Marmorsaal des Salzburger Hauptbahnhofs: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Zuge des Umbaus des Hauptbahnhofs musste er allerdings 2009 abgetragen werden. Das Denkmalamt willigte zum Abriss des unter [[Denkmalschutz]] stehenden Saales, genauer gesagt dessen Wände, Wandverkleidung und Einrichtung, nur unter der Auflage ein, dass der Saal andernorts wieder aufgebaut werde. So wurden dann im September 2009 Stein für Stein nummeriert abgetragen und in der Lokremise am Bahnhof [[Bischofshofen]] gelagert.
  
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[[Maximilian Mayr-Melnhof]] zeigte im November 2010 dann Interesse am Kauf und Wiederaufbau des {{PAGENAME}}. Dazu plant er die Errichtung eines Gebäudes auf dem Gelände des [[Gutshof Glanegg]]. So könnte der Saal wieder Repräsentationszwecken und Veranstaltungen (z. B. Theateraufführungen) der Öffentlichkeit zugänglich werden. Für dieses Vorhaben budgetiert Mayr-Melnhof über eine Million Euro.
 
[[Maximilian Mayr-Melnhof]] zeigte im November 2010 dann Interesse am Kauf und Wiederaufbau des {{PAGENAME}}. Dazu plant er die Errichtung eines Gebäudes auf dem Gelände des [[Gutshof Glanegg]]. So könnte der Saal wieder Repräsentationszwecken und Veranstaltungen (z. B. Theateraufführungen) der Öffentlichkeit zugänglich werden. Für dieses Vorhaben budgetiert Mayr-Melnhof über eine Million Euro.

Version vom 22. März 2016, 16:59 Uhr

Der Marmorsaal im September 2002

Der Marmorsaal des Salzburger Hauptbahnhofs ist ein Saal, der sich im ehemaligen Salzburger Hauptbahnhof befand.

Geschichte

Als in den Jahren 1906 und 1907 die heutige Form der Eingangshalle entstand, wurde auch der Ablauf des gesamten Bahnhofs neu gestaltet. Es enstand ein Mittelbahnsteig (Inselbahnhof genannt), an dem zu beiden Seiten Gleise vorbeiführten. Dieser wurde über drei Tunnels von der Eingangshalle erreicht. Auf dem Mittelperron waren neben der Fahrdienstleitung und Warteräumen auch eine Restauration I. und II., sowie eine in seinen Ausmaßen idente Restauration III. Klasse entstanden. Beide Restaurants war mit einer der Zeit entsprechenden jugendstilartigen Einrichtung mit Wandvertäfelungen, gemaltem Fries und kassettierten Stuckdekorationen ausgestattet. Sie waren ohne Zwischendecke ausgeführt und hatten somit doppelte Raumhöhe. Erster Restaurateur am Mittelbahnsteig war Johann Kratochwill, der 1924 von Anton Pfletschinger abgelöst wurde.

Im Zweiten Weltkrieg fielen auch Bomben auf Salzburg. Unter den Zielen war natürlich auch der Hauptbahnhof als Verkehrsknoten. Erst in den letzten Kriegsmonaten wurde der Mittelbahnsteig schwer beschädigt, dabei auch die repräsentative Ausstattung des Bahnhofsrestaurants zerstört. Die Neugestaltung nach Kriegsende erfolgte mit großzügigem Einsatz von Adneter Rotmarmor. Dieser soll eigentlich für den sogenannten „Führerbahnhof“ unter dem Schloss Klessheim vorgesehen gewesen sein. In beide Restaurationen wurde eine Zwischendecke eingeführt, die auf vier Marmorsäulen ruhte, über dem "Marmorsaal" wurden rund um einen Lichthof Personalräume angelegt. Sogar ein Wandbrunnen mit Marmorverkleidung wurde wieder eingerichtet. Am 18. Februar 1949 wurde der Marmorsaal unter der Leitung von Pfletschingers Sohn Walter wiedereröffnet und war für Jahrzehnte aufgrund seines geschmackvollen Ambientes ein Schmuckstück der Salzburger Gastronomie und Veranstaltungsort für Bälle, Dinées und Tanzabende. Ab 1960 führte die Internationale Schlafwagengesellschaft das Restaurant.

Die zunehmenden Verwahrlosung des Mittelbahnsteigs leitete den Abstieg des Restaurantbetriebes ein. Mitte der 1990er Jahre versuchte das Salzburger "SalonEnsemble" dem entgegen zu wirken. 1999 wurde der Saal noch einmal renoviert, er beherbergte nun das Restaurant "Quo Vadis" unter der Leitung von Johann Teuschl und regelmäßige Salsabende.

Im Zuge des Umbaus des Hauptbahnhofs musste er allerdings 2009 abgetragen werden. Das Denkmalamt willigte zum Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Saales, genauer gesagt dessen Wände, Wandverkleidung und Einrichtung, nur unter der Auflage ein, dass der Saal andernorts wieder aufgebaut werde. So wurden dann im September 2009 Stein für Stein nummeriert abgetragen und in der Lokremise am Bahnhof Bischofshofen gelagert.

Im Frühjahr 2010 schrieben die ÖBB dann den Saal zum Verkauf aus.

Maximilian Mayr-Melnhof zeigte im November 2010 dann Interesse am Kauf und Wiederaufbau des Marmorsaal des Salzburger Hauptbahnhofs. Dazu plant er die Errichtung eines Gebäudes auf dem Gelände des Gutshof Glanegg. So könnte der Saal wieder Repräsentationszwecken und Veranstaltungen (z. B. Theateraufführungen) der Öffentlichkeit zugänglich werden. Für dieses Vorhaben budgetiert Mayr-Melnhof über eine Million Euro.

Mayr-Melnhof ist auch Teilhaber begründet auch aus dieser Sicht sein Interesse. Gewidmet wäre der Saal seiner 2010 verstorbenen Mutter Maria Anna Mayr Melnhof und könnte unter dem Marketingnamen MAM, für Maria Anna Marmorsaal, vermarktet werden.

Quellen