompetenz der Stiftung, man müsse Stimmgruppenbetreuer einkaufen. Künftig wolle man stattdessen Kammerensembles fördern und jungen Musikern in Managementkursen "die Tür zur Berufslaufbahn öffnen".  
  
Somit sah es danach aus, dass das Jubiläumskonzert am [[5. Februar]] 2023 das letzte des Mozart Kinderorchesters in der ursprünglichen Form war. Um aber dem Klangkörper eine Zukunft zu ermöglichen, sei man – so Heneis – mit Institutionen wie [[Mozarteumorchester Salzburg|Mozarteumorchester]], [[Musikum Salzburg|Musikum]] und [[Universität Salzburg|Universität]] im Gespräch. Der frühere Chefdirigent Christoph Koncz äußerte sich über den Neustart wohlwollend: "Die Initiative besitzt Signalwirkung.Die "Klangkarton“-Kinderkonzerte wurden nicht in die Sparmaßnahmen einbezogen, die Stiftung trennte sich aber von [[Antje Blume-Müller]], der Leiterin der Kindersparte.
+
Somit sah es danach aus, dass das Jubiläumskonzert am [[5. Februar]] 2023 das letzte des Mozart Kinderorchesters in der ursprünglichen Form war. Um aber dem Klangkörper eine Zukunft zu ermöglichen, sei man – so Heneis – mit Institutionen wie [[Mozarteumorchester Salzburg|Mozarteumorchester]], [[Musikum Salzburg|Musikum]] und [[Universität Salzburg|Universität]] im Gespräch. Der frühere Chefdirigent Christoph Koncz äußerte sich über den Neustart wohlwollend: "Die Initiative besitzt Signalwirkung." Die "Klangkarton"-Kinderkonzerte wurden nicht in die Sparmaßnahmen einbezogen, die Stiftung trennte sich aber von [[Antje Blume-Müller]], der Leiterin der Kindersparte.
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester auf web.archive.org, archiviert [https://web.archive.org/web/20121017220624/http://www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester.html am 1. Oktober 2012], [https://web.archive.org/web/20130331145028/http://www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester.html am 31. März 2013], [https://web.archive.org/web/20150225104342/http://www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester.html am 25. Februar 2015] und [https://web.archive.org/web/20180207013709/http://www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester.html am 7. Februar 2018]
 
* www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester auf web.archive.org, archiviert [https://web.archive.org/web/20121017220624/http://www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester.html am 1. Oktober 2012], [https://web.archive.org/web/20130331145028/http://www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester.html am 31. März 2013], [https://web.archive.org/web/20150225104342/http://www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester.html am 25. Februar 2015] und [https://web.archive.org/web/20180207013709/http://www.mozarteum.at/klangkarton/mozart-kinderorchester.html am 7. Februar 2018]
* Kopien eines am 23. Februar 2015 "wegen fehlender enzyklopädischer Relevanz oder Darstellung selbiger“ gelöschten Wikipedia-Artikels "[https://de.wikipedia.org/wiki/Mozart_Kinderorchester Mozart Kinderorchester], übernommen auf [https://marjorie-wiki.de/wiki/Mozart_Kinderorchester marjorie-wiki] ("ein wiki der artikel, die für (noch) nicht relevant in der wikipedia eingestuft wurden“) und [https://regiowiki.at/wiki/Mozart_Kinderorchester Regiowiki]
+
* Kopien eines am 23. Februar 2015 "wegen fehlender enzyklopädischer Relevanz oder Darstellung selbiger" gelöschten Wikipedia-Artikels "[https://de.wikipedia.org/wiki/Mozart_Kinderorchester Mozart Kinderorchester]", übernommen auf [https://marjorie-wiki.de/wiki/Mozart_Kinderorchester marjorie-wiki] ("ein wiki der artikel, die für (noch) nicht relevant in der wikipedia eingestuft wurden") und [https://regiowiki.at/wiki/Mozart_Kinderorchester Regiowiki]
 
*[[Salzburger Nachrichten]], 3. Februar 2023: [https://www.sn.at/mozartwoche/stiftung-mozarteum-trennt-sich-von-mozart-kinderorchester-133513990 Stiftung trennt sich von Mozart Kinderorchester] ([[Florian Oberhummer]])
 
*[[Salzburger Nachrichten]], 3. Februar 2023: [https://www.sn.at/mozartwoche/stiftung-mozarteum-trennt-sich-von-mozart-kinderorchester-133513990 Stiftung trennt sich von Mozart Kinderorchester] ([[Florian Oberhummer]])
  

Aktuelle Version vom 2. März 2023, 09:57 Uhr

Das Mozart Kinderorchester (der Stiftung Mozarteum Salzburg) ist ein von der Stiftung Mozarteum Salzburg unterhaltenes klassisches Ensemble, das aus Kindern im Alter zwischen 7 und 12 Jahren besteht.

Geschichte

Gründung und Entwicklung

Das Projekt wurde im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Ziel war es, junge Musiker motivieren und wichtige Impulse setzen. Gerade Mozarts Gedankenwelt, so die Überlegung, eigne sich als Zentrum eines solchen Projekts besonders gut. Orchestererfahrung könne nicht früh genug beginnen. Bereits sehr junge Musiker seien längst imstande, die technischen und musikalischen Anforderungen der Werke Mozarts (und anderer Komponisten) zu erfüllen und ihre Spielfreude auf das Publikum zu übertragen.

Eine Kick-off-Veranstaltung gewährte im Juni 2012 erste Eindrücke dieses Projekts. Im Februar 2013 stellten sich die 43 Musiker im Alter zwischen 7 und 12 Jahren, die aus umliegenden Musikschulen im Salzburger Land und im Bayrischen Umland rekrutiert worden waren, im Rahmen der Mozartwoche in zwei Konzerten erstmals der Öffentlichkeit. Das erste Konzert fand am 3. Februar 2013 im Großen Saal der Stiftung Mozarteum statt. Es wurde von Christoph Koncz, damals Violinist der Wiener Philharmoniker, und Marc Minkowski, dem Künstlerischen Leiter der Mozartwoche, dirigiert. Es umfasste Symphonien von Mozart und Johann Christian Bach, ein Mozart-Klavierkonzert mit der 12-jährigen Pianistin Marie Sophie Decker Hauzel sowie die Uraufführung eines Werks von Johannes Maria Staud.

Im Festspielsommer desselben Jahres trat das Orchester gemeinsam mit dem Orquesta Sinfónica Nacional Infantil de Venezuela ("El Sistema") auf. Bei einer öffentlichen Probe spielte an je einem Pult je ein Kind aus jedem der beiden Orchester und konnte so die grenzüberschreitende Wirkung von Musik unmittelbar erfahren.

In der Mozartwoche 2014 brachte das Orchester Symphonien von Carl Philipp Emanuel Bach und Wolfgang Amadé Mozart sowie "Darf ich…" von Arvo Pärt zu Gehör. Im Rahmen der Salzburger Festspiele 2014 wurde in der Kollegienkirche Mozarts Spatzenmesse aufgeführt, gemeinsam mit dem Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor.

im Februar 2015 konzertierte das Orchester erstmals mit dem Superar-Chor (der Verein Superar, der 2010 vom Wiener Konzerthaus, den Wiener Sängerknaben und der Caritas der Erzdiözese Wien als zentraleuropäisches Musikprojekt gegründet worden war, fördert das aktive Singen, Tanzen und Musizieren von Kindern und Jugendlichen). Gegeben wurden Werke von Mozart, Elliott Carter und Franz Schubert. Als Erzählerin begleitete Sunnyi Melles.

Im Jahr 2018 war das Ensemble bereits auf rund 70 Mitglieder angewachsen.

Das Jubiläumsjahr 2023

Im Jahr 2023 konnte das Orchester den 10. Jahrestag seines ersten Konzerts feiern. Doch die Zukunft war ungewiss. Das Projekt werde aus finanziellen Gründen eingestellt, sagte Rainer Heneis, Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum. Die wirtschaftliche Situation der Stiftung sei angespannt. Das Orchester koste 150 000 Euro pro Jahr, das sei die Hälfte des für Kinderprojekte verfügbaren Budgets. Ausbildung sei keine Kernkompetenz der Stiftung, man müsse Stimmgruppenbetreuer einkaufen. Künftig wolle man stattdessen Kammerensembles fördern und jungen Musikern in Managementkursen "die Tür zur Berufslaufbahn öffnen".

Somit sah es danach aus, dass das Jubiläumskonzert am 5. Februar 2023 das letzte des Mozart Kinderorchesters in der ursprünglichen Form war. Um aber dem Klangkörper eine Zukunft zu ermöglichen, sei man – so Heneis – mit Institutionen wie Mozarteumorchester, Musikum und Universität im Gespräch. Der frühere Chefdirigent Christoph Koncz äußerte sich über den Neustart wohlwollend: "Die Initiative besitzt Signalwirkung." Die "Klangkarton"-Kinderkonzerte wurden nicht in die Sparmaßnahmen einbezogen, die Stiftung trennte sich aber von Antje Blume-Müller, der Leiterin der Kindersparte.

Quellen