Scythropia crataegella: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Scythropia crataegella''' (''Phalaena (Tinea) crataegella'' Linnaeus, 1767: 885) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Scythropidae]] (Ziermotten).
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==Diagnose==
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Durch die beiden braunen Querbinden auf weißem, etwas marmoriertem Grund der Vorderflügel ist die Art habituell gut charakterisiert.
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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
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Nur wenige Funde sind von ''S. crataegella'' bisher aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] bekannt, die aus der Stadt Salzburg (Zone Ia, Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2025), aus [[Bürmoos]] und [[Thalgau]] stammen (Zone I, [[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]). Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 420 bis 550 m sehr gering. Lebensraum der Art sind Gebüschränder und auch abwechslungsreiche Gärten, wo die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines von Ende [[Mai]] bis Anfang [[August]] in einer Generation pro Jahr fliegen (Kurz & Kurz 2025).
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==Nachbarfaunen==
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Nach Huemer (2013) fehlt die Art in Österreich nur in [[Osttirol]]. Klimesch (1991) meldet die Art für [[Oberösterreich]] aus allen drei Landesteilen. Dasselbe gilt auch für [[Bayern]], wo sie aus allen vier Naturräumen nachgewiesen ist (Haslberger & Segerer 2021).
 
   
 
   
 
'''Scythropia crataegella''' (''Phalaena crataegella'' Linné, 1767) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Yponomeutidae]].
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
 
Nur wenige Funde sind von ''S. crataegella'' bisher aus Salzburg bekannt, die aus der [[Stadt Salzburg]] und aus [[Thalgau]] stammen (Embacher & Kurz 2009). Embacher et al. (2011) melden die Art dementsprechend aus den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone) und Ia ([[Stadt Salzburg]]). Auch die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 430 - 550 m sehr gering (Kurz & Kurz 2012). Lebensraum der Art sind Gebüschränder und auch abwechslungsreiche Gärten, wo die Imagines im Juni und Juli fliegen (Kurz & Kurz 2012).
 
 
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
Zur Biologie der Art gibt es nur eine alte Angabe durch Mitterberger (1909), der die Art an Weißdorn gefunden hat. Als Futterpflanzen der Raupen werden auch noch ''[[Prunus spinosa]]'' oder ''Cotoneaster'' angegeben. Eine Massenentwicklung, wie sie anderenorts gelegentlich beobachtet wurde, fand in Salzburg bisher noch nicht statt. Trotz der wenigen vorliegenden Daten dürfte ''S. crataegella'' in Salzburg ungefährdet sein, da sowohl die Futterpflanzen der Raupen, als auch potentiell geeignete Lebensräume in niedrigen Lagen im Land weit verbreitet sind.
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Zur Biologie der Art gibt es nur eine alte Angabe durch [[Karl Mitterberger|Mitterberger]] (1909), der die Art an Weißdorn (''Crataegus'' sp.) gefunden hat. Als Nahrungspflanzen der Raupen werden auch noch ''[[Prunus spinosa]]'' (Schlehdorn) oder ''Cotoneaster''-Arten (Zwergmispeln), ja sogar [[Apfelbaum|Apfel]] und [[Birnbaum|Birne]] angegeben (Lepiforum 2025). Eine Massenentwicklung, wie sie anderenorts gelegentlich beobachtet wurde, fand in Salzburg bisher noch nicht statt. Trotz der wenigen vorliegenden Daten dürfte ''S. crataegella'' in Salzburg ungefährdet sein, da sowohl die Nahrungspflanzen der Raupen als auch potentiell geeignete Lebensräume in niedrigen Lagen im Land weit verbreitet sind (Einstufung LC nach Embacher et al. 2025).
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==Weiterführende Informationen==
 
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==Quellen==
 
==Quellen==
*Embacher, G. & M. Kurz 2009. Yponomeutidae, Ypsolophidae, Plutellidae und Acrolepiidae (Lepidoptera) des Landes Salzburg. Beiträge zur Entomofaunistik 9: 3-11.
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*{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*Embacher, G., P. Gros, M.E. Kurz, M.A.Kurz & C. Zeller-Lukashort 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
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*Haslberger, A. & A.H. Segerer 2021. Fünf Jahre "Checkliste der Schmetterlinge Bayerns". Eine Erfolgsgeschichte der bayerischen Insektenfaunistik auf neuestem Stand (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 111. Online-Supplement S6. Aktualisierte Checkliste (Hauptkatalog). Stand: 15.09.2021: 74 pp.
*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2012. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 25 Juni 2012].
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*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.
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*Klimesch, J. 1991. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 7. Microlepidoptera II. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-301.
[[Kategorie: Biologie]]
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*Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.11.18].
[[Kategorie: Pflanzen und Tiere]]
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*[[Karl Mitterberger|Mitterberger, K.]] 1909. Verzeichnis der im [[Kronland Salzburg|Kronlande Salzburg]] bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 49: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19090003&zoom=2&seite=00000195 195-552].
[[Kategorie: Tiere]]
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== Einzelnachweis ==
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
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[[Kategorie:Naturwissenschaft]]
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[[Kategorie:Biologie]]
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[[Kategorie:Fauna]]
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[[Kategorie:Insekt]]
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[[Kategorie:Schmetterling]]
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[[Kategorie:Kleinschmetterling]]

Aktuelle Version vom 29. November 2025, 07:52 Uhr

Salzburg, Flachgau, Thalgau, 1997.06.30

Scythropia crataegella (Phalaena (Tinea) crataegella Linnaeus, 1767: 885) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera (Schmetterlinge), Familie Scythropidae (Ziermotten).

Diagnose

Durch die beiden braunen Querbinden auf weißem, etwas marmoriertem Grund der Vorderflügel ist die Art habituell gut charakterisiert.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]

Nur wenige Funde sind von S. crataegella bisher aus Salzburg bekannt, die aus der Stadt Salzburg (Zone Ia, Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2025), aus Bürmoos und Thalgau stammen (Zone I, Alpenvorland und Flyschzone). Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 420 bis 550 m sehr gering. Lebensraum der Art sind Gebüschränder und auch abwechslungsreiche Gärten, wo die Imagines von Ende Mai bis Anfang August in einer Generation pro Jahr fliegen (Kurz & Kurz 2025).

Nachbarfaunen

Nach Huemer (2013) fehlt die Art in Österreich nur in Osttirol. Klimesch (1991) meldet die Art für Oberösterreich aus allen drei Landesteilen. Dasselbe gilt auch für Bayern, wo sie aus allen vier Naturräumen nachgewiesen ist (Haslberger & Segerer 2021).

Biologie und Gefährdung

Zur Biologie der Art gibt es nur eine alte Angabe durch Mitterberger (1909), der die Art an Weißdorn (Crataegus sp.) gefunden hat. Als Nahrungspflanzen der Raupen werden auch noch Prunus spinosa (Schlehdorn) oder Cotoneaster-Arten (Zwergmispeln), ja sogar Apfel und Birne angegeben (Lepiforum 2025). Eine Massenentwicklung, wie sie anderenorts gelegentlich beobachtet wurde, fand in Salzburg bisher noch nicht statt. Trotz der wenigen vorliegenden Daten dürfte S. crataegella in Salzburg ungefährdet sein, da sowohl die Nahrungspflanzen der Raupen als auch potentiell geeignete Lebensräume in niedrigen Lagen im Land weit verbreitet sind (Einstufung LC nach Embacher et al. 2025).

Weiterführende Informationen

Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.

Quellen

  • Haslberger, A. & A.H. Segerer 2021. Fünf Jahre "Checkliste der Schmetterlinge Bayerns". Eine Erfolgsgeschichte der bayerischen Insektenfaunistik auf neuestem Stand (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 111. Online-Supplement S6. Aktualisierte Checkliste (Hauptkatalog). Stand: 15.09.2021: 74 pp.
  • Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
  • Klimesch, J. 1991. Die Schmetterlinge Oberösterreichs, Teil 7. Microlepidoptera II. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-301.
  • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.11.18].
  • Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552.

Einzelnachweis