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Das '''Eisstadion Inzell''' (heute: ''Max-Aicher-Arena'') ist eine traditionsreiche Sportstätte in [[Bayern]], nur wenige Kilometer von [[Salzburg]] entfernt.
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[[Datei:Altes Eislaufstadion in Inzell, Aufn. v. August 2005.jpg|thumb|Altes Eislaufstadion in Inzell, an dessen Stelle wurde die neue [[Max-Aicher-Arena]] errichtet. Aufn. v. August 2005]]
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Das '''Eisstadion Inzell''' (heute: ''Max-Aicher-Arena'') ist eine traditionsreiche Sportstätte in [[Bayern]], rund 40 Kilometer von [[Salzburg]] entfernt.
  
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Das seit [[2011]] überdachte Eisstadion hat die Gemeinde [[Inzell]] eigentlich dem [[Frillensee]] zu verdanken. Der südlich von Inzell gelegene kälteste See Deutschlands wurde [[1959]] von einer Expertenkommission als idealer Wettkampf- und Trainingsort für die deutschen Eisschnellläufer auserkoren. Im Jänner [[1960]] pilgerten erstmals tausende Zuschauer zu den Deutschen Meisterschaften zum Frillensee hinauf. Starke Schneefälle in den kommenden Jahren ließen den Wunsch nach einer Kunsteisbahn wachsen.
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Das seit [[2011]] überdachte Eisstadion hat die Gemeinde [[Inzell]] eigentlich dem Frillensee zu verdanken. Der südlich von Inzell gelegene kälteste See Deutschlands wurde [[1959]] von einer Expertenkommission als idealer Wettkampf- und Trainingsort für die deutschen Eisschnellläufer auserkoren. Im Jänner [[1960]] pilgerten erstmals tausende Zuschauer zu den Deutschen Meisterschaften zum Frillensee hinauf. Starke Schneefälle in den kommenden Jahren ließen den Wunsch nach einer Kunsteisbahn wachsen.
  
[[1963]] errichtete die Gemeinde Inzell ein Natureisstadion am [[Zwingsee]], das [[1965]] in eine witterungsunabhängige Kunsteisschnellaufbahn umgebaut wurde. Inzell entwickelte sich schnell zum Mekka für Eisschnellläufer. Insgesamt fanden hier zehn Weltmeisterschaften, zwei Europameisterschaften, über 150 weiteren internationale Großveranstaltungen wie die Wettbewerbe um den "Goldenen Schlittschuh" und der Drei-Bahnen-Tournee sowie 45 nationale Meisterschaften statt.  
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[[1963]] errichtete die Gemeinde Inzell ein Natureisstadion am Zwingsee, das [[1965]] in eine witterungsunabhängige Kunsteisschnellaufbahn umgebaut wurde. Inzell entwickelte sich schnell zum Mekka für Eisschnellläufer. Insgesamt fanden hier zehn Weltmeisterschaften, zwei Europameisterschaften, über 150 weiteren internationale Großveranstaltungen wie die Wettbewerbe um den "Goldenen Schlittschuh" und der Drei-Bahnen-Tournee sowie 45 nationale Meisterschaften statt.  
  
 
Die 400m lange Bahn wurde mehrmals modernisiert. Besonders die Trainingsbereiche und Serviceinrichtungen erfuhren [[1985]] eine Totalsanierung, [[1995]] wurde die Kälteanlage runderneuert.  
 
Die 400m lange Bahn wurde mehrmals modernisiert. Besonders die Trainingsbereiche und Serviceinrichtungen erfuhren [[1985]] eine Totalsanierung, [[1995]] wurde die Kälteanlage runderneuert.  
  
Im Zuge der Olympiabewerbung Münchens 2018 wurde das Eisstadion Inzell Ende August [[2009]] abgerissen und durch eine moderne Eissporthalle ersetzt. Bis Ende [[2010]] entstand ein außergewöhnliches Stadion mit kühner Dachkonstruktion, die für eine Schneelast von 7000 Tonnen ausgelegt ist und Wänden aus transparentem Spezialglas, die den Blick auf den [[Falkenstein]] in den [[Berchtesgadener Alpen]] freigeben. Zwischen 6.000 (Eisschnelllauf) und 7.000 (Speedway) Zuschauer finden in der Halle Platz. Am [[25. Dezember]] [[2010]] startete der Testbetrieb der Eisflächen, tags darauf fand das erste Eishockeyspiel - eine Bezirksligapaarung zwischen dem DEC Inzell und dem EV Berchtesgaden - statt.  
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Im Zuge der Olympiabewerbung Münchens 2018 wurde das Eisstadion Inzell Ende August [[2009]] abgerissen und durch eine moderne Eissporthalle ersetzt. Bis Ende [[2010]] entstand ein außergewöhnliches Stadion mit kühner Dachkonstruktion, die für eine Schneelast von 7 000 Tonnen ausgelegt ist und Wänden aus transparentem Spezialglas, die den Blick auf den [[Falkenstein]] in den [[Berchtesgadener Alpen]] freigeben. Zwischen 6 000 (Eisschnelllauf) und 7 000 (Speedway) Zuschauer finden in der Halle Platz. Am [[25. Dezember]] [[2010]] startete der Testbetrieb der Eisflächen, tags darauf fand das erste Eishockeyspiel - eine Bezirksligapaarung zwischen dem DEC Inzell und dem EV Berchtesgaden - statt.  
  
 
Die Namesrechte für die nächsten 20 Jahre hat sich der am Bau beteiligte Unternehmer Max Aicher aus [[Freilassing]] gesichert: der Baulöwe berappt stolze 100.000 Euro jährlich dafür. Daher trägt die Halle nun auch den Namen Max-Aicher-Arena.
 
Die Namesrechte für die nächsten 20 Jahre hat sich der am Bau beteiligte Unternehmer Max Aicher aus [[Freilassing]] gesichert: der Baulöwe berappt stolze 100.000 Euro jährlich dafür. Daher trägt die Halle nun auch den Namen Max-Aicher-Arena.
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Aktuelle Version vom 29. Juni 2017, 13:22 Uhr

Max-Aicher-Arena in Inzell, Panoramabild von Westen
Altes Eislaufstadion in Inzell, an dessen Stelle wurde die neue Max-Aicher-Arena errichtet. Aufn. v. August 2005
Max Aicher Eisstadion innen

Das Eisstadion Inzell (heute: Max-Aicher-Arena) ist eine traditionsreiche Sportstätte in Bayern, rund 40 Kilometer von Salzburg entfernt.

Geschichte

Das seit 2011 überdachte Eisstadion hat die Gemeinde Inzell eigentlich dem Frillensee zu verdanken. Der südlich von Inzell gelegene kälteste See Deutschlands wurde 1959 von einer Expertenkommission als idealer Wettkampf- und Trainingsort für die deutschen Eisschnellläufer auserkoren. Im Jänner 1960 pilgerten erstmals tausende Zuschauer zu den Deutschen Meisterschaften zum Frillensee hinauf. Starke Schneefälle in den kommenden Jahren ließen den Wunsch nach einer Kunsteisbahn wachsen.

1963 errichtete die Gemeinde Inzell ein Natureisstadion am Zwingsee, das 1965 in eine witterungsunabhängige Kunsteisschnellaufbahn umgebaut wurde. Inzell entwickelte sich schnell zum Mekka für Eisschnellläufer. Insgesamt fanden hier zehn Weltmeisterschaften, zwei Europameisterschaften, über 150 weiteren internationale Großveranstaltungen wie die Wettbewerbe um den "Goldenen Schlittschuh" und der Drei-Bahnen-Tournee sowie 45 nationale Meisterschaften statt.

Die 400m lange Bahn wurde mehrmals modernisiert. Besonders die Trainingsbereiche und Serviceinrichtungen erfuhren 1985 eine Totalsanierung, 1995 wurde die Kälteanlage runderneuert.

Im Zuge der Olympiabewerbung Münchens 2018 wurde das Eisstadion Inzell Ende August 2009 abgerissen und durch eine moderne Eissporthalle ersetzt. Bis Ende 2010 entstand ein außergewöhnliches Stadion mit kühner Dachkonstruktion, die für eine Schneelast von 7 000 Tonnen ausgelegt ist und Wänden aus transparentem Spezialglas, die den Blick auf den Falkenstein in den Berchtesgadener Alpen freigeben. Zwischen 6 000 (Eisschnelllauf) und 7 000 (Speedway) Zuschauer finden in der Halle Platz. Am 25. Dezember 2010 startete der Testbetrieb der Eisflächen, tags darauf fand das erste Eishockeyspiel - eine Bezirksligapaarung zwischen dem DEC Inzell und dem EV Berchtesgaden - statt.

Die Namesrechte für die nächsten 20 Jahre hat sich der am Bau beteiligte Unternehmer Max Aicher aus Freilassing gesichert: der Baulöwe berappt stolze 100.000 Euro jährlich dafür. Daher trägt die Halle nun auch den Namen Max-Aicher-Arena.

Am 9. März 2011 wurden die ersten Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften in der Max-Aicher-Arena eröffnet - die 11. in der Geschichte Inzells.

Über die Eröffnung der Inzeller Halle freuen sich auch Salzburger Sportler. Die Shorttrack-Eisschnellläufer, die im Volksgarten gerade 90 Minuten pro Woche Eiszeit erhalten, werden künftig nach Bayern ausweichen. Innerhalb der 400-Meter-Bahn befindet sich ein kleiner Ring für die Shorttracker. "In der kommenden Saison (2012) werden wir eine Kooperation mit Inzell schließen", sagt Wolfgang Breiteneder, der Präsident des Speed Skating Club Rot-Weiß Salzburg.

Quellen

  • Salzburger Nachrichten
  • Eisstadion Inzell Homepage
  • Chiemgau24.de [1]

Weblinks