Katschthaler Kreuz: Unterschied zwischen den Versionen
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Pilger hatte schon in den Jahren [[1905]] bis [[1912]] im Auftrag des Salzburger Erzbischof Kardinal [[Johann V. Baptist Katschthaler]] 20 Steinskulpturen geschaffen. | Pilger hatte schon in den Jahren [[1905]] bis [[1912]] im Auftrag des Salzburger Erzbischof Kardinal [[Johann V. Baptist Katschthaler]] 20 Steinskulpturen geschaffen. | ||
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| + | * [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19200928&seite=6&zoom=33&query=%22karolinenh%C3%B6he%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 28. September 1920, Kreuzaufstellung | ||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | ||
Version vom 28. November 2018, 21:57 Uhr
Das Katschthaler Kreuz ist ein Kreuz auf dem Salzburger Mönchsberg.
Lage
Es befindet sich am nordöstlichen Rand des Grundstücks der Grasmayr-Villa am Weg von der Karolinenhöhe zur buddhistischen Stupa bei der Franz Josefs- und Elisabeth-Höhe auf fast gleicher Höhe wie die Karolinenhöhe, also um 500 m ü. A..
Geschichte
Laut einer Tafel beim Katschthaler Kreuz wird dieser Punkt im Volksmund "Karolinenhöhe" genannt, was nicht ganz richtig sein kann, da die Karolinenhöhe, zwar nur vielleicht 20 Meter entfernt sich erhebt, aber jedenfalls einige Meter höher und historisch auch dort belegt ist.
An der Stelle des heutigen Katschthaler Kreuzes befand sich schon früher ein Kreuz. Dieses ist durch ein Landschaftsgemälde von Hubert Sattler, durch Fotografien und Zeitungsartikel belegt.
1895 wurde das erste Kreuz auf Initiative von Dr. Alois Kaltenhauser, Stadtpfarrer von St. Blasius und durch Spenden errichtet.
Am Sonntag, den 15. September 1895, wurde das Kreuz von der Bürgerspitalskirche St. Blasius in einer Prozession von Mitgliedern des Katholischen Arbeitervereines heraufgebracht.
Es war das alljährliche Fest der "Kreuzerhöhung" (14. September), dem zweiten Hauptfest der Kreuzbruderschaft. Beide, der Katholische Arbeiterverein und die Kreuzbruderschaft, waren in der Bürgerspitalspfarre beheimatet.
Das Kreuz selbst war industriell gefertigt worden, der Korpus besteht aus Gusseisen.
Möglicherweise war die Friedensinitiative von Papst Benedikt XV. im Sommer 1917 ausschlaggebend, dass sich der Bildhauer Johannes Piger (* 1848; † 1932) entschlossen, durch eine persönliche Spendensammlung das heutige Kreuz zu schaffen.
Die Salzburger Chronik vom 15. September 1917 berichtete, dass Piger im September 1917 an diesem Kreuz arbeitete und man annahm, dass es zu Jahresende aufgestellt werden würde. Es wurde am Sonntag, den 26. September 1920 dann aufgestellt.
Pilger hatte schon in den Jahren 1905 bis 1912 im Auftrag des Salzburger Erzbischof Kardinal Johann V. Baptist Katschthaler 20 Steinskulpturen geschaffen.
In dem Werkverzeichnis von Pilger hatte er das Katschthaler Kreuz als "Christus am Kreuze, Holz, für die Karolinenhöhe a. Mönchsberg" vermerkt.
Allerdings trifft es nicht zu, dass der Kardinal auch für dieses Kreuz der Auftraggeber war. Der vulgo-Name "Katschthaler Kreuz" dürfte darauf zurück zu führen sein, dass der Kardinal von den Salzburgern oft bei der Karolinenhöhe gesehen worden war (was auch durch Fotografien belegt ist).
Quellen
- Beschreibung bei dem Kreuz (Bild des Textes liegt dem Urheber dieses Artikels vor)
- ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 28. September 1920, Kreuzaufstellung