Schüttkasten beim Sigmundstor: Unterschied zwischen den Versionen
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== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||
Der Schüttkasten hat drei | Der Schüttkasten hat drei Geschoße. Im Erdgeschoß befinden sich sechs Rundbogenportale und darüber zwei Geschoße mit den ehemaligen Lagern und Speichern. | ||
An der Vorderseite befindet sich ein Wappen mit der lateinischen Inschrift: | An der Vorderseite befindet sich ein Wappen mit der lateinischen Inschrift: | ||
<blockquote>"''Ioannes Ernestus Archiep:(iscopus) et P(ri)n(se)ps Salzb:(urgensis) S:(ancta) Sed:(is) Ap:(ostolicae) Leg:(atus) Nat:(us) | <blockquote>"''Ioannes Ernestus Archiep:(iscopus) et P(ri)n(se)ps Salzb:(urgensis) S:(ancta) Sed:(is) Ap:(ostolicae) Leg:(atus) Nat:(us) − ex fundamento exstruxit A:(nn)o M.DC.XCVII"''</blockquote> Die Übersetzung lautet: ''[[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein|Johann Ernst]] [[Fürsterzbischof|Bischof und Fürst]] von [[Salzburg]], geborener Legat des Heiligen Apostolischen Stuhls − hat von Grund auf dieses Gebäude errichten lassen im Jahr des Herrn [[1697]].'' | ||
Heute befindet sich in dem ehemaligen Schüttkasten das [[Kartenbüro der Salzburger Festspiele]]. | Heute befindet sich in dem ehemaligen Schüttkasten das [[Kartenbüro der Salzburger Festspiele]]. | ||
== Nebengebäude == | == Nebengebäude == | ||
[[1806]] wurde Schüttkasten gegenüberliegend an der Rückseite der Schauwand ein | [[1806]] wurde dem Schüttkasten gegenüberliegend an der Rückseite der Schauwand ein eingeschoßiges Magazin errichtet. [[1940]] wurden zwei Torbauten mit Garagen angebaut, sodass der Innenhof geschlossen war. Später wurde der Torbau am Schüttkasten wieder abgerissen und der andere Torbau in den Jahren [[1984]] bis [[1988]] in das [[Café Niemetz]] umgebaut. Heute existiert nur mehr das Torgebäude des ehemaligen Café Niemetz.<ref>Salzburger Nachrichten, Salzburger Festspiele Spezial, Juli 2919</ref> | ||
== Quelle == | == Quelle == | ||
Version vom 17. Oktober 2019, 17:24 Uhr

Der Schüttkasten ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Salzburger Altstadt.
Lage
Das Gebäude befindet sich am Herbert-von-Karajan-Platz Nr. 11 östlich des Sigmundstors und westlich hinter der Pferdeschwemme.
Geschichte
Zuvor befand sich hier ein Steinbruch, aus dem der Nagelfluh für den Salzburger Dom gebrochen wurde. Ab 1695 wurde dort unmittelbar an der Felswand des Mönchsbergs ein Getreide- und Heuspeicher für den gegenüberliegenden Hofmarstall errichtet. Weil das funktionale Gebäude gegenüber der Prunkfassade des Hofmarstalls vergleichsweise einfach war, wurde es durch eine Schauwand kaschiert, die mit Gemälden geschmückte wurde.
Beschreibung
Der Schüttkasten hat drei Geschoße. Im Erdgeschoß befinden sich sechs Rundbogenportale und darüber zwei Geschoße mit den ehemaligen Lagern und Speichern.
An der Vorderseite befindet sich ein Wappen mit der lateinischen Inschrift:
"Ioannes Ernestus Archiep:(iscopus) et P(ri)n(se)ps Salzb:(urgensis) S:(ancta) Sed:(is) Ap:(ostolicae) Leg:(atus) Nat:(us) − ex fundamento exstruxit A:(nn)o M.DC.XCVII"
Die Übersetzung lautet: Johann Ernst Bischof und Fürst von Salzburg, geborener Legat des Heiligen Apostolischen Stuhls − hat von Grund auf dieses Gebäude errichten lassen im Jahr des Herrn 1697.
Heute befindet sich in dem ehemaligen Schüttkasten das Kartenbüro der Salzburger Festspiele.
Nebengebäude
1806 wurde dem Schüttkasten gegenüberliegend an der Rückseite der Schauwand ein eingeschoßiges Magazin errichtet. 1940 wurden zwei Torbauten mit Garagen angebaut, sodass der Innenhof geschlossen war. Später wurde der Torbau am Schüttkasten wieder abgerissen und der andere Torbau in den Jahren 1984 bis 1988 in das Café Niemetz umgebaut. Heute existiert nur mehr das Torgebäude des ehemaligen Café Niemetz.[1]
Quelle
Einzelnachweis
- ↑ Salzburger Nachrichten, Salzburger Festspiele Spezial, Juli 2919