Stumpfeggersche Grabstätte: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 24. Februar 2009, 07:27 Uhr
Das Stumpföggersche Grabmal befindet sich auf dem Salzburger Petersfriedhof. Es ist durch sieben aus je einem Steinsockel ragende eiserne Kreuze gekennzeichnet, auf denen Namen und Sterbedaten der sieben Verstorbenen geschrieben sind.
Die Namen
Es sind dies
- Sebastian Stumpfögger, fürsterzbischöflicher Steinmetz- und Maurermeister († 1749)
- dessen erste Frau, Maria, geb. Sinnhuber († 1717), Mutter von neun Kindern;
- dessen zweite Frau, Klara, geb. Hofer, gestorben 1721 im Kindbett;
- dessen dritte Frau, A. M., geb. Schallmoser, gestorben 1725 im Kindbett;
- dessen vierte Frau, Anna Maria, geb. Egger, gestorben 1733 im Kindbett;
- der Sohn Lorenz;
- eine Tochter.
Sebastian Stumpföggers fünfte Frau, Maria T., geb. Echinger, blieb kinderlos, überlebte ihren Ehemann und starb 1760.
An der den sieben Grabkreuzen gegenüberliegenden Wand der Katharinenkapelle ist eine Marmortafel mit Totenkopf als Senkblei angebracht, die Stumpfögger seinen Eltern gewidmet hat. Seine Mutter starb 1708, sein Vater 1709.
Die sieben Kreuze der Familie Stumpfögger standen ursprünglich an der Ostseite der Katharinenkapelle. Als der Chor dieser Kapelle 1864 freigelegt wurde, wurden Kreuze und Grabstein an ihre jetzigen Stellen versetzt, die Gräber selbst mit den sterbliche Überresten der Bestatteten verblieben – nunmehr ungekennzeichnet – an derselben Stelle.
Legende
Fremdenführer erzählen gerne die Sage, bei den sieben Grabkreuzen handle es sich um die Grabstätte eines Mannes und seiner von ihm zu Tode gekitzelten Ehefrauen. Die Entstehung dieser Sage wurde wohl durch die rasche Aufeinanderfolge der Heiraten und womöglich durch den Umstand begünstigt, dass am Tag des Begräbnisses der vierten Frau Stumpföggers zwei Mörder hingerichtet wurden, deren Opfer mit Vornamen ebenso Marianne hieß wie die vierte Frau Stumpföggers. Das Motiv von sieben zu Tode gekitzelten Frauen kommt aber auch anderweitig in der Sagen- und Legendenwelt vor.
Quellen
- Leopold Becker: Sebastian Stumpfögger und die sieben Kreuze auf dem Friedhofe von St. Peter, zitiert nach www.sagen.at
- Erich Sziváry: Die sieben Grabkreuze in St. Peter, Bastei (Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft) 4/98, S. 25 f.