Internationales Tauernrennen: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | [[1927]] fand das "Internationale Tauernrennen" zum letzten Mal statt. Am Start waren aus Salzburg [[Fritz Walcher]] und [[Richard Klein]], später Präsident des [[SAMTC]]; als Starter war [[Paul Koppenwallner sen.]] tätig, selbst ein aktiver Motorradfahrer. | + | [[Herbert von Karajan]] sorgte mit einem Klassensieg auf Douglas 750 cm³ für Aufsehen. Der schnellste Mann des Tages war aber ein Motorradfahrer, Prof. Robert Eberan von Eberhorst, der später im Verlauf seines Lebens in der Welt des Kraftfahrzeuges zu einer anerkannten Kapazität wurde. Der damalige Student der Technik steuerte eine 1000er Matchless mit seitengesteuertem V-Zweizylinder-Motor in der Zeit von 8 Minuten und 40 Sekunden über die 10,45 km lange Strecke, die eine durchschnittliche Steigung von 7,5 Prozent bei einem Höhenunterschied von 754 Meter aufwies. Diese Zeit entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 70,6 km/h auf einer Sandstraße! Der Salzburger [[Graf Boos-Waldeck]] wurde in der Klasse bis 175 ccm Zweiter. |
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| + | Dann fiel der Vorhang über das Tauernrennen, da die [[Gaisberg]]straße bei [[Salzburg]] entstand und ab [[1929]] die Nachfolge (siehe [[Gaisbergrennen]] dieser ersten großen Salzburger Bergrennserie am Tauern antrat. | ||
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Version vom 26. März 2007, 12:27 Uhr
Am 30. August 1925 fand zum ersten Mal das Internationale Tauernrennen für Automobile und Motorräder statt.
Geschichte
Das zunächst als nationales Rennen, ab 1926 als internationales veranstaltete Rennen führte von Radstadt über den Radstädter Tauern auf einer zwischen 10,45 km und 20 km langen Strecke in den Lungau.
Rennen 1925
Unter den Teilnehmern der Automobilisten fanden sich prominente Salzburger wie Baron Friedrich Mayr-Melnhof, der auf Steyr-Sport als Sieger der Sportwagenklasse bis fünf Liter eintrug, Hans Gessele, Sohn des S.A.C. Präsidentenk am als Sieger der Rennwagenklasse bis zwei Liter ins Ziel, Karl Spängler und Rudolf Zrost, beide auf Gräf & Sitft-Wagen.
Herbert von Karajan sorgte mit einem Klassensieg auf Douglas 750 cm³ für Aufsehen. Der schnellste Mann des Tages war aber ein Motorradfahrer, Prof. Robert Eberan von Eberhorst, der später im Verlauf seines Lebens in der Welt des Kraftfahrzeuges zu einer anerkannten Kapazität wurde. Der damalige Student der Technik steuerte eine 1000er Matchless mit seitengesteuertem V-Zweizylinder-Motor in der Zeit von 8 Minuten und 40 Sekunden über die 10,45 km lange Strecke, die eine durchschnittliche Steigung von 7,5 Prozent bei einem Höhenunterschied von 754 Meter aufwies. Diese Zeit entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 70,6 km/h auf einer Sandstraße! Der Salzburger Graf Boos-Waldeck wurde in der Klasse bis 175 ccm Zweiter.
Insgesamt waren 23 Motorräder und 21 Automobile zu diesem ersten, etwas verregneten Tauernrennen gekommen.
Rennen 1926
Beim zweiten Tauernrennen, am 11. Juli 1926, nun bereits als internationales Tauernrennen ausgeschrieben, kam der Sieger der Klasse Sportwagen bis acht Liter Hubraum aus Obertrum: Brauereibesitzer Josef Sigl auf Gräf & Stift. Die Distanz in diesem Jahr betrug bereits 20 Kilometer. Bei den Motorrädern war in diesem Jahr der Wiener Karl Gall mit einem Schnitt von 76,6 km/h der Schnellste. Leider konnten die Salzburger, außer einem zweiten Platz von Graf Boos-Waldeck sich in diesem wesentlich größeren Starterfeld so behaupten wie beim ersten Tauernrennen.
Rennen 1927
1927 fand das "Internationale Tauernrennen" zum letzten Mal statt. Die Streckelänge betrug in diesem Jahr nur 10,2 km mit Start der Ortschaft Untertauern. Am Start waren aus Salzburg Fritz Walcher und Richard Klein, später Präsident des SAMTC; als Starter war Paul Koppenwallner sen. tätig, selbst ein aktiver Motorradfahrer.
Man schätzte, dass etwa 10.000 Besucher gekommen waren, mit etwa 500 Automobilen und 1.500 Motorrädern. Unter ihnen befand sich auch Landeshauptmann Hofrat Dr. Franz Rehrl, Kommerzialrat Josef Klein, Vize-Präsident des S.A.C. und Handelskammer-Präsident Hermann Gessele.
Bei den Motorräder gab es einen neuen Durchschnittsgewindigkeitsrekord: mit einem Schnitt von 86 km/h brauste der Wiener Karl Gall im Sattel einer blau-weißen BMW Boxermotor über die Strecke. Der Sieg in der Beiwagenklasse ging an den Salzburger Mechanikermeister Hermann Fink.
Bei den Tourenwagen schaffte der Obertrumer Bierbrauer Josef Sigl auf Gräf & Stift mit 9:22 min neuen Tourenwagenrekord, während Baron Friedrich Mayr-Melnhof in der Sportwagenklasse aufgeben musste.
Dann fiel der Vorhang über das Tauernrennen, da die Gaisbergstraße bei Salzburg entstand und ab 1929 die Nachfolge (siehe Gaisbergrennen dieser ersten großen Salzburger Bergrennserie am Tauern antrat.
Quelle
- "Salzburger Automobli- und Motorradgeschichte", Verlag Anton Pustet, 1997, ISBN 3-7025-0363-3, die Autoren waren Helmut Krackowizer, Erich Marx, Guido Müller , Knut Rakus, Volker Rothschädl und Harald Waitzbauer;
- "Österreichisches Motorrad-Literatur- und Bild-Archiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer