Ramseiden (Saalfelden am Steinernen Meer): Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
+ AMap-Link, ergänzt
K Textersetzung - „Kategorie:Wissenschaft↵Kategorie:Geografie“ durch „Kategorie:Geografie“
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung
 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 4: Zeile 4:


== Geografie ==
== Geografie ==
Ramseiden liegt im Osten der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer auf einer durchschnittlichen Höhe von 780 [[m ü. A.]]. Mit 1. Jänner 2023 zählte die Ortschaft 801 Einwohner.<ref>Statistik Austria</ref> Zur Ortschaft gehört der Ortsteil [[Rain (Saalfelden am Steinernen Meer)|Rain]] an der [[Urslau]]. Ramseiden zählt zur [[Katastralgemeinde Farmach]].  
Ramseiden liegt im Osten der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer auf einer durchschnittlichen Höhe von 780 [[m ü. A.]]. Mit 1. Jänner 2023 zählte die Ortschaft 801 Einwohner.<ref>Statistik Austria</ref> Ramseiden zählt zur [[Katastralgemeinde Farmach]]. Seine größte Länge von rund 5,3 Kilometern erreicht die Ortschaft zwischen Schloss Farmach im Südwesten und dem Breithorn (2&nbsp;504 m ü. A.) im Norden im [[Steinernen Meer]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Zeile 15: Zeile 15:
Die Legende erzählt, dass in uralter Zeit hier in ''Ramsidin'' mächtige Ritter herrschten. Sie residierten in einem stattlichen Anwesen. Der "Turm von Ramseiden" ist heute jedoch nicht mehr sichtbar, sein Standort ohne Grabung nicht mehr eruierbar. Es gibt aber grundbücherliche Vermerke im Rahmen der Katastralgemeinde Farmach (Einlagezahl 6), dass auf einem dreieckigen Grundstück ehemals das "Gartl so den Thurn angeht" gegenüber dem Salzmann-Gut vermutet werden kann.  
Die Legende erzählt, dass in uralter Zeit hier in ''Ramsidin'' mächtige Ritter herrschten. Sie residierten in einem stattlichen Anwesen. Der "Turm von Ramseiden" ist heute jedoch nicht mehr sichtbar, sein Standort ohne Grabung nicht mehr eruierbar. Es gibt aber grundbücherliche Vermerke im Rahmen der Katastralgemeinde Farmach (Einlagezahl 6), dass auf einem dreieckigen Grundstück ehemals das "Gartl so den Thurn angeht" gegenüber dem Salzmann-Gut vermutet werden kann.  


Eine erste urkundliche Erwähnung von Ramseiden findet sich [[888]] in einer Schenkungsurkunde König Arnulfs. [[1326]] ist Konrad der Ramseider Burggraf zu [[Ruine Saaleck|Saalegg]]. Die Familie starb [[1579]] mit Wilhelm Ramseider zu Grub aus. Über die [[Weitmoser]], [[Ritz]], [[Rehlingen]] u. a. kam der Ansitz [[1801]] in bäuerlichen Besitz und ist völlig verschwunden.
Eine erste urkundliche Erwähnung von Ramseiden findet sich in einer Schenkungsurkunde König Arnulfs vom [[26. Dezember]] [[888]]. [[1326]] ist Konrad der Ramseider Burggraf zu [[Ruine Saaleck|Saalegg]]. Die Familie starb [[1579]] mit Wilhelm Ramseider zu Grub aus. Über die [[Weitmoser]], [[Ritz]], [[Rehlingen]] u. a. kam der Ansitz am [[10. Dezember]] [[1801]] in den Besitz des Bauern Jakob Herzog. Dann hörten die Aufzeichnungen über den Turm auf und heute ist er völlig verschwunden.


Einer der Besitzer, Georg von Ramseiden wurde durch seine Abenteuer bekannt. Um die Mitte des [[15. Jahrhundert]]s zog er – "ein junger, starker Mann aus dem Salzburger Gebirg" – nach Paris, Spanien und Portugal. In einem Turnier gewann der Ramseider und kämpfte dann noch vor Ceuta in Nordafrika gegen die Mauren. Reich beschenkt kehrte er [[1463]] nach Saalfelden zurück.
Einer der Besitzer, Georg von Ramseiden wurde durch seine Abenteuer bekannt. Um die Mitte des [[15. Jahrhundert]]s zog er – "ein junger, starker Mann aus dem Salzburger Gebirg" – nach Paris, Spanien und Portugal. In einem Turnier gewann der Ramseider und kämpfte dann noch vor Ceuta in Nordafrika gegen die Mauren. Reich beschenkt kehrte er [[1463]] nach Saalfelden zurück.
Zeile 29: Zeile 29:
* [https://books.google.at/books?id=KGSxjja4qFEC&pg=PA72&dq=RAuchbrunnen&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwikyOL2x8PZAhUIaVAKHaqpAeMQ6AEIKDAA#v=onepage&q=RAuchbrunnen&f=false books.google.at], "Die Heilquellen und Torfbäder des Herzogthumes Salzburg", [[Heinrich Wallmann]], [[1862]], Seite 72ff
* [https://books.google.at/books?id=KGSxjja4qFEC&pg=PA72&dq=RAuchbrunnen&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwikyOL2x8PZAhUIaVAKHaqpAeMQ6AEIKDAA#v=onepage&q=RAuchbrunnen&f=false books.google.at], "Die Heilquellen und Torfbäder des Herzogthumes Salzburg", [[Heinrich Wallmann]], [[1862]], Seite 72ff
* [https://www.euregio-salzburg.info/objekt/weitere-objekte-stadt-und-land-salzburg/ www.euregio-salzburg.info]
* [https://www.euregio-salzburg.info/objekt/weitere-objekte-stadt-und-land-salzburg/ www.euregio-salzburg.info]
* [[Burgen und Schlösser in Salzburg (Zaisberger, Schlegel)|Burgen und Schlösser in Salzburg]], Band Pongau, Pinzgau und Lungau, Seite 127
{{Quelle AMap}}
{{Quelle AMap}}
== Einzelnachweis ==
== Einzelnachweis ==
<references/>
<references/>


[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Ort (Pinzgau)]]
[[Kategorie:Ort (Pinzgau)]]
[[Kategorie:Saalfelden am Steinernen Meer]]
[[Kategorie:Saalfelden am Steinernen Meer]]

Aktuelle Version vom 30. Mai 2026, 16:37 Uhr

Ramseiden
Ramseiden vor dem Steinernen Meer und dem Hochkönigmassiv

Ramseiden ist eine Ortschaft von Saalfelden am Steinernen Meer im Pinzgau.

Geografie

Ramseiden liegt im Osten der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer auf einer durchschnittlichen Höhe von 780 m ü. A.. Mit 1. Jänner 2023 zählte die Ortschaft 801 Einwohner.[1] Ramseiden zählt zur Katastralgemeinde Farmach. Seine größte Länge von rund 5,3 Kilometern erreicht die Ortschaft zwischen Schloss Farmach im Südwesten und dem Breithorn (2 504 m ü. A.) im Norden im Steinernen Meer.

Geschichte

Bis zu ihrer Eingemeindung in die Gemeinde Saalfelden am Steinernen Meer am 1. Jänner 1936 gehörte Ramseiden zur Gemeinde Saalfelden-Land.

Schloss Farmach

Siehe Artikel Schloss Farmach.

Ansitz Ramseiden

Die Legende erzählt, dass in uralter Zeit hier in Ramsidin mächtige Ritter herrschten. Sie residierten in einem stattlichen Anwesen. Der "Turm von Ramseiden" ist heute jedoch nicht mehr sichtbar, sein Standort ohne Grabung nicht mehr eruierbar. Es gibt aber grundbücherliche Vermerke im Rahmen der Katastralgemeinde Farmach (Einlagezahl 6), dass auf einem dreieckigen Grundstück ehemals das "Gartl so den Thurn angeht" gegenüber dem Salzmann-Gut vermutet werden kann.

Eine erste urkundliche Erwähnung von Ramseiden findet sich in einer Schenkungsurkunde König Arnulfs vom 26. Dezember 888. 1326 ist Konrad der Ramseider Burggraf zu Saalegg. Die Familie starb 1579 mit Wilhelm Ramseider zu Grub aus. Über die Weitmoser, Ritz, Rehlingen u. a. kam der Ansitz am 10. Dezember 1801 in den Besitz des Bauern Jakob Herzog. Dann hörten die Aufzeichnungen über den Turm auf und heute ist er völlig verschwunden.

Einer der Besitzer, Georg von Ramseiden wurde durch seine Abenteuer bekannt. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts zog er – "ein junger, starker Mann aus dem Salzburger Gebirg" – nach Paris, Spanien und Portugal. In einem Turnier gewann der Ramseider und kämpfte dann noch vor Ceuta in Nordafrika gegen die Mauren. Reich beschenkt kehrte er 1463 nach Saalfelden zurück.

Heilquelle

Im 19. Jahrhundert gab es in Bad Fieberbrunn im Osten von Ramseiden eine Heilquelle.

Weblink

  • Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 26. Dezember 2023

Quellen

Einzelnachweis

  1. ↑ Statistik Austria