Sandsteinadler Schloss Kleßheim: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Der [[Hallein]]er Bildhauer und Expressionist [[Jakob Adlhart]] musste [[1940]] die beiden Sandsteinadler gegen seine Überzeugung anfertigen. Sie stehen links und rechts bei der Hauptachseneinfahrt zum Schloss Kleßheim. In der Biografie Adlharts kann man jedoch nachlesen, dass er damals froh war, überhaupt noch Arbeit zu erhalten. | + | Der [[Hallein]]er Bildhauer und Expressionist [[Jakob Adlhart (Bildhauer)]] musste [[1940]] die beiden Sandsteinadler gegen seine Überzeugung anfertigen. Sie stehen links und rechts bei der Hauptachseneinfahrt zum Schloss Kleßheim. In der Biografie Adlharts kann man jedoch nachlesen, dass er damals froh war, überhaupt noch Arbeit zu erhalten. |
Das bei den Reichsadlern obligate Hakenkreuz ließ aber Adlhart weg und ersetzte sie durch Kugeln. Dies hatte dann bei der Eröffnung für Unmut gesorgt. | Das bei den Reichsadlern obligate Hakenkreuz ließ aber Adlhart weg und ersetzte sie durch Kugeln. Dies hatte dann bei der Eröffnung für Unmut gesorgt. | ||
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Aktuelle Version vom 8. April 2021, 16:56 Uhr
Die Sandsteinadler bei der Einfahrt zum Schloss Kleßheim in der Flachgauer Gemeinde Wals-Siezenheim gehen auf Adolf Hitler zurück. Sie gehören zu den denkmalgeschützten Objekten der Gemeinde.
Geschichte
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutschland im Jahr 1938 war Adolf Hitler gerne auch in Salzburg. Er verwendete das Schloss Kleßheim für Einladungen von Politikern und Staatsmännern, ließ einen einen Bahnanschluss legen und Bunkeranlagen errichten.
Der Halleiner Bildhauer und Expressionist Jakob Adlhart (Bildhauer) musste 1940 die beiden Sandsteinadler gegen seine Überzeugung anfertigen. Sie stehen links und rechts bei der Hauptachseneinfahrt zum Schloss Kleßheim. In der Biografie Adlharts kann man jedoch nachlesen, dass er damals froh war, überhaupt noch Arbeit zu erhalten.
Das bei den Reichsadlern obligate Hakenkreuz ließ aber Adlhart weg und ersetzte sie durch Kugeln. Dies hatte dann bei der Eröffnung für Unmut gesorgt.
Anfang April 2011 wurden die Sandsteinadler von Johann Lindtner aus Oberalm restauriert. Da diese Adler eine Rarität darstellen, müssen sie dem Denkmalschutz nach, erhalten bleiben. Sie waren schwarz vom Schmutz und saurem Regen, ein Teil der Flügel hatte Risse bekommen und war absturzgefährdet.
Quelle
- "Salzburger Nachrichten", 20. Juni 2011