Salzburger Tracht: Unterschied zwischen den Versionen
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Sogenannte ''Trachtenmappen'' geben dabei einen Überblick. Beispielsweise besitzt die [[Salzburger Volkskultur]] eine Sammlung von 40 Damen- und 20 Herrentrachtenmappen. [[1935]] gab es erstmals eine Ausgabe der Salzburger Landestrachten mit 29 Vorschlägen für Stadt und Land, für Bürger und Bauern. Seit [[2006]] entscheiden sich immer mehr Gemeinden für eine eigenen Tracht. Wobei dieser Trend im [[Flachgau]] am stärksten ist. | Sogenannte ''Trachtenmappen'' geben dabei einen Überblick. Beispielsweise besitzt die [[Salzburger Volkskultur]] eine Sammlung von 40 Damen- und 20 Herrentrachtenmappen. [[1935]] gab es erstmals eine Ausgabe der Salzburger Landestrachten mit 29 Vorschlägen für Stadt und Land, für Bürger und Bauern. Seit [[2006]] entscheiden sich immer mehr Gemeinden für eine eigenen Tracht. Wobei dieser Trend im [[Flachgau]] am stärksten ist. | ||
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| + | In Salzburg wurden im ausgehenden [[18. Jahrhundert]] Standestrachten von Bürger, Bauer und Edelmann in der Kuenburg-Sammlung, einer Bildersammlung von ursprünglich 400 Gouachen mit Standestrachten aus dem [[Fürsterzbistum Salzburg]] von der Malerfamilie [[Lederwasch]] dokumentiert. | ||
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| + | ''Salzburg ist große Mode geworden. Es "beeinflußt" Kleider und Kostüme, wirkt sich hier durch eine Linie, da durch ein nettes Detail aus, ein drittesmal wiederum durch das Material - denn die Vorliebe für das Leinen schreibt sich sicherlich, ganz ebenso wie jene für das Dreiecktüchel, vom Salzburgerischen her. Und das "Dirndl", ganz "echt" oder leicht "verstädtischt", ist moderner als je. Mode und Folklore gehen Hand in Hand. Das ist für alle interessant - für jene, die große internationale Mode machen und sich ihre Inspirationen aus der Tracht holen, und für uns Österreicher, die wir immer mehr unsere Vaterlandsliebe entdecken und erwedcen und dazu prädestiniert sind, Österreichertum zu pflegen - auch in der Tracht. Deshalb sei hier einer hübschen kleinen Schrift gedacht: "Salzburg - Sein Volk und seine Trachten", sehr klug und wissensreich von [[Franz Karl Ginzkey]] geschrieben und sehr anmutig und "echt" von [[Anton Angerer|Toni Angerer]] illustriert. Die hier wiedergegebenen Zeichnungen stammen aus diesem hübschen Band, der im Verlag der "Österreichischen Kunst", Wien, erschienen ist. | ||
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Für die Schneiderung von Werktags- und Sonntagstrachten werden Bilder auch im Original erhaltene Kleidungsstücke verwendet. | Für die Schneiderung von Werktags- und Sonntagstrachten werden Bilder auch im Original erhaltene Kleidungsstücke verwendet. | ||
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| + | Im [[Volkskunde Museum]] in [[Hellbrunn]] zeigt die schönsten, für die Salzburger Gaue typischen Trachten. Die Trachtensammlung Werkstätte Beurle zeigt ebenfalls eine Anzahl von Trachten. | ||
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| + | Im Sommer 2011 zeigte Ausstellung [[Kaprun in Tracht]] im [[Kaprun Museum]] in [[Kaprun]] Stücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert. | ||
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| + | Österreichische Trachten 1937.jpg|Österreichische Trachten, auch mit Salzburger Trachten. Bild rechts oben [[Pinzgauer Tracht]]. | ||
| + | Volkstrachten Volksbräuche 1921.jpg|"Volkstrachten und [[Brauch|Volksbräuche]] in Salzburg", ein Beitrag 1921 von [[Thomas Mayrhofer]] | ||
| + | Volkstrachten Volksbräuche 1921 02.jpg|2. Seite | ||
| + | Volkstrachten Volksbräuche 1921 03.jpg|dritte und letzte Seite | ||
| + | Die Bühne 1934 30.jpg|Bild links oben: Personen aus [[Taxenbach]] in Salzburger Tracht im [[Salzburger Festspiele 1934|Festspielsommer 1934]]. | ||
| + | Salzburger Tracht Hochzeitszug Mauterndorf 1931.jpg|Ein Hochzeitsfestzug in [[Mauterndorf]]. Die allen Trachten kommen bei solcher Gelegenheit zu Ehren (Photo Ernst Hilscher) | ||
| + | </gallery> | ||
| + | === weitere Bilder === | ||
| + | {{Bildkat|Tracht}} | ||
| − | == | + | == Quellen == |
| − | * [http://www.salzburgervolkskultur.at | + | * [http://https://www.salzburgervolkskultur.at Salzburger Volkskultur] |
| + | * {{Quelle PiN|16. Juni 2011}} | ||
| + | == Einzelnachweis == | ||
| + | <references/> | ||
| − | [[Kategorie:Volkskultur | + | {{SORTIERUNG: Tracht, Salzburger}} |
| − | [[Kategorie: | + | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] |
| + | [[Kategorie:Kultur]] | ||
| + | [[Kategorie:Volkskultur]] | ||
| + | [[Kategorie:Tracht|!]] | ||
Aktuelle Version vom 17. Januar 2025, 16:13 Uhr
Es gibt rund 80 verschiedene Salzburger Trachten in Stadt und Land Salzburg.
Allgemeines
Sogenannte Trachtenmappen geben dabei einen Überblick. Beispielsweise besitzt die Salzburger Volkskultur eine Sammlung von 40 Damen- und 20 Herrentrachtenmappen. 1935 gab es erstmals eine Ausgabe der Salzburger Landestrachten mit 29 Vorschlägen für Stadt und Land, für Bürger und Bauern. Seit 2006 entscheiden sich immer mehr Gemeinden für eine eigenen Tracht. Wobei dieser Trend im Flachgau am stärksten ist.
Geschichte
Die Anfänge des Trachtenbewusstseins reichen bis in die romantische Epoche des Historismus und der Kunstgewerbebewegung des 19. Jahrhunderts zurück. Diese Bewegung kam in Frankreich durch Jean Jacques Rousseau's Forderung "Retournez à la nature" (Zurück zur Natur) ins Laufen. Unterstützt wurde er dabei von der Tochter Maria Theresia's, Marie Antoinette, die mit König Ludwig XVI. verheiratet war. Erzherzog Johann war für die Verbreitung in Österreich maßgeblich verantwortlich gewesen. Er nahm sich aus politischen und wirtschaftlichen Gründen die Kleidung des einfachen Volkes zum Vorbild.
In Salzburg wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert Standestrachten von Bürger, Bauer und Edelmann in der Kuenburg-Sammlung, einer Bildersammlung von ursprünglich 400 Gouachen mit Standestrachten aus dem Fürsterzbistum Salzburg von der Malerfamilie Lederwasch dokumentiert.
Im Herbst 2021 wurde die Pinzgauer Festtagstracht zu einem immateriellen UNESCO-Kulturerbe erklärt.
Zeitgenössischer Text aus dem Jahr 1934
Die Zeitschrift Die Bühne schreibt in ihrer Sonderausgabe im Festspielsommer 1934:
Salzburg ist große Mode geworden. Es "beeinflußt" Kleider und Kostüme, wirkt sich hier durch eine Linie, da durch ein nettes Detail aus, ein drittesmal wiederum durch das Material - denn die Vorliebe für das Leinen schreibt sich sicherlich, ganz ebenso wie jene für das Dreiecktüchel, vom Salzburgerischen her. Und das "Dirndl", ganz "echt" oder leicht "verstädtischt", ist moderner als je. Mode und Folklore gehen Hand in Hand. Das ist für alle interessant - für jene, die große internationale Mode machen und sich ihre Inspirationen aus der Tracht holen, und für uns Österreicher, die wir immer mehr unsere Vaterlandsliebe entdecken und erwedcen und dazu prädestiniert sind, Österreichertum zu pflegen - auch in der Tracht. Deshalb sei hier einer hübschen kleinen Schrift gedacht: "Salzburg - Sein Volk und seine Trachten", sehr klug und wissensreich von Franz Karl Ginzkey geschrieben und sehr anmutig und "echt" von Toni Angerer illustriert. Die hier wiedergegebenen Zeichnungen stammen aus diesem hübschen Band, der im Verlag der "Österreichischen Kunst", Wien, erschienen ist.
Bedeutung der Tracht im Nationalsozialismus
In Zusammenarbeit mit der Salzburger Volkskultur und dem ORF Salzburg wurde am Beispiel des künstlerischen Lebenswerks der bekannten Wiener Malerin Erna Piffl-Moser, die viele Jahre in Thalgau lebte, die Bedeutung der Tracht im Nationalsozialismus behandelt.
Geboren am 20. Jänner 1904 in Wien, arbeitet die Künstlerin nach einer Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie in Amsterdam an der Schaffung vieler ethnografischer Zeichnungen im Dienste des Ahnenerbes der Nationalsozialisten.[1]
Vorlagen
Für die Schneiderung von Werktags- und Sonntagstrachten werden Bilder auch im Original erhaltene Kleidungsstücke verwendet.
Produzenten
In Salzburg sind Werkstätte Beurle Trachten, Geschwister Lanz Trachtenmoden und Trachtenkleidung Gössl am bekanntesten.
Museen
Im Volkskunde Museum in Hellbrunn zeigt die schönsten, für die Salzburger Gaue typischen Trachten. Die Trachtensammlung Werkstätte Beurle zeigt ebenfalls eine Anzahl von Trachten.
Ausstellungen
Im Sommer 2011 zeigte Ausstellung Kaprun in Tracht im Kaprun Museum in Kaprun Stücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Siehe auch
Bildergalerie
Österreichische Trachten, auch mit Salzburger Trachten. Bild rechts oben Pinzgauer Tracht.
"Volkstrachten und Volksbräuche in Salzburg", ein Beitrag 1921 von Thomas Mayrhofer
Bild links oben: Personen aus Taxenbach in Salzburger Tracht im Festspielsommer 1934.
Ein Hochzeitsfestzug in Mauterndorf. Die allen Trachten kommen bei solcher Gelegenheit zu Ehren (Photo Ernst Hilscher)
weitere Bilder
- Salzburger Tracht – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- Salzburger Volkskultur
- "Salzburger Woche", Ausgabe "Pinzgauer Nachrichten", 16. Juni 2011
Einzelnachweis
- ↑ Quelle SALZBURGWIKI-Artikel NS-Opfer-Gedenkstätte in Thalgau und dortige Quellen