Bad Gasteiner Kur- und KongressbetriebsgesmbH: Unterschied zwischen den Versionen

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== Eigentumsverhältnisse ==
== Eigentumsverhältnisse ==
2012 hielten die Gemeinde und die Banken [[Hypo Bank]] und [[Salzburger Sparkasse]] je  30 Prozent und das  [[Land  Salzburg]] 35 Prozent. Fünf Prozent sind in der  Hand des sogenannten  Kurfonds.
2012 hielten die Gemeinde und die Banken [[Hypo Bank]] und [[Salzburger Sparkasse]] je  30 Prozent und das  [[Land  Salzburg]] 35 Prozent. Fünf Prozent sind in der  Hand des sogenannten  Kurfonds.
== Unternehmen ==
Die KKB betreibt die [[Felsentherme Gastein]] und und bis 2016 auch das [[Thermalkurhaus Bad Gastein]].


== 2012 ==
== 2012 ==
Das Land Salzburg, ein heimisches  Bankenkonsortium und die Gemeinde wollen die Bad Gasteiner Kur &  Kongressbetriebsgesellschaft (KKB) vor dem Konkurs retten. Darauf haben sich die  Eigentümervertreter der mit mehr als fünf Mio. Euro verschuldeten KKB am Montag, den [[22. Oktober]] [[2012]] geeinigt.  Außerdem wollen alle Beteiligten das  kürzlich ergangene Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vor dem OGH  bekämpfen. Dieses Urteil billigt dem Investor [[Franz Duval]] 900.000 Euro  zu, weil das an Duval verkaufte [[Haus Austria]] zu spät geräumt worden sei.
Das Land Salzburg, ein heimisches  Bankenkonsortium und die Gemeinde wollen die (KKB) vor dem Konkurs retten. Darauf haben sich die  Eigentümervertreter der mit mehr als fünf Mio. Euro verschuldeten KKB am Montag, den [[22. Oktober]] [[2012]] geeinigt.  Außerdem wollen alle Beteiligten das  kürzlich ergangene Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vor dem OGH  bekämpfen. Dieses Urteil billigt dem Investor [[Franz Duval]] 900.000 Euro  zu, weil das an Duval verkaufte [[Haus Austria]] zu spät geräumt worden sei.


Die  Gemeinde will die Mehrheit an der Gesellschaft. Das machte  Bürgermeister [[Gerhard Steinbauer]] ([[ÖVP]]) im APA-Gespräch deutlich. "''Die  derzeitige Eigentümerstruktur hat sich als nicht geeignet erwiesen, die  Gesellschaft gut zu führen. Wir brauchen diese Gesellschaft aber, ein  Konkurs wäre nicht nur für die 50 Mitarbeiter, sondern auch für alle  anderen Beteiligten eine schlechte Lösung''", sagte Steinbauer. Der  Bürgermeister will die Anteile der Banken zum Nulltarif sowie ein  Vorkaufsrecht für die Landesanteile. Banken und Land hätten Zustimmung  signalisiert, erklärte Steinbauer. Der konkrete Sanierungsplan soll bis  Mitte Dezember ausgearbeitet und vorgelegt werden.
Die  Gemeinde will die Mehrheit an der Gesellschaft. Das machte  Bürgermeister [[Gerhard Steinbauer]] ([[ÖVP]]) im [[APA]]-Gespräch deutlich. "''Die  derzeitige Eigentümerstruktur hat sich als nicht geeignet erwiesen, die  Gesellschaft gut zu führen. Wir brauchen diese Gesellschaft aber, ein  Konkurs wäre nicht nur für die 50 Mitarbeiter, sondern auch für alle  anderen Beteiligten eine schlechte Lösung''", sagte Steinbauer. Der  Bürgermeister will die Anteile der Banken zum Nulltarif sowie ein  Vorkaufsrecht für die Landesanteile. Banken und Land hätten Zustimmung  signalisiert, erklärte Steinbauer. Der konkrete Sanierungsplan soll bis  Mitte Dezember ausgearbeitet und vorgelegt werden.


Dieses  Vorkaufsrecht dezidiert einräumen wollte der Eigentümervertreter des  Landes, [[Landeshauptmann|LH]]-Stv. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]), der Gemeinde heute nicht. Aber: "''Für  mich ist klar, das Land wird das Unternehmen in solch einer schwierigen  Situation keinesfalls im Regen stehen lassen. Das schulden wir den 50  Mitarbeitern, das ist aber auch eine regionalwirtschaftlich wichtige  Frage''", sagte Brenner in einer Aussendung. Eine konkrete Summe, die das  Land zur Sanierung der KKB beizutragen bereit ist, wurde heute weder  genannt noch vereinbart.
Dieses  Vorkaufsrecht dezidiert einräumen wollte der Eigentümervertreter des  Landes, [[LH-Stv]]. [[David Brenner]] ([[SPÖ]]), der Gemeinde heute nicht. Aber: "''Für  mich ist klar, das Land wird das Unternehmen in solch einer schwierigen  Situation keinesfalls im Regen stehen lassen. Das schulden wir den 50  Mitarbeitern, das ist aber auch eine regionalwirtschaftlich wichtige  Frage''", sagte Brenner in einer Aussendung. Eine konkrete Summe, die das  Land zur Sanierung der KKB beizutragen bereit ist, wurde heute weder  genannt noch vereinbart.


Geeinigt haben sich die  Eigentümervertreter von Land, Gemeinde und Banken heute auch darauf,  jenes Gerichtsgutachten zu bekämpfen, das dem Investor Duval 900.000  Euro zubilligt.  
Geeinigt haben sich die  Eigentümervertreter von Land, Gemeinde und Banken heute auch darauf,  jenes Gerichtsgutachten zu bekämpfen, das dem Investor Duval 900.000  Euro zubilligt.  


=== Die Vorgeschichte ===
=== Die Vorgeschichte ===
Duval hat im Jahr 2004 ein weiteres  Haus in Gastein gekauft. Das Haus gehörte der KKB, die Gemeinde nützte  Teile davon als Mieter. Die Miete wurde laut Steinbauer aber nie  gekündigt, und daher ist die Gemeinde nicht pünktlich ausgezogen. "''Das  Gericht hat die KKB jetzt zu 900.000 Euro Gewährleistung verdonnert. Wie sich diese Summe errechnet, ist für uns nicht nachvollziehbar''",  sagte der Bürgermeister. "''Wir werden daher gegen dieses Urteil vor dem  OGH mit einer Außerordentlichen Revision berufen. Zudem gehe ich davon  aus, dass eine Neustrukturierung der Kur & Kongress  Betriebsgesellschaft zu einer wesentlichen Reduzierung der  Verbindlichkeiten gegenüber Duval beitragen wird.''"
Duval hat im Jahr 2004 ein weiteres  Haus in Gastein gekauft. Das Haus gehörte der KKB, die Gemeinde nützte  Teile davon als Mieter. Die Miete wurde laut Steinbauer aber nie  gekündigt, und daher ist die Gemeinde nicht pünktlich ausgezogen. "''Das  Gericht hat die KKB jetzt zu 900.000 Euro Gewährleistung verdonnert. Wie sich diese Summe errechnet, ist für uns nicht nachvollziehbar''",  sagte der Bürgermeister. "''Wir werden daher gegen dieses Urteil vor dem  OGH mit einer Außerordentlichen Revision berufen. Zudem gehe ich davon  aus, dass eine Neustrukturierung der KKB zu einer wesentlichen Reduzierung der  Verbindlichkeiten gegenüber Duval beitragen wird.''"
 
== 2013 ==
=== Manager Wolfgang Riener wechselt aus Bad Hofgastein in die Nachbargemeinde ===
Im Dezember 2012 wurde die KKB und damit die Felsentherme und das  Thermalkurhaus vor dem Konkurs gerettet. Jetzt wurde ein neuer  Geschäftsführer gefunden: [[Wolfgang Riener]] (52) wechselt von der  [[Alpentherme Bad Hofgastein|Alpentherme]] in [[Bad Hofgastein]] nach Bad Gastein. Riener hatte mit 31. Dezember 2012 seine Geschäftsführertätigkeiten in Bad Hofgastein und wird am [[1. April]] [[2013]] in der KKB  anfangen. Riener sei unter elf Bewerbern der herausragende gewesen, sagt [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein|Bürgermeister]] [[Gerhard  Steinbauer]] ([[ÖVP]]).
 
Mit  der Sanierungsvereinbarung sei es der Gemeinde, dem Land, den Banken  und der [[Gasteiner Bergbahnen AG]] gelungen, die Schuldenlast der KKB um über  2,5 auf rund fünf Millionen Euro zu reduzieren. "''Die Gesellschaft  befindet sich nun zu 100 Prozent in den Händen Bad Gasteins''", betonte  Steinbauer.
 
Und  im Rechtsstreit mit dem Immobilienbesitzer Franz Duval, der die KKB  900.000 Euro kosten könnte, ist ein Kompromiss (450.000 Euro) in Sicht.


== Weblinks ==
== Weblinks ==
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== Quelle ==
== Quellen ==
* {{Quelle SN|23. Oktober 2012}}
* {{Quelle SN|23. Oktober 2012 und SN online 8. Jänner 2013}}


[[Kategorie:Organisation]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Unternehmen]]
[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Gasteinertal]]
[[Kategorie:Bad Gastein]]
[[Kategorie:Bad Gastein]]

Aktuelle Version vom 24. Dezember 2020, 13:04 Uhr

Die Bad Gasteiner Kur- und KongressbetriebsgesmbH (KKB) ist ein Unternehmen in der Pongauer Gemeinde Bad Gastein.

Eigentumsverhältnisse

2012 hielten die Gemeinde und die Banken Hypo Bank und Salzburger Sparkasse je 30 Prozent und das Land Salzburg 35 Prozent. Fünf Prozent sind in der Hand des sogenannten Kurfonds.

Unternehmen

Die KKB betreibt die Felsentherme Gastein und und bis 2016 auch das Thermalkurhaus Bad Gastein.

2012

Das Land Salzburg, ein heimisches Bankenkonsortium und die Gemeinde wollen die (KKB) vor dem Konkurs retten. Darauf haben sich die Eigentümervertreter der mit mehr als fünf Mio. Euro verschuldeten KKB am Montag, den 22. Oktober 2012 geeinigt. Außerdem wollen alle Beteiligten das kürzlich ergangene Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vor dem OGH bekämpfen. Dieses Urteil billigt dem Investor Franz Duval 900.000 Euro zu, weil das an Duval verkaufte Haus Austria zu spät geräumt worden sei.

Die Gemeinde will die Mehrheit an der Gesellschaft. Das machte Bürgermeister Gerhard Steinbauer (ÖVP) im APA-Gespräch deutlich. "Die derzeitige Eigentümerstruktur hat sich als nicht geeignet erwiesen, die Gesellschaft gut zu führen. Wir brauchen diese Gesellschaft aber, ein Konkurs wäre nicht nur für die 50 Mitarbeiter, sondern auch für alle anderen Beteiligten eine schlechte Lösung", sagte Steinbauer. Der Bürgermeister will die Anteile der Banken zum Nulltarif sowie ein Vorkaufsrecht für die Landesanteile. Banken und Land hätten Zustimmung signalisiert, erklärte Steinbauer. Der konkrete Sanierungsplan soll bis Mitte Dezember ausgearbeitet und vorgelegt werden.

Dieses Vorkaufsrecht dezidiert einräumen wollte der Eigentümervertreter des Landes, LH-Stv. David Brenner (SPÖ), der Gemeinde heute nicht. Aber: "Für mich ist klar, das Land wird das Unternehmen in solch einer schwierigen Situation keinesfalls im Regen stehen lassen. Das schulden wir den 50 Mitarbeitern, das ist aber auch eine regionalwirtschaftlich wichtige Frage", sagte Brenner in einer Aussendung. Eine konkrete Summe, die das Land zur Sanierung der KKB beizutragen bereit ist, wurde heute weder genannt noch vereinbart.

Geeinigt haben sich die Eigentümervertreter von Land, Gemeinde und Banken heute auch darauf, jenes Gerichtsgutachten zu bekämpfen, das dem Investor Duval 900.000 Euro zubilligt.

Die Vorgeschichte

Duval hat im Jahr 2004 ein weiteres Haus in Gastein gekauft. Das Haus gehörte der KKB, die Gemeinde nützte Teile davon als Mieter. Die Miete wurde laut Steinbauer aber nie gekündigt, und daher ist die Gemeinde nicht pünktlich ausgezogen. "Das Gericht hat die KKB jetzt zu 900.000 Euro Gewährleistung verdonnert. Wie sich diese Summe errechnet, ist für uns nicht nachvollziehbar", sagte der Bürgermeister. "Wir werden daher gegen dieses Urteil vor dem OGH mit einer Außerordentlichen Revision berufen. Zudem gehe ich davon aus, dass eine Neustrukturierung der KKB zu einer wesentlichen Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Duval beitragen wird."

2013

Manager Wolfgang Riener wechselt aus Bad Hofgastein in die Nachbargemeinde

Im Dezember 2012 wurde die KKB und damit die Felsentherme und das Thermalkurhaus vor dem Konkurs gerettet. Jetzt wurde ein neuer Geschäftsführer gefunden: Wolfgang Riener (52) wechselt von der Alpentherme in Bad Hofgastein nach Bad Gastein. Riener hatte mit 31. Dezember 2012 seine Geschäftsführertätigkeiten in Bad Hofgastein und wird am 1. April 2013 in der KKB anfangen. Riener sei unter elf Bewerbern der herausragende gewesen, sagt Bürgermeister Gerhard Steinbauer (ÖVP).

Mit der Sanierungsvereinbarung sei es der Gemeinde, dem Land, den Banken und der Gasteiner Bergbahnen AG gelungen, die Schuldenlast der KKB um über 2,5 auf rund fünf Millionen Euro zu reduzieren. "Die Gesellschaft befindet sich nun zu 100 Prozent in den Händen Bad Gasteins", betonte Steinbauer.

Und im Rechtsstreit mit dem Immobilienbesitzer Franz Duval, der die KKB 900.000 Euro kosten könnte, ist ein Kompromiss (450.000 Euro) in Sicht.

Weblinks

Quellen