Nationalparkzentrum Hohe Tauern: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 17. Juni 2013, 15:15 Uhr
Das Nationalparkzentrum Mittersill wurde am 28. Juli 2007 durch den österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer eröffnet.
Allgemeines
Die alpine Erlebniswelt, 266 Dreitausender, über 342 Gletscher und einen der mächtigsten Wasserfälle der Welt, die Krimmler Wasserfälle, kann man seit dem Sommer 2007 unter einem Dach erleben. Die neuen Nationalpark Welten, das größte und modernste Nationalparkzentrum Europas, befindet sich in Mittersill. Acht „Naturräume“ kann man hier durchwandern und dabei die außergewöhnliche Vielfalt des größten Schutzgebietes der Alpen (über 1.800 km²) kennen und verstehen lernen.
Präsentiert wird neben einer Ausstellung über Tiere, Pflanzen und Gesteine viel Neues und Außergewöhnliches. Acht Erlebnisstationen mit begehbarem Murmeltierbau, Gletscherhöhle, 3D-Tauernkino, Videoflug über die Tauerntäler und Nationalparks. Die Gebirgsbildung im Zeitraffer und das Pasterzen-Zeitrad machen den abstrakten Begriff der Evolution erleb- und begreifbar.
Täglich zwischen 9 und 18 Uhr kann man die Nationalpark Welten besuchen, zum „Schlucken und Verdauen“ des Gesehenen treffen sich Naturliebhaber, Hobby-Forscher und Familien anschließend im Restaurant und genießen typische, regionale Spezialitäten aus der Nationalpark-Region.
Das "Acht Welten unter einem Dach"-Konzept, vom Almsommer über die Tauernschätze bis hin zur Gletscherwelt vermittelt das Nationalparkzentrum Groß und Klein hautnah die weite Welt des Nationalparks. Aber auch die naturnahe Architektur des Nationalparkzentrums, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht, ist beachtenswert.
Das Nationalparkzentrum in Mittersill gilt als Tourismusmagnet und wichtiger Arbeitgeber im Oberpinzgau. Seit 28. Juli 2007 konnten schon knapp 370 000 Besucher in den Nationalparkwelten begrüßt werden. Bis Ende Oktober 2010 konnten mit 102 793 Besuchern bereits mehr gezählt werden, als 2009 im gesamten Jahr[1].
Veranstaltungszentrum
Das Nationalparkzentrum Hohe Tauern wird auch als Veranstaltungszentrum angeboten. Bei Vorträgen von Sasha Walleczek, Hans Kammerlander, Mathias Horx, Thomas Huber, Andy Holzer, Anton Innauer, Aufführungen vom Affront-Theater und der Hauptschule Mittersill, zahlreichen Seminaren und Präsentationen (zB. Blizzard, ÖBf, Salzburger Landeskliniken ...) wurden bisher über 25 000 Teilnehmer (Stand Oktober 2009) gezählt.
Weltneuheit im Nationalpark
Im Juni 2013 wurde im zylindrischen Zubau erstmals der 360-Grad-Panoramafilm über den Nationalpark gezeigt. Ein Jahr lang hat das Filmteam um Michael Schlamberger an den schönsten Punkten der Hohen Tauern gedreht. Sechs Monate dauerten die Nacharbeiten im Studio. „Wir haben damit völliges Neuland betreten“, sagt Schlamberger. „Sowohl technisch als auch gestalterisch. Es gibt weltweit derzeit kein ähnliches Projekt.“ Das Aufnahmegerät mit acht Kameras, die in alle Richtungen gleichzeitig filmen, musste eigens hergestellt werden. Die Filmarbeiten, die Tontechnik und auch die Projektion stellten die Techniker vor große Herausforderungen.
Entstanden ist ein 13-minütiger Panoramafilm, der dem Besucher den Eindruck vermittelt, selbst auf dem Gipfel, im Wald und im Wildbach zu stehen. Der Besucher geht auf eine Plattform in dem neuen Gebäude mit 17 Metern Innendurchmesser und ist von einer runden Leinwand mit einer Länge von 56 Meter umgeben, auf die der Film projiziert wird. Im Untergeschoß zeigt ein weiterer Film auch die komplizierte Entstehung des 360-Grad-Films[2].
Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten sind täglich von 9 bis 18 Uhr. Die aktuellen Eintrittsgebühren finden Sie auf der Homepage (siehe Weblinks).
Weblinks
Fußnoten und Quellen
- ↑ Stand Dezember 2010, Quelle Salzburger Woche, Weihnachtsausgabe 23. Dezember 2010
- ↑ "Salzburger Nachrichten", 8. Juni 2013