Ursulinenkloster Stadt Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Gebäude des ehemaligen '''Ursulinenklosters''' liegen am westlichen Ende der [[Salzburger Altstadt]] zwischen [[Salzach]], [[Ursulinenplatz]] und [[Gstättengasse]]. Sie gehören zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] der Stadt.
  
 
==Geschichte==
 
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Dem Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] waren als Landesfürsten soziale Aufgaben stets wichtig. So berief er [[1695]] zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die [[Ursulinen]] von Klagenfurt nach Salzburg, die zuerst außerhalb der Stadt im heutigen [[Schloss Arenberg]] untergebracht wurde. Doch schon [[1698]] übersiedelte man in die Gstättengasse zum [[Klausentor]].  
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[[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] waren soziale Angelegenheiten und Werke stets wichtig. [[1695]] berief er zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die [[Ursulinen|Kongregation der Ursulinen]] nach Salzburg. Zuerst waren diese außerhalb der damaligen Stadt in einem Gebäude anstelle des heutigen [[Schloss Arenberg|Schlosses Arenberg]] im [[Äußeren Stein]] untergebracht. Später übersiedelten sie in den Neubau des Ursulienklosters an der Gstättengasse.
  
[[1699]] wurde dort daher der Grundstein für das Ursulinenkloster und die angeschlossene [[Ursulinenkirche St. Markus|Kirche St. Markus]] gelegt. Durch die Enteignung in der NS-Zeit war das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen und man entschloss sich zu einem Neubau. Das Kloster der Ursulinen mit seinem angeschlossenen [[Privatgymnasium St. Ursula]] wurde dann[[1957]] nach [[Glasenbach]] hin verlegt. Die ehemaligen Klosterräume werden seit [[1959]] weitgehend vom Naturkundemuseum [[Haus der Natur]] genutzt. Bis [[2007]] war in den nordöstlichen Gebäuden das [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] untergebracht gewesen. Noch heute wird der südöstliche Teil von Teile des Gesundheitsamtes benutzt.
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[[1699]] wurde dort daher der Grundstein für das Ursulinenkloster und die angeschlossene [[Ursulinenkirche St. Markus]] gelegt. Nach der Fertigstellung der Kirche wurde von [[1713]] bis [[1726]] das Ursulinenkloster errichtet.
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Im südöstliche Teil der Gstättengasse befand sich die [[Stieglbrauerei zu Salzburg]]. [[1909]] verkaufte [[Heinrich Kiener (Kommerzialrat)|Heinrich Kiener]] das alte Gebäude an der Gstättengasse an die [[Stadtgemeinde Salzburg]]. Diese wiederum verkaufte das sanierungsbedürftige Gebäude an das Ursulinenkloster. Die Ursulinen ließen es abreißen und erbauten ein Mädchen-Realgymnasium. Dieses schließlich wich dem [[Gesundheitsamt Salzburg]], das [[2008]] aus diesem Gebäude auszog.
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Durch die Enteignung in der [[Nationalsozialismus|NS-Zeit]] wurde das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen und man entschloss sich zu einem Neubau. Das Ursulinenkloster in der Salzburger Altstadt mit seinem angeschlossenen [[Privatgymnasium St. Ursula]] wurde dann [[1957]] nach [[Glasenbach]] in das neue [[Ursulinen Konvent Salzburg-Glasenbach]] verlegt. Die ehemaligen Klosterräume werden seit [[1959]] weitgehend vom Naturkundemuseum [[Haus der Natur]] genutzt. Bis [[2007]] war in den nordöstlichen Gebäuden das [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] untergebracht gewesen.  
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'''Bild 2:''' Am unteren Bildrand am [[Sattler-Panorama]] zu sehen.<br />
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'''Bild 3:''' Das ehemalige Ursulinenkloster vom Mönchsberg gesehen.<br />
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Datei:Ursulinenkloster Klausentor Zeichnung von Franz Anton Danreiter.jpg|Das Ursulinenkloster (links) und das [[Klausentor]] (rechts). Zeichnung von [[Franz Anton Danreiter]].
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File:Salzburg Ursulinenkloster (Haus der Natur) vom Mönchsberg.jpg|Das ehemalige Ursulinenkloster vom Mönchsberg gesehen.
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==Quelle==
 
==Quelle==
 
* Beitrag [[Ursulinen]]
 
* Beitrag [[Ursulinen]]
  
[[Kategorie:Kirche]]
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Altstadt]]
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[[Kategorie:Religion]]
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[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
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[[Kategorie:Orden (Kirche)]]
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[[Kategorie:sonstige Orden (Kirche)]]
 
[[Kategorie:Kloster]]
 
[[Kategorie:Kloster]]
[[Kategorie:Altstadt]]
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[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:nicht mehr existierende Gebäude]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
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[[Kategorie:Gebäude]]
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[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:historisches Gebäude]]

Aktuelle Version vom 29. September 2025, 18:38 Uhr

Historische Aufnahme: Im Vordergrund die Ursulinenkirche St. Markus, an deren linken Seite man das Gebäude des Urslinenklosters sehen kann

Die Gebäude des ehemaligen Ursulinenklosters liegen am westlichen Ende der Salzburger Altstadt zwischen Salzach, Ursulinenplatz und Gstättengasse. Sie gehören zu den denkmalgeschützten Objekten der Stadt.

Geschichte

Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein waren soziale Angelegenheiten und Werke stets wichtig. 1695 berief er zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die Kongregation der Ursulinen nach Salzburg. Zuerst waren diese außerhalb der damaligen Stadt in einem Gebäude anstelle des heutigen Schlosses Arenberg im Äußeren Stein untergebracht. Später übersiedelten sie in den Neubau des Ursulienklosters an der Gstättengasse.

1699 wurde dort daher der Grundstein für das Ursulinenkloster und die angeschlossene Ursulinenkirche St. Markus gelegt. Nach der Fertigstellung der Kirche wurde von 1713 bis 1726 das Ursulinenkloster errichtet.

Im südöstliche Teil der Gstättengasse befand sich die Stieglbrauerei zu Salzburg. 1909 verkaufte Heinrich Kiener das alte Gebäude an der Gstättengasse an die Stadtgemeinde Salzburg. Diese wiederum verkaufte das sanierungsbedürftige Gebäude an das Ursulinenkloster. Die Ursulinen ließen es abreißen und erbauten ein Mädchen-Realgymnasium. Dieses schließlich wich dem Gesundheitsamt Salzburg, das 2008 aus diesem Gebäude auszog.

Durch die Enteignung in der NS-Zeit wurde das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen und man entschloss sich zu einem Neubau. Das Ursulinenkloster in der Salzburger Altstadt mit seinem angeschlossenen Privatgymnasium St. Ursula wurde dann 1957 nach Glasenbach in das neue Ursulinen Konvent Salzburg-Glasenbach verlegt. Die ehemaligen Klosterräume werden seit 1959 weitgehend vom Naturkundemuseum Haus der Natur genutzt. Bis 2007 war in den nordöstlichen Gebäuden das Salzburger Museum Carolino Augusteum untergebracht gewesen.

Oberinnen

Bildergalerie

Bild 1: Das Ursulinenkloster (links) und das Klausentor (rechts). Zeichnung von Franz Anton Danreiter.
Bild 2: Am unteren Bildrand am Sattler-Panorama zu sehen.
Bild 3: Das ehemalige Ursulinenkloster vom Mönchsberg gesehen.

Quelle