Wenzel Güntner: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Güntner war langjähriger Assistent und Privatdozent an der Universität Prag.<ref>Wiener Medizinische Wochenschrift 1857, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=18570003&query=(text:%22Wenzel+güntner%22)&ref=anno-search&seite=395 Sp. 790]</ref> Im Jahr [[1858]] erhielt er die Professur für Chirurgie an der damaligen | + | Güntner war langjähriger Assistent und Privatdozent an der Universität Prag.<ref>Wiener Medizinische Wochenschrift 1857, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wmw&datum=18570003&query=(text:%22Wenzel+güntner%22)&ref=anno-search&seite=395 Sp. 790]</ref> Im Jahr [[1858]] erhielt er die Professur für Chirurgie an der damaligen Salzburger Medizinisch-chirurgischen Lehranstalt sowie die damit verbundene Primar-Chirurgenstelle an der chirurgischen Klinik des [[Landeskrankenhaus Salzburg|St.-Johanns-Spital]]s.<ref>Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 5. Oktober 1858, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=awz&datum=18581005&query=%22Wenzel+güntner%22&ref=anno-search&seite=8 S. 170]</ref> Er erwarb sich in Salzburg rasch einen bedeutenden Ruf als Arzt, insbesondere als Operateur, und erfreute sich auch unter seinen Hörern wegen seiner Gerechtigkeit großer Beliebtheit. Als die genannte Lehranstalt im Jahr [[1875]] aufgehoben wurde, blieb er Primararzt an der chirurgischen Klinik des St.-Johanns-Spitals. |
Im Juni [[1877]] wurde er zum Regierungsrat und Landes-Sanitätsreferenten bei der k. k. Landesregierung in Salzburg bestellt.<ref>Österreichische Zeitschrift für Verwaltung, 14. Juni 1877, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ozv&datum=18770614&query=%22Dr+wenzel+güntner%22&ref=anno-search&seite=4 S. 96]</ref> Nach weiteren zwölf Jahren trat er [[1889]] in den Ruhestand.<ref name="pensi">Wiener Klinische Wochenschrift, 5. September 1889, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wkw&datum=18890905&query=%22Dr+wenzel+güntner%22&ref=anno-search&seite=16, S. 712]</ref> | Im Juni [[1877]] wurde er zum Regierungsrat und Landes-Sanitätsreferenten bei der k. k. Landesregierung in Salzburg bestellt.<ref>Österreichische Zeitschrift für Verwaltung, 14. Juni 1877, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ozv&datum=18770614&query=%22Dr+wenzel+güntner%22&ref=anno-search&seite=4 S. 96]</ref> Nach weiteren zwölf Jahren trat er [[1889]] in den Ruhestand.<ref name="pensi">Wiener Klinische Wochenschrift, 5. September 1889, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wkw&datum=18890905&query=%22Dr+wenzel+güntner%22&ref=anno-search&seite=16, S. 712]</ref> | ||
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Aktuelle Version vom 5. August 2025, 16:40 Uhr
Regierungsrat Dr. Wenzel Güntner (* 29. November 1820 in Neulosimthal, Pilsner Kreis, Böhmen; † 8. Oktober 1896 in der Stadt Salzburg[1]) war Professor für Chirurgie an der Salzburger medizinisch-chirurgischen Lehranstalt und danach Landes-Sanitätsreferent bei der k. k. Landesregierung in Salzburg.
Leben
Güntner war langjähriger Assistent und Privatdozent an der Universität Prag.[2] Im Jahr 1858 erhielt er die Professur für Chirurgie an der damaligen Salzburger Medizinisch-chirurgischen Lehranstalt sowie die damit verbundene Primar-Chirurgenstelle an der chirurgischen Klinik des St.-Johanns-Spitals.[3] Er erwarb sich in Salzburg rasch einen bedeutenden Ruf als Arzt, insbesondere als Operateur, und erfreute sich auch unter seinen Hörern wegen seiner Gerechtigkeit großer Beliebtheit. Als die genannte Lehranstalt im Jahr 1875 aufgehoben wurde, blieb er Primararzt an der chirurgischen Klinik des St.-Johanns-Spitals.
Im Juni 1877 wurde er zum Regierungsrat und Landes-Sanitätsreferenten bei der k. k. Landesregierung in Salzburg bestellt.[4] Nach weiteren zwölf Jahren trat er 1889 in den Ruhestand.[5]
Güntner war Mitglied verschiedener gelehrter Gesellschaften, gehörte u. a. auch der deutschen Gesellschaft für Chirurgie an und war von 1872 bis 1877 Obmann des Ärztlichen Vereins im Herzogthume Salzburg.
Der Ruhestand brachte Güntner nicht die gewünschte Erholung. Wiederholt wurde er von schweren Krankheiten heimgesucht, die ihn mehr als einmal an den Rand des Grabes brachten. Schließlich bereitete im 75. Lebensjahr ein Schlaganfall seinem Leben ein jähes Ende.
Ehrungen
Güntner war Träger der Ritterkreuze des Ordens der Eisernen Krone[5] und des Franz-Josephs-Ordens sowie des Goldenenen Verdienstkreuzes.
Quelle
- Salzburger Volksblatt, 9. Oktober 1896, S. 3: Dr. Wenzel Güntner †
Einzelnachweise
- ↑ Sterbebuch der Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä, Band XI, S. 241; dort ist zwar als Todestag der 9. Oktober angegeben, da aber das "Salzburger Volksblatt" bereits an diesem Tag meldete, dass Güntner am Vortag verstorben sei, wird im Text der 8. Oktober als Todestag angesetzt.
- ↑ Wiener Medizinische Wochenschrift 1857, Sp. 790
- ↑ Allgemeine Wiener medizinische Zeitung, 5. Oktober 1858, S. 170
- ↑ Österreichische Zeitschrift für Verwaltung, 14. Juni 1877, S. 96
- ↑ 5,0 5,1 Wiener Klinische Wochenschrift, 5. September 1889, S. 712
| Vorgänger |
Primararzt für Chirurgie am St. Johanns-Spital 1858–1877 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Salzburger Landes-Sanitätsreferent 1877–1889 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Obmann des Ärztlichen Vereins im Herzogthume Salzburg 1872–1877 |
Nachfolger |