Schweizerhäusl: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Schweizerhäusl, nach 1920 errichtet, war ein kleines Ausflugsgasthaus mit einem sehr schöne Aussicht bietenden Gastgarten. Der Gastbetrieb ist schon seit vielen Jahren geschlossen, das Haus dient nun in erweiterter Form privaten Wohnzwecken. Die Zufahrt zum Schweizerhäusl erfolgt über den [[Doblerweg]], der sich knapp vor dem ehemaligen Gasthaus in einen schmalen Fußweg verengt und dann nach teilweise steilem Anstieg auf den Kapuzinerberg führt. | Das Schweizerhäusl, nach 1920 errichtet, war ein kleines Ausflugsgasthaus mit einem sehr schöne Aussicht bietenden Gastgarten. Der Gastbetrieb ist schon seit vielen Jahren geschlossen, das Haus dient nun in erweiterter Form privaten Wohnzwecken. Die Zufahrt zum Schweizerhäusl erfolgt über den [[Doblerweg]], der sich knapp vor dem ehemaligen Gasthaus in einen schmalen Fußweg verengt und dann nach teilweise steilem Anstieg auf den Kapuzinerberg führt. | ||
Version vom 19. Februar 2021, 20:11 Uhr
Das Schweizerhäusl ist ein nach 1920 errichtetes Gebäude am Osthang des Kapuzinerberges, genauer am Ostabhang des Fürberges in der Stadt Salzburg, das lange Zeit als Ausflugsgasthaus genutzt war.
Geografie
Das Gebäude befindet sich am ostseitigen Abhang des Kapuzinerberges, d. h. auf dem Fürberg oberhalb des Einkaufszentrums Zentrum im Berg. Es wurde auf dem Unteren Gnigler Kavalier errichtet, einer Wehrplattform aus dem Dreißigjährigen Krieg.
Geschichte
Funde aus Bronzezeit am Ostabhang des Kapuzinerberges lassen im Raum deutlich oberhalb des Schweizerhäusls auf frühzeitliche Siedlungsstellen schließen. Weiter westlich sind auf dem Berg auch Funde der Jungsteinzeit bekannt. Bei Grabungen 1958 von Landesarchäologe Dr. Martin Hell konnte in der etwa 1,5 m starken Bodendecke über dem Hauptdolomit des Berges etliche Zeugnisse aus der Jungsteinzeit, darunter ein Messer aus Feuerstein und Tonscherben gefunden werden. In höheren Lagen fanden sich zahlreiche Gefäß-Scherben aus der Bronzezeit, ein Ohrring u. a. m. Der Kapuzinerberg ist somit ein sehr alter Siedlungsraum Salzburgs.[1] In der Publikation über die Frühgeschichte Salzburgs verweist im Salzburg-Atlas (Blatt 1/1) Fritz Moosleitner vom oberen Ostabhang des Berges konkret auf Funde der Bronzezeit, die jüngeren Funde der Hallstattzeit und der La-Tène-Zeit stammen vom Raum des Westrandes des Kapuzinerberg-Plateaus.
Das Schweizerhäusl, nach 1920 errichtet, war ein kleines Ausflugsgasthaus mit einem sehr schöne Aussicht bietenden Gastgarten. Der Gastbetrieb ist schon seit vielen Jahren geschlossen, das Haus dient nun in erweiterter Form privaten Wohnzwecken. Die Zufahrt zum Schweizerhäusl erfolgt über den Doblerweg, der sich knapp vor dem ehemaligen Gasthaus in einen schmalen Fußweg verengt und dann nach teilweise steilem Anstieg auf den Kapuzinerberg führt.
Die Lage und Ausblicke vom Schweizerhäusl
Literatur
- Zwink, Eberhard (Hrsg.), Autoren: Dopsch, Heinz; Heger, Norbert; Heinisch, Reinhard Rudolf; Schlegel, Richard; Schlegel, Walter; Wagner, Franz; Walterskirchen, Gerhard und Zaisberger, Friederike: 900 Jahre Festung Hohensalzburg, Landesfest 4. bis 12. Juni 1977, Schriftenreihe des Landespressebüros, Salzburg 1977
- Medicus, Reinhard : Die Wehrbauten Paris Lodrons am Kapuzinerberg, 1. und 2. Teil. In: Bastei − Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 58. Jahrgang, 1. Folge, S. 11−17, und 2. Folge, S. 25-19, Salzburg 2008
- Medicus, Reinhard : Gutshöfe und Steinbrüche am Kapuzinerberg, In: Bastei - Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg, 58. Jahrgang 4. Folge, Salzburg 2008.
Einzelnachweis
- ↑ www.sn.at Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 6. September 1958, Seite 7