Typhonia beatricis: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:E-MK-17922a.jpg|thumb|Salzburg, [[Hohe Tauern]], [[Gasteinertal]], [[Sportgastein]], Bahlsenweg, 29.6.1999 e.l. 20.5.2000]]
'''Typhonia beatricis''' Hättenschwiler, 2000 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]].
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'''Typhonia melana''' Hättenschwiler, 2000 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]].
  
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
 
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''T. beatricis'' wurde erst im Jahr 2000 von Peter Hättenschwiler aus der Schweiz beschrieben. Das Hauptverbreitungsgebiet der Art scheint im Mittelmeerraum zu liegen und die Population in der Schweiz wurde als eingeschleppt angesehen (Hättenschwiler 2000). Bereits 1999 fanden Marion und Michael Kurz in [[Sportgastein]], entlang des Bahlsenweges eine Raupe einer ''Typhonia''-Art, aus der im darauf folgenden Jahr ein Männchen schlüpfte. Die hellen Flecke auf den Vorderflügeln und einige weitere Merkmale zeigten sofort, dass es sich dabei nicht um die in den Alpen weit verbreite ''[[Typhonia ciliaris]]'' handeln konnte, sondern dass eine neue Art vorlag. Aber erst eine kürzlich durchgeführte, genaue Untersuchung des Tieres ergab, dass es nur zu ''T. beatricis'' gehören konnte. Es ist dies damit der erste Nachweis der Art in Österreich und erst der zweite bekannte Fundort in Mitteleuropa. Ob die Art in [[Sportgastein]] heimisch ist, oder, so wie in der Schweiz, dorthin verschleppt wurde, ist zur Zeit völlig unbekannt. Möglich wäre auch ersteres, da ''T. beatricis'' in Mittelitalien auch in ähnlichen Höhenlagen wie in [[Sportgastein]] (1645 m, siehe Kurz & Kurz 2013) lebt. Die Art wird bei Embacher et al. (2011) noch als ''Typhonia'' sp. für die Zone IV (Zentralalpen) angeführt. Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen und kurzrasige alpine Magerwiesen, ähnlich wie bei der verwandten ''[[Typhonia ciliaris]]''.
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''T. beatricis'' wurde erst im Jahr 2000 von Peter Hättenschwiler aus der Schweiz beschrieben, wird seit kurzem aber als Synonym von ''Typhonia melana'' (Frivaldsky, 1838) angesehen (Arnscheid & Weidlich 2017). Das Hauptverbreitungsgebiet der Art scheint im Mittelmeerraum zu liegen und die Population in der Schweiz wurde als eingeschleppt angesehen (Hättenschwiler 2000). Bereits 1999 fanden Marion und Michael Kurz in [[Sportgastein]], entlang des Bahlsenweges in rund 1645 m Höhe eine Raupe einer ''Typhonia''-Art, aus der im darauf folgenden Jahr ein Männchen schlüpfte. Die hellen Flecke auf den Vorderflügeln und einige weitere Merkmale zeigten sofort, dass es sich dabei nicht um die in den Alpen weit verbreite ''[[Typhonia ciliaris]]'' handeln konnte, sondern dass eine neue Art vorlag. Aber erst eine genaue Untersuchung des Tieres ergab, dass es nur zu ''T. melana'' (damals noch ''T. beatricis'') gehören konnte. Es war dies zu diesem Zeitpunkt der erste Nachweis der Art in Österreich und erst der zweite bekannte Fundort in Mitteleuropa (Kurz 2013). Durch diesen Fund aufmerksam gemacht, entdeckte Erwin Hauser in der Sammlung Deschka ein weiteres Männchen aus Salzburg, das bereits von 19.-28.7.1961 am [[Moserboden]] in rund 2100-2300 m Höhe gefangen worden war und auch ein Exemplar aus Tirol wurde entdeckt. Es ist deshalb anzunehmen, dass die Art in den Alpen heimisch ist und so wie in Mittelitalien in höheren Lagen lebt. Die Art wird bei Embacher et al. (2011) noch als ''Typhonia'' sp. für die Zone IV (Zentralalpen) angeführt. Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen und kurzrasige alpine Magerwiesen, ähnlich wie bei der verwandten ''[[Typhonia ciliaris]]''. Die IMagines fliegen in einer Generation im Jahr (Kurz & Kurz 2020).
  
 
==Biologie und Gefährdung==
 
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==Quellen==
 
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*Arnscheid, W. R. & M. Weidlich 2017. Psychidae. In. O. Karsholt & M. Mutanen. Microlepidoptera of Europe. Brill, xiii, 423 pp.
 
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*Hättenschwiler, P. 2000. ''Typhonia beatricis'' sp. n., eine möglicherweise aus dem östlichen Mittelmeerraum eingeschleppte Psychide (Lepidoptera, Psychidae). — Mitteilungen der entomologischen Gesellschaft Basel 50 (1): 2-17.
 
*Hättenschwiler, P. 2000. ''Typhonia beatricis'' sp. n., eine möglicherweise aus dem östlichen Mittelmeerraum eingeschleppte Psychide (Lepidoptera, Psychidae). — Mitteilungen der entomologischen Gesellschaft Basel 50 (1): 2-17.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2013. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 06 Juni 2013].
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*Kurz, M. A. 2013. ''Typhonia beatricis'' Hättenschwiler, 2000 neu für Österreich (Lepidoptera, Psychidae). Mitteilungen der Naturkundlichen Gesellschaft.
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*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2020. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 06 Februar 2020].
  
 
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Version vom 10. Februar 2020, 13:34 Uhr

Salzburg, Hohe Tauern, Gasteinertal, Sportgastein, Bahlsenweg, 29.6.1999 e.l. 20.5.2000

Typhonia melana Hättenschwiler, 2000 ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Psychidae.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

T. beatricis wurde erst im Jahr 2000 von Peter Hättenschwiler aus der Schweiz beschrieben, wird seit kurzem aber als Synonym von Typhonia melana (Frivaldsky, 1838) angesehen (Arnscheid & Weidlich 2017). Das Hauptverbreitungsgebiet der Art scheint im Mittelmeerraum zu liegen und die Population in der Schweiz wurde als eingeschleppt angesehen (Hättenschwiler 2000). Bereits 1999 fanden Marion und Michael Kurz in Sportgastein, entlang des Bahlsenweges in rund 1645 m Höhe eine Raupe einer Typhonia-Art, aus der im darauf folgenden Jahr ein Männchen schlüpfte. Die hellen Flecke auf den Vorderflügeln und einige weitere Merkmale zeigten sofort, dass es sich dabei nicht um die in den Alpen weit verbreite Typhonia ciliaris handeln konnte, sondern dass eine neue Art vorlag. Aber erst eine genaue Untersuchung des Tieres ergab, dass es nur zu T. melana (damals noch T. beatricis) gehören konnte. Es war dies zu diesem Zeitpunkt der erste Nachweis der Art in Österreich und erst der zweite bekannte Fundort in Mitteleuropa (Kurz 2013). Durch diesen Fund aufmerksam gemacht, entdeckte Erwin Hauser in der Sammlung Deschka ein weiteres Männchen aus Salzburg, das bereits von 19.-28.7.1961 am Moserboden in rund 2100-2300 m Höhe gefangen worden war und auch ein Exemplar aus Tirol wurde entdeckt. Es ist deshalb anzunehmen, dass die Art in den Alpen heimisch ist und so wie in Mittelitalien in höheren Lagen lebt. Die Art wird bei Embacher et al. (2011) noch als Typhonia sp. für die Zone IV (Zentralalpen) angeführt. Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen und kurzrasige alpine Magerwiesen, ähnlich wie bei der verwandten Typhonia ciliaris. Die IMagines fliegen in einer Generation im Jahr (Kurz & Kurz 2020).

Biologie und Gefährdung

Über die Biologie der Art in Salzburg ist praktisch nichts bekannt. Die Raupe fraß an Kräutern, wie z. B. Thymian-Arten. Mangels Daten ist zur Zeit auch die Beurteilung einer eventuellen Gefährdung unmöglich.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft

Logo nkis.jpg


Projekt: Fauna und Flora von Salzburg

Quellen

  • Arnscheid, W. R. & M. Weidlich 2017. Psychidae. In. O. Karsholt & M. Mutanen. Microlepidoptera of Europe. Brill, xiii, 423 pp.
  • Hättenschwiler, P. 2000. Typhonia beatricis sp. n., eine möglicherweise aus dem östlichen Mittelmeerraum eingeschleppte Psychide (Lepidoptera, Psychidae). — Mitteilungen der entomologischen Gesellschaft Basel 50 (1): 2-17.
  • Kurz, M. A. 2013. Typhonia beatricis Hättenschwiler, 2000 neu für Österreich (Lepidoptera, Psychidae). Mitteilungen der Naturkundlichen Gesellschaft.
  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2020. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 06 Februar 2020].