Walter Sulzberger (Erwachsenenbildner): Unterschied zwischen den Versionen
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1993 ging er in Pension. Er wirkte aber noch als Lehrbeauftragter für Erwachsenenbildung an der Universität Salzburg. Er übernahm auch neue Aufgaben, zB die eines Referenten für Gedächtnistraining im Seniorenbund. | 1993 ging er in Pension. Er wirkte aber noch als Lehrbeauftragter für Erwachsenenbildung an der Universität Salzburg. Er übernahm auch neue Aufgaben, zB die eines Referenten für Gedächtnistraining im Seniorenbund. | ||
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==Veröffentlichung der Salzburger Volkskultur anläßlich des Ablebens von Prof. Walter Sulzberger im Jahr 2005== | ==Veröffentlichung der Salzburger Volkskultur anläßlich des Ablebens von Prof. Walter Sulzberger im Jahr 2005== | ||
Version vom 23. Juli 2011, 12:32 Uhr
Hofrat Prof. Dr. Walter Sulzberger (* 16. August 1930 Piesendorf; † 16. Juli 2005 Salzburg) war Lehrer, Erwachsenenbildner und Salzburger Gemeinderat.
Leben und Wirken
Nach der Volksschule in seinem Heimatort und der Hauptschule in Zell am See besuchte er in der Stadt Salzburg die Lehrerbildungsanstalt, die er mit Auszeichnung abschloss. Daneben studierte er am Mozarteum Violine und Orgel.
Die Stationen seiner Berufsausübung als Lehrer waren Eben im Pongau, Viehhofen – dort als Schulleiter – und nach Ablegung der Hauptschulprüfung die Hauptschule in Abtenau.
Als vielseitig interessierter Lehrer gründete er in Abtenau eine Zweigstelle des Salzburger Bildungswerkes.
Im Rahmen der Tätigkeit im Bildungswerk wurde der damalige Landeshauptmann DDr. Hans Lechner auf ihn aufmerksam, und er berief ihn als Geschäftsführer des Salzburger Bildungswerkes in die Stadt Salzburg.
Als Geschäftsführer des Salzburger Bildungswerkes gelangen ihm – dem persönliche Disziplin, Kommunkationsfähigkeit, Kreativität und Gespür für Menschen und Zukunftsthemen nachgesagt wurden – die Ausweitung des Zweigstellennetzes auf nahezu alle Gemeinden des Landes und die Positionierung des Salzburger Bildungswerkes als landesweit hoch angesehene Weiterbildungseinrichtung.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit studierte Sulzberger Erziehungswissenschaften und Soziologie (1978 Dr. phil.).
1979 wurde ihm die Leitung der seinerzeitigen Förderungsstelle des Bundes für Erwachsenenbildung für Salzburg übertragen. Diese Funktion füllte er 14 Jahre lang aus. Ein besonderes Anliegen war ihm die Dorferneuerung.
Große Bedeutung in seinem Wirken als Erwachsenenbildner hatte die Verbindung der Bildung mit dem Musischen: Er leitete durch 21 Jahre die Salzburger Singwoche, dreißig Jahre lang einen Singkreis in Taxham, war Vorstandsmitglied im Volksliedwerk.
Lange war er politisch im Rahmen der ÖVP tätig. Von 1977 bis 1981 war er Landesobmann des Christlichen Landeslehrervereines. Von 1983 bis 1993 war er für die ÖVP Mitglied des Salzburger Gemeinderates. Zwei Jahre lang war er Obmann des ÖVP-Klubs; diese Funktion legte er zurück, da er in ihr seine Vorstellungen von konstruktiver Sacharbeit und Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Parteien zum allgemeinen Wohl nicht verwirklichen konnte.
1993 ging er in Pension. Er wirkte aber noch als Lehrbeauftragter für Erwachsenenbildung an der Universität Salzburg. Er übernahm auch neue Aufgaben, zB die eines Referenten für Gedächtnistraining im Seniorenbund.
Veröffentlichung der Salzburger Volkskultur anläßlich des Ablebens von Prof. Walter Sulzberger im Jahr 2005
Am 16. Juli 2005 ist Hofrat Prof. Walter Sulzberger knapp vor seinem 75. Geburtstag plötzlich und unerwartet verstorben. Mit ihm verliert Salzburg eine der hervorragendsten Lehrer- und Volksbildnerpersönlichkeiten. Er fand in der Lehrerbildungsanstalt und am Mozarteum (wo er Violine und Orgel erlernte) eine Ausbildung, die sein Schaffen und Denken als Pädagoge ein Leben lang prägen sollten. Für ihn hatte die Verbindung der Bildung mit dem Musischen immer besondere Bedeutung. So leitete er während seiner beruflichen Tätigkeit als Geschäftsführer des Salzburger Bildungswerkes 21 Jahre die Salzburger Singwoche und zählt zu den Gründern der Wochenendsingen. Rund 25 Jahre war er Mitglied im Vorstand des Salzburger Volksliedwerkes, davon 10 Jahre als Vorsitzender. Er hat diese Einrichtung maßgeblich aufgebaut und in diesem Bereich viele musikpädagogische Impulse gesetzt.
Das Musische war Walter Sulzbergers besondere Leidenschaft: Sein Chor in Taxham und seine Singkreise waren ihm Freude und jahrzehntelange Aufgabe, das ungezwungene Singen in einer Gruppe Gleichgesinnter ein besonderer Genuss, die regelmäßigen Theater- und Konzertbesuche Kraftquelle, die Malerei Entspannung.