Stenoptilia islandicus: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Aus Salzburg ist ein einziges Männchen von der [[Edelweißspitze]] am [[Großglockner]] bekannt, das Alfred Haslberger am 10.8.2004 gefangen hat und das zu der von Burmann aus Tirol beschriebenen ''Stenoptilia alpinalis'' gehört. Neuere genetische Untersuchungen deuten aber an, dass ''S. alpinalis'' ein Synonym zu der in Nordeuropa und auf Island beheimateten ''S. islandicus'' ist, weshalb wir das Tier hier unter diesem Namen führen. Der Fundort liegt in Zone IV ([[Zentralalpen]]) nach Embacher et al. (2011) in einer Höhe von rund 2530 m. Weitere Informationen zu diesem Fund sind nicht bekannt (Kurz & Kurz 2018). | + | Aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] ist ein einziges Männchen von der [[Edelweißspitze]] am [[Großglockner]] bekannt, das [[Alfred Haslberger]] am 10.8.2004 gefangen hat und das zu der von Burmann aus Tirol beschriebenen ''Stenoptilia alpinalis'' gehört. Neuere genetische Untersuchungen deuten aber an, dass ''S. alpinalis'' ein Synonym zu der in Nordeuropa und auf Island beheimateten ''S. islandicus'' ist, weshalb wir das Tier hier unter diesem Namen führen. Der Fundort liegt in Zone IV ([[Zentralalpen]]) nach Embacher et al. (2011) in einer Höhe von rund 2530 m. Weitere Informationen zu diesem Fund sind nicht bekannt (Kurz & Kurz 2018). |
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| − | Über die Biologie der Tiere berichtet Burmann (1954) ausführlich. Demnach fressen die Raupen an Steinbrech-Arten, wie ''[[Saxifraga bryoides]]'' (Moos-Steinbrech) oder ''[[Saxifraga moschata]]'' (Moschus-Steinbrech). Die nordischen Populationen sollen ebenfalls an Steinbrech-Arten leben (Gielis 1996). Entsprechende Beobachtungen aus Salzburg liegen bisher nicht vor. Da außer dem | + | Über die Biologie der Tiere berichtet Burmann (1954) ausführlich. Demnach fressen die Raupen an [[Steinbrech]]-Arten, wie ''[[Saxifraga bryoides]]'' (Moos-Steinbrech) oder ''[[Saxifraga moschata]]'' (Moschus-Steinbrech). Die nordischen Populationen sollen ebenfalls an Steinbrech-Arten leben (Gielis 1996). Entsprechende Beobachtungen aus Salzburg liegen bisher nicht vor. Da außer dem erwähnten einzigen Männchen bisher keine weiteren Funde aus Salzburg bekannt sind, kann zur Zeit auch keine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung der Art im Land gegeben werden. Auf Grund des hochalpinen Vorkommens ist eine solche allerdings zur Zeit nicht anzunehmen, obwohl die Folgen des Klimawandels auch für diese Art den potentiellen Lebensraum beträchtlich einschränken könnten. |
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*Gielis, C. 1996. Pterophoridae. In: Huemer, P., O. Karsholt & L. Lyneborg (eds.). Microlepidoptera of Europe, vol. 1, Apollo Books, 222 p. | *Gielis, C. 1996. Pterophoridae. In: Huemer, P., O. Karsholt & L. Lyneborg (eds.). Microlepidoptera of Europe, vol. 1, Apollo Books, 222 p. | ||
| − | *Kurz, | + | *[[Marion Kurz|Kurz, Marion A.]] & [[Michael Kurz|Kurz, M. E.]] 2000–2018. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 18 Jänner 2018]. |
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Version vom 20. Juli 2019, 10:17 Uhr
Stenoptilia islandicus (Pterophorus islandicus Staudinger, 1857) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Pterophoridae (Federmotten).
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie
Aus Salzburg ist ein einziges Männchen von der Edelweißspitze am Großglockner bekannt, das Alfred Haslberger am 10.8.2004 gefangen hat und das zu der von Burmann aus Tirol beschriebenen Stenoptilia alpinalis gehört. Neuere genetische Untersuchungen deuten aber an, dass S. alpinalis ein Synonym zu der in Nordeuropa und auf Island beheimateten S. islandicus ist, weshalb wir das Tier hier unter diesem Namen führen. Der Fundort liegt in Zone IV (Zentralalpen) nach Embacher et al. (2011) in einer Höhe von rund 2530 m. Weitere Informationen zu diesem Fund sind nicht bekannt (Kurz & Kurz 2018).
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie der Tiere berichtet Burmann (1954) ausführlich. Demnach fressen die Raupen an Steinbrech-Arten, wie Saxifraga bryoides (Moos-Steinbrech) oder Saxifraga moschata (Moschus-Steinbrech). Die nordischen Populationen sollen ebenfalls an Steinbrech-Arten leben (Gielis 1996). Entsprechende Beobachtungen aus Salzburg liegen bisher nicht vor. Da außer dem erwähnten einzigen Männchen bisher keine weiteren Funde aus Salzburg bekannt sind, kann zur Zeit auch keine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung der Art im Land gegeben werden. Auf Grund des hochalpinen Vorkommens ist eine solche allerdings zur Zeit nicht anzunehmen, obwohl die Folgen des Klimawandels auch für diese Art den potentiellen Lebensraum beträchtlich einschränken könnten.
Weiterführende Informationen
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Projekt: Fauna und Flora von Salzburg
Weitere Bilder
Stenoptilia islandicus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Burmann, K. 1954. Stenoptilia pelidnodactyla Stein. nov. subspec. alpinalis (Lepidoptera, Pterophoridae). Zeitschrift der Wiener Entomologischen Gesellschaft 39: 187-191, pl. 15
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Gielis, C. 1996. Pterophoridae. In: Huemer, P., O. Karsholt & L. Lyneborg (eds.). Microlepidoptera of Europe, vol. 1, Apollo Books, 222 p.
- Kurz, Marion A. & Kurz, M. E. 2000–2018. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 18 Jänner 2018].