Russenkreuz 1917: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Beisetzung fand am [[Friedhof Thalgau|Ortsfriedhof Thalgau]] statt, am Grab Nr. 581 wurde ein russisch-orthodoxes Kreuz aufgestellt. Dieses vom Volksmund so genannte „Russenkreuz“ musste 1954 wegen der Holzfäulnis entfernt werden. | Die Beisetzung fand am [[Friedhof Thalgau|Ortsfriedhof Thalgau]] statt, am Grab Nr. 581 wurde ein russisch-orthodoxes Kreuz aufgestellt. Dieses vom Volksmund so genannte „Russenkreuz“ musste 1954 wegen der Holzfäulnis entfernt werden. | ||
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Version vom 22. März 2016, 09:44 Uhr
Das Russenkreuz 1917 war und ist wieder ein Gedenkkreuz in der Flachgauer Marktgemeinde Thalgau.
Geschichte
Während des Ersten Weltkrieges waren der Gemeinde Thalgau knapp 800 russische und serbische Gefangene des Lagers Niederalm für die unterschiedlichsten Tätigkeiten, vor allem auch für den Bau der „Russenstraße“, zugeteilt worden.
Am 21. Jänner1917 verstarb im „Knechtstöckl“ des Pfarrhofes der als Feldarbeiter eingesetzte 27-jährige Kriegsgefangene Korporal Sawaty Maslejnikov mit der Strafnummer 81243 an Herzversagen. Das Begräbnis am 24. Jänner um drei Uhr nachmittags wurde, wie die Salzburger Chronik berichtete, unter der Teilnahme sämtlicher Kriegsgefangenen der drei Lager im Dorf zu einer beeindruckenden Kundgebung. Mitgeführt wurde ein Transparent mit der Aufschrift „In ewiger Erinnerung an den in der Gefangenschaft verstorbenen Genossen“.
Die Beisetzung fand am Ortsfriedhof Thalgau statt, am Grab Nr. 581 wurde ein russisch-orthodoxes Kreuz aufgestellt. Dieses vom Volksmund so genannte „Russenkreuz“ musste 1954 wegen der Holzfäulnis entfernt werden.
Zur Eröffnung der 23. Thalgauer Bildungswoche unter dem Titel „An meine Völker!“ wurde am 2. März 2014 das neue „Russenkreuz 1917“ gesegnet. Das Kreuz wurde von der Zimmerei Winkler gespendet und die Schrift wurde vom Thalgauer Künstler Florian Radauer eingeschnitzt. . Enthüllt wird es von Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, dem russischen Generalkonsul Sergey Smirnov, Dechant Josef Zauner und Erzpriester Georgij Charlov.
Zuvor wird in völkerverbindender Erinnerung an diese historischen Ereignisse um 9 Uhr in der Pfarrkirche zum hl. Martin die „Johannes Chrysostomos-Liturgie“ gefeiert. Die Gestaltung der Festliturgie erfolgt durch den Wallfahrtspfarrer Matthias Oberascher in kirchenslawischer Sprache und durch den aus Radio- und Fernsehauftritten weitum bekannten Johannes Chrysostomos-Chor aus Innsbruck.
Die Initiative für die Wiedererrichtung des Russenkreuzes ging von Bernhard Iglhauser aus.
Bildergalerie
Russischer Generalkonsul Sergey Smirnov, hier bei der Enthüllung der Gedenktafel und der Weihefeier für das Russenkreuz 1917 am 2. März 2014
Bildungswoche-Eöffnung-Panorama, Weihe durch Dechant Mag. Josef Zauner
Quelle
- "Salzburger Woche", Ausgabe "Flachgauer Nachrichten", 5. Februar 2014