Unglück in der Kitzlochklamm: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Kitzlochklamm''' liegt im Gemeindegebiet von [[Taxenbach]] und war im Jahr [[1974]] Schauplatz eines schrecklichen Unfalls.
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Am [[29. Juli]] [[1974]]<ref>Quelle [http://lemmie.myblog.de/lemmie/art/1836210 v]</ref> ereignete sich in der [[Kitzlochklamm]] ein schweres Unglück, das acht Todesopfer forderte. Eine deutsche Schülerinnengruppe mit 30 Kindern hatte sich auf Veranlassung der sie begleitenden Lehrerin ordnungswidrig auf einem der Stege für ein Erinnerungsfoto zusammengestellt, als dieser unter der Last zusammenbrach und die ganze Gruppe – ausgenommen die Lehrerin - mit in die Tiefe riss.
  
Die '''Kitzlochklamm''' liegt in Taxenbach und war im Jahr 1974 Schauplatz eines schrecklichen Unfalles. 
 
 
==Unglücksauslöser==
 
 
[[1974]] ereignete sich in der Kitzlochklamm ein schweres Unglück, das mehrere Todesopfer forderte. Eine deutsche Schülergruppe hatte sich auf Veranlassung der sie begleitenden Lehrerin ordnungswidrig auf einem der Stege für ein Erinnerungsfoto zusammengestellt, als dieser unter der Last zusammenbrach und die ganze Gruppe – ausgenommen die Lehrerin - mit in die Tiefe riss. 
 
 
 
==Rettung und Betreuung==
 
==Rettung und Betreuung==
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Dem unerschrockenen Einsatz von Taxenbacher Rettungskräften, u. a. dem damaligen Sprengelarzt Dr. [[Harald Matter]], der selbst in die Tiefe sprang, um die Kinder aus dem Wasser zu bergen, ist es zu verdanken, dass nicht noch mehr Kinder den Tod fanden. In der Folge des Unglückes wurden jene Kinder, die gerettet werden konnten, aber zum Teil schwer verletzt waren, nach der Erstversorgung vor Ort in das [[Krankenhaus Zell am See]] gebracht und dort neben der medizinischen Versorgung auch von Sozialarbeiterinnen des Jugendamtes [[Zell am See]] betreut.
Dem unerschrockenen Einsatz von Taxenbacher Rettungskräften, u.a. dem damaligen Sprengelarzt Dr. Harald Matter, der selbst in die Tiefe sprang, um die Kinder aus dem Wasser zu bergen, ist es zu verdanken, dass nicht noch mehr Kinder den Tod fanden. In der Folge des Unglückes wurden jene Kinder, die gerettet werden konnten, aber verletzt waren, nach der Erstversorgung vor Ort in das [[Krankenhaus Zell am See]] gebracht und dort neben der medizinischen Versorgung auch von Sozialarbeiterinnen des Jugendamte [[Zell am See]] betreut.  
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Dem Unglück folgten mehrere Gerichtsverfahren, in denen die verantwortliche Lehrerin und der für die Sicherheitskontrolle der Steganlage zuständige Sachverständige der [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] verurteilt wurden. Dieses tragische Unglück hatte außerdem zur Folge, dass die Klamm einige Jahre gesperrt blieb, die Steganlagen erneuert und die Sicherheitsstandards in den Klammen im [[Salzburger Land]] allgemein angehoben wurden.
Dem Unglück folgten mehrere Gerichtsverfahren, in denen die verantwortliche Lehrerin und der für die Sicherheitskontrolle der Steganlage zuständige Sachverständige der [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] verurteilt wurden.  
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Dieses tragische Unglück hatte andererseits aber auch zur Folge, dass die Klamm einige Jahre gesperrt blieb, die Steganlagen erneuert und die Sicherheitsstandards in den Klammen im [[Salzburger Land]] angehoben wurden.
 
 
 
==Gedenken==
 
==Gedenken==
 
 
Eine Gedenktafel am oberen Ausgang der Klamm erinnert seither an dieses schreckliche Ereignis.  
 
Eine Gedenktafel am oberen Ausgang der Klamm erinnert seither an dieses schreckliche Ereignis.  
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* Hauptartikel: [[Kitzlochklamm]]
 
 
==Quellen==
 
==Quellen==
* Eigenartikel von Christina Nöbauer
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* Eigenartikel von [[Christina Nöbauer]]
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== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:Geschichte|Kitzlochklamm, Unglück in der]]
[[Kategorie:Taxenbach]]
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[[Kategorie:Taxenbach|Kitzlochklamm, Unglück in der]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
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[[Kategorie:Pinzgau|Kitzlochklamm, Unglück in der]]
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[[Kategorie:Sonstiges|Kitzlochklamm, Unglück in der]]
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[[Kategorie:Ereignis|Kitzlochklamm, Unglück in der]]
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[[Kategorie:Katastrophe|Kitzlochklamm, Unglück in der]]

Aktuelle Version vom 30. November 2023, 10:21 Uhr

Gedenkstätte in der Kitzlochklamm
Die Namen der verunglückten Schülerinnen

Die Kitzlochklamm liegt im Gemeindegebiet von Taxenbach und war im Jahr 1974 Schauplatz eines schrecklichen Unfalls.

Unglücksauslöser

Am 29. Juli 1974[1] ereignete sich in der Kitzlochklamm ein schweres Unglück, das acht Todesopfer forderte. Eine deutsche Schülerinnengruppe mit 30 Kindern hatte sich auf Veranlassung der sie begleitenden Lehrerin ordnungswidrig auf einem der Stege für ein Erinnerungsfoto zusammengestellt, als dieser unter der Last zusammenbrach und die ganze Gruppe – ausgenommen die Lehrerin - mit in die Tiefe riss.

Rettung und Betreuung

Dem unerschrockenen Einsatz von Taxenbacher Rettungskräften, u. a. dem damaligen Sprengelarzt Dr. Harald Matter, der selbst in die Tiefe sprang, um die Kinder aus dem Wasser zu bergen, ist es zu verdanken, dass nicht noch mehr Kinder den Tod fanden. In der Folge des Unglückes wurden jene Kinder, die gerettet werden konnten, aber zum Teil schwer verletzt waren, nach der Erstversorgung vor Ort in das Krankenhaus Zell am See gebracht und dort neben der medizinischen Versorgung auch von Sozialarbeiterinnen des Jugendamtes Zell am See betreut.

Gerichtsverfahren

Dem Unglück folgten mehrere Gerichtsverfahren, in denen die verantwortliche Lehrerin und der für die Sicherheitskontrolle der Steganlage zuständige Sachverständige der Bezirkshauptmannschaft Zell am See verurteilt wurden. Dieses tragische Unglück hatte außerdem zur Folge, dass die Klamm einige Jahre gesperrt blieb, die Steganlagen erneuert und die Sicherheitsstandards in den Klammen im Salzburger Land allgemein angehoben wurden.

Gedenken

Eine Gedenktafel am oberen Ausgang der Klamm erinnert seither an dieses schreckliche Ereignis.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle v