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==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
Version vom 2. Februar 2016, 13:39 Uhr
Dahlica klimeschi (Solenobia klimeschi Sieder, 1953) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Psychidae.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie
Von mehreren Stellen der Salzburger Kalkhochalpen liegen Sackfunde vor, die wir mit Vorbehalt zu D. klimeschi stellen. Die Fundstellen liegen im Bereich des Göllstocks, des Hochkönigs, sowie des Tennengebirges in einer Höhe von 1550 bis 1900 m ü. A. (Kurz & Kurz 2011) und gehören alle zur Zone II nach Embacher et al. (2011). Vermutlich ebenfalls hierher gehört eine mehr als 100 Jahre alte Angabe von Solenobia inconspicuella von Mitterberger (1909) von der Oberen Rositten am Untersberg. Lebensraum der Tiere sind Felsabbrüche und Felsblöcke im Karbonatgestein. Die Entwicklung der Art ist vermutlich 2-jährig, doch liegen zur Phänologie keine Daten vor.
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie der Art ist in Salzburg nichts bekannt. Wie bei den verwandten Arten dürften die Weibchen aber frühmorgens schlüpfen und auf die bereits am Abend oder in der Nacht geschlüpften Männchen warten. Die Raupen ernähren sich vermutlich von Steinflechten und spinnen ihre Säcke zur Verpuppung in Spalten und unter Überhängen der Felsen an. Mangels ausreichender Daten kann zur Gefährdung der Art im Land keine Aussage getroffen werden.
Weiterführende Informationen
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Projekt: Fauna und Flora von Salzburg
Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2011. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 11 Mai 2011].
- Mitterberger, K. 1909: Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: (1909), S. 195-552.