Georg Kößner (junior): Unterschied zwischen den Versionen
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Er war Gründungsmitglied der [[Trachtenmusikkapelle Goldegg|Musikkapelle Goldegg]], deren Leitung er während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] provisorisch übernahm. Von [[1919]] bis [[1931]] war er [[Christlichsoziale Partei|christlich-sozialer]] Bürgermeister der Gemeinde Goldeggweng. Bis zum Anschluss im März 1938 war Kößner Funktionär der Vaterländischen Front. | Er war Gründungsmitglied der [[Trachtenmusikkapelle Goldegg|Musikkapelle Goldegg]], deren Leitung er während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] provisorisch übernahm. Von [[1919]] bis [[1931]] war er [[Christlichsoziale Partei|christlich-sozialer]] Bürgermeister der Gemeinde Goldeggweng. Bis zum Anschluss im März 1938 war Kößner Funktionär der Vaterländischen Front. | ||
| − | Seit [[1910]] war er verheiratet mit Therese, geborene Holzmann (* 2. Dezember 1880 in [[Pfarrwerfen]]; † November [[1944]]) | + | Seit [[1910]] war er verheiratet mit Therese, geborene Holzmann (* 2. Dezember 1880 in [[Pfarrwerfen]]; † November [[1944]]). Ihr einziger Sohn [[Georg Kößner (NS-Opfer)|Georg Jakob]] (* [[30. Juli]] [[1919]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/goldegg/TFBVII/?pg=12 Taufbuch der Pfarre Goldegg, Band VII, S. 8.]</ref>, wurde am [[8. März]] [[1945]] in [[Glanegg]] hingerichtet. |
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| − | Um den Kriegseinsatz seines Sohnes in der [[Deutsche Wehrmacht|Wehrmacht]] zu verhindern, verursachte er ihm zunächst [[1943]] einen Beinbruch und unterstützte ihn bei seiner [[SS-Todesschwadron jagte Deserteure am Böndlsee|Desertation]] so weit er konnte. Allerdings wurde er daraufhin am [[2. Juli]] [[1944]] inhaftiert und am [[11. August]] 1944 in das [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] verbracht. | + | Um den Kriegseinsatz seines Sohnes in der [[Deutsche Wehrmacht|Wehrmacht]] zu verhindern, verursachte er ihm zunächst [[1943]] einen Beinbruch und unterstützte ihn bei seiner [[SS-Todesschwadron jagte Deserteure am Böndlsee|Desertation]] so weit er konnte. Allerdings wurde er daraufhin am [[2. Juli]] [[1944]] inhaftiert und am [[11. August]] 1944 in das [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] verbracht. Nach der Befreiung des Lagers durch [[USA|amerikanische]] Truppen im Mai [[1945]] kehrte er nach Goldegg-Weng zurück. |
Dort heiratete Kößner am [[21. Mai]] [[1951]] in zweiter Ehe Barbara, geborene Holzmann, die Schwester seiner verstorbenen Frau. | Dort heiratete Kößner am [[21. Mai]] [[1951]] in zweiter Ehe Barbara, geborene Holzmann, die Schwester seiner verstorbenen Frau. | ||
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Version vom 17. November 2020, 17:34 Uhr
Georg Kößner junior (* 18. März 1877 in Goldeggweng-Mitterstein; † 7. September 1962 in Goldegg-Weng)[1] war Trogerbauer, Wengerwirt und Bürgermeister der Pongauer Gemeinde Goldeggweng.
Leben
Georg Josef Kößner war der Sohn des gleichnamigen Oberwengbauern und Wenger Wirts Georg Kößner (* 1843; † 1911) und seiner Frau Maria, geborene Steinberger (* 1843)[2].
Wie sein Vater war Oberwengbauer am Trog und Wirt am Seemair-Gut in Goldeggweng.
Er war Gründungsmitglied der Musikkapelle Goldegg, deren Leitung er während des Ersten Weltkrieges provisorisch übernahm. Von 1919 bis 1931 war er christlich-sozialer Bürgermeister der Gemeinde Goldeggweng. Bis zum Anschluss im März 1938 war Kößner Funktionär der Vaterländischen Front.
Seit 1910 war er verheiratet mit Therese, geborene Holzmann (* 2. Dezember 1880 in Pfarrwerfen; † November 1944). Ihr einziger Sohn Georg Jakob (* 30. Juli 1919)[3], wurde am 8. März 1945 in Glanegg hingerichtet.
Um den Kriegseinsatz seines Sohnes in der Wehrmacht zu verhindern, verursachte er ihm zunächst 1943 einen Beinbruch und unterstützte ihn bei seiner Desertation so weit er konnte. Allerdings wurde er daraufhin am 2. Juli 1944 inhaftiert und am 11. August 1944 in das Konzentrationslager Dachau verbracht. Nach der Befreiung des Lagers durch amerikanische Truppen im Mai 1945 kehrte er nach Goldegg-Weng zurück.
Dort heiratete Kößner am 21. Mai 1951 in zweiter Ehe Barbara, geborene Holzmann, die Schwester seiner verstorbenen Frau.
Quellen
- Salzburger Amtskalender
- Homepage des Vereins der Freunde des Deserteurdenkmals in Goldegg (abgerufen am 14. Mai 2020).
Einzelnachweise
| Vorgänger |
Bürgermeister der Gemeinde Goldeggweng 1919–1931 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
prov. Kapellmeister der Musikkapelle Goldegg 1914-1918 |
Nachfolger |
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- Gestorben 1962