Lorenz von Lichtenberg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Lorenz von Lichtenberg]] († [[8. November]] [[1446]]) war [[Bischof von Lavant]], Gegenbischof von [[Gurk]] und Gegenpatriarch von Aquileja.
 
[[Lorenz von Lichtenberg]] († [[8. November]] [[1446]]) war [[Bischof von Lavant]], Gegenbischof von [[Gurk]] und Gegenpatriarch von Aquileja.
  
Lorenz von Lichtenberg stammte aus einer Adelsfamilie aus Krain, die sich nach ihrer Burg Lichtenberg nannte. [[1420]] wurde er Domherr in Salzburg. Im Jahr [[1424]] ernannte ihn der Salzburger [[Eberhard III. von Neuhaus|Erzbischof Eberhard von Neuhaus]] zum Bischof von Lavant, im selben Jahr machte ihn Herzog Friedrich IV. von Österreich-Tirol zu seinem Kanzler. Friedrich ernannte Lorenz von Lichtenberg am [[4. Mai]] [[1432]] nach dem Tod des Gurker Bischofs Ernst Auer von Herrenkirchen zu dessen Nachfolger. Die Ernennung wurde vom [[Domkapitel]] anerkannt, der Salzburger Erzbischof [[Johann II. von Reisberg|Johann von Reisberg]] ernannte jedoch Hermann von Gnas. Am [[25. Oktober]] [[1433]] einigten sich Herzog und Erzbischof, dass Lichtenberg Gurk und Gnas das Bistum Lavant erhalten sollte. Der Papst setzte jedoch am [[28. Jänner]] [[1433]] Johannes Schallermann zum Bischof von Gurk ein und dieser wurde am Basler Konzil auch anerkannt. Am [[6. Juni]] [[1436]] verzichtete Lichtenberg auf das Bistum Gurk und erhielt dafür von Schallermann eine Rente.
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Lorenz von Lichtenberg stammte aus einer Adelsfamilie aus [[Slowenien#Krain|Krain]], die sich nach ihrer Burg Lichtenberg nannte. [[1420]] wurde er [[Domherr]] in Salzburg. Im Jahr [[1424]] ernannte ihn der Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Eberhard III. von Neuhaus|Eberhard von Neuhaus]] zum Bischof von Lavant, im selben Jahr machte ihn Herzog Friedrich IV. von Österreich-Tirol zu seinem Kanzler. Friedrich ernannte Lorenz von Lichtenberg am [[4. Mai]] [[1432]] nach dem Tod des [[Bischof von Gurk|Gurker Bischof]]s [[Ernst Auer von Herrenkirchen]] zu dessen Nachfolger. Die Ernennung wurde vom [[Domkapitel]] anerkannt, der Salzburger Fürsterzbischof [[Johann II. von Reisberg|Johann von Reisberg]] ernannte jedoch Hermann von Gnas. Am [[25. Oktober]] [[1433]] einigten sich Herzog und Erzbischof, dass Lichtenberg Gurk und [[Hermann II. von Gnas]] das [[Bistum Lavant]] erhalten sollte. Der Papst setzte jedoch am [[28. Jänner]] [[1433]] [[Johann V. Schallermann |Johannes Schallermann]] zum Bischof von Gurk ein und dieser wurde am Basler Konzil auch anerkannt. Am [[6. Juni]] [[1436]] verzichtete Lichtenberg auf das Bistum Gurk und erhielt dafür von Schallermann eine Rente.
  
Nach dem Tod von Hermann von Gnas wurde Lichtenberg als Administrator im Bistum Lavant eingesetzt und vom Gegenpapst Felix V.  am [[2. Jänner]] [[1444]] zum Patriarchen von Aquileja ernannt, gegen Ludwig Scarampi-Mezzarota, den amtierenden Patriarchen und Anhänger von Papst Eugen IV., konnte sich Lichtenberg aber nicht durchsetzen. Am [[15. Juni]] [[1445]] wurde Lorenz von Lichtenberg durch Papst Eugen IV. exkommuniziert.
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Nach dem Tod von Hermann von Gnas wurde Lichtenberg als Administrator im Bistum Lavant eingesetzt und vom Gegenpapst Felix V.  am [[2. Jänner]] [[1444]] zum Patriarchen von Aquileia ernannt, gegen Ludwig Scarampi-Mezzarota, den amtierenden Patriarchen und Anhänger von Papst Eugen IV., konnte sich Lichtenberg aber nicht durchsetzen. Am [[15. Juni]] [[1445]] wurde Lorenz von Lichtenberg durch Papst Eugen IV. exkommuniziert.
  
 
Er starb am 8. November 1446 und liegt beim Hochaltar der Pfarrkirche von St. Andrä im Lavanttal begraben.
 
Er starb am 8. November 1446 und liegt beim Hochaltar der Pfarrkirche von St. Andrä im Lavanttal begraben.
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Version vom 25. Juli 2017, 10:26 Uhr

Lorenz von Lichtenberg († 8. November 1446) war Bischof von Lavant, Gegenbischof von Gurk und Gegenpatriarch von Aquileja.

Leben

Lorenz von Lichtenberg stammte aus einer Adelsfamilie aus Krain, die sich nach ihrer Burg Lichtenberg nannte. 1420 wurde er Domherr in Salzburg. Im Jahr 1424 ernannte ihn der Salzburger Fürsterzbischof Eberhard von Neuhaus zum Bischof von Lavant, im selben Jahr machte ihn Herzog Friedrich IV. von Österreich-Tirol zu seinem Kanzler. Friedrich ernannte Lorenz von Lichtenberg am 4. Mai 1432 nach dem Tod des Gurker Bischofs Ernst Auer von Herrenkirchen zu dessen Nachfolger. Die Ernennung wurde vom Domkapitel anerkannt, der Salzburger Fürsterzbischof Johann von Reisberg ernannte jedoch Hermann von Gnas. Am 25. Oktober 1433 einigten sich Herzog und Erzbischof, dass Lichtenberg Gurk und Hermann II. von Gnas das Bistum Lavant erhalten sollte. Der Papst setzte jedoch am 28. Jänner 1433 Johannes Schallermann zum Bischof von Gurk ein und dieser wurde am Basler Konzil auch anerkannt. Am 6. Juni 1436 verzichtete Lichtenberg auf das Bistum Gurk und erhielt dafür von Schallermann eine Rente.

Nach dem Tod von Hermann von Gnas wurde Lichtenberg als Administrator im Bistum Lavant eingesetzt und vom Gegenpapst Felix V. am 2. Jänner 1444 zum Patriarchen von Aquileia ernannt, gegen Ludwig Scarampi-Mezzarota, den amtierenden Patriarchen und Anhänger von Papst Eugen IV., konnte sich Lichtenberg aber nicht durchsetzen. Am 15. Juni 1445 wurde Lorenz von Lichtenberg durch Papst Eugen IV. exkommuniziert.

Er starb am 8. November 1446 und liegt beim Hochaltar der Pfarrkirche von St. Andrä im Lavanttal begraben.

Quelle