Flusskraftwerk Schwarzach: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Kraftwerk Schwarzach wurde zwischen [[1954]] und [[1959]] von der [[Tauernkraftwerke AG]] errichtet. Um das Wasser der [[Salzach]] zur Stromgewinnung nutzen zu können,  bedurfte es vorher der Errichtung der Speicherstauseen in [[Kaprun]] und dem der ÖBB im [[Stubachtal]], die im Winter Wasser in die Salzach ablassen. Vorher war die Flusswassermenge im Winter zu gering, um Turbinen anzutreiben. Das Kraftwerk Schwarzach ist kein typisches Flusskraftwerk, da das Wasser zum Antrieb der Turbinen aus der 17 km entfernten [[Wehranlage Högmoos]] der Salzach entnommen und durch Stollen zum [[Ausgleichsspeicherbecken Brandstatt]] in Oberuntersberg in der Gemeinde [[St. Veit im Pongau]] geleitet wird. Dadurch ist im Kraftwerk Schwarzach die Produktion von „Strom auf Knopfdruck“ möglich.
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Das Kraftwerk Schwarzach wurde zwischen [[1954]] und [[1959]] von der [[Tauernkraftwerke AG]] errichtet. Um das Wasser der [[Salzach]] zur Stromgewinnung nutzen zu können,  bedurfte es vorher der Errichtung der Speicherstauseen in [[Kaprun]] und dem der [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] im [[Stubachtal]], die im Winter Wasser in die Salzach ablassen. Vorher war die Flusswassermenge im Winter zu gering, um Turbinen anzutreiben. Das Kraftwerk Schwarzach ist kein typisches Flusskraftwerk, da das Wasser zum Antrieb der Turbinen aus der 17 km entfernten [[Wehranlage Högmoos]] der Salzach entnommen und durch Stollen zum [[Ausgleichsspeicherbecken Brandstatt]] in Oberuntersberg in der Gemeinde [[St. Veit im Pongau]] geleitet wird. Dadurch ist im Kraftwerk Schwarzach die Produktion von „Strom auf Knopfdruck“ möglich.
  
 
=====Kraftwerk Wallnerau=====
 
=====Kraftwerk Wallnerau=====

Version vom 22. März 2016, 16:46 Uhr

Übersicht Kraftwerksanlagen Kraftwerk Schwarzach
Salzachtal mit Oberuntersberg in der Bildmitte
Geleertes Ausgleichsspeicherbecken Brandstatt
Ausgleichsspeicherbecken Brandstatt befüllt
Kraftwerk Wallnerau
Staubereich Högmoos im Gemeindegebiet von Taxenbach

Das Flusskraftwerk Schwarzach erstreckt sich mit seinen technischen Anlagen auf die Gemeinden Taxenbach, Lend, St. Veit und Schwarzach und liefert nach Sanierung und Wiederinbetriebnahme Strom für 15 000 Haushalte.

Geschichte

Das Kraftwerk Schwarzach wurde zwischen 1954 und 1959 von der Tauernkraftwerke AG errichtet. Um das Wasser der Salzach zur Stromgewinnung nutzen zu können, bedurfte es vorher der Errichtung der Speicherstauseen in Kaprun und dem der ÖBB im Stubachtal, die im Winter Wasser in die Salzach ablassen. Vorher war die Flusswassermenge im Winter zu gering, um Turbinen anzutreiben. Das Kraftwerk Schwarzach ist kein typisches Flusskraftwerk, da das Wasser zum Antrieb der Turbinen aus der 17 km entfernten Wehranlage Högmoos der Salzach entnommen und durch Stollen zum Ausgleichsspeicherbecken Brandstatt in Oberuntersberg in der Gemeinde St. Veit im Pongau geleitet wird. Dadurch ist im Kraftwerk Schwarzach die Produktion von „Strom auf Knopfdruck“ möglich.

Kraftwerk Wallnerau

Das Kraftwerk Wallnerau wurde in den Jahren 1987 bis 1990 erbaut. Es ist dem Kraftwerk Schwarzach - salopp ausgedrückt - „nachgeschaltet“, denn es wird dort dasselbe Wasser, das durch Zuflüsse aus dem Raurisertal und dem Gasteinertal vermehrt wird, nochmals genutzt. Das Kraftwerk Wallnerau besteht eigentlich aus zwei Kraftwerken: dem Unterwasserkraftwerk im Kanal unterhalb des Kraftwerkes Schwarzach und dem Laufkraftwerk in der Salzach.

Generalsanierung

Das 50 Jahre alte Kraftwerk Schwarzach wird derzeit generalsaniert, wofür der Verbund ca. 14 Millionen Euro investiert. Die Sanierungsarbeiten laufen seit 29. März 2010. Die zwei wichtigsten Baustellen sind das 1,8 Miliionen Kubikmeter fassende Ausgleichsspeicherbecken und der 600 m lange Druckschacht.

Speicherbecken

Im 35 m tiefen Speicherbecken in Oberuntersberg, Gemeinde St. Veit, wird derzeit der alte Asphaltbelag abgefräst und mit einem neuen Belag aus Spritzbeton und einer Spezialmischung wasserbaudichten Asphalts versehen. Die Arbeiten erfordern entsprechende Fachkenntnisse, spezielle Maschinen und Seilsicherung. Es fällt allein bei dieser Beckensanierung 12.000 Kubikmeter Geschiebematerial an, das entsorgt werden muss. Das Speicherbecken dient zum Ausgleich der für den Betrieb des Kraftwerkes benötigten Wassermengen. Im Sommer, wenn hohe Wasserführung der Salzach den Durchflussbetrieb im Kraftwerk ermöglicht, ist der Speicher oft fast leer. Im Winter ist er eher voll, um den Beckeninhalt bei Niedrigwasser des Flusses in Stromspitzenzeiten zur Stromerzeugung einsetzen zu können.

Druckschacht

Der zweite große Sanierungseinsatz betrifft den 600 m langen Druckschacht. An den im Schacht verlegten Rohren wird auf 20.000 Quadratmetern ein neuer Korrosionsschutz aufgebracht.

“Rechengut“

Das Kraftwerk Schwarzach, das mittels eines 17 km langen Triebwasserstollen ab der Wehranlage Högmoos in der Gemeinde Taxenbach gespeist wird, ist mit dem Problem konfrontiert, dass jährlich 400 Tonnen „Rechengut“ – neben Treibholz ist das Müll, der sich in den Rechen der Wehranlagen ansammelt – anfallen, darunter befinden sich immer mehr Kühlschränke und Autoreifen, die illegal entsorgt werden.

Quellen